Ferien im Outdoor-Camp der Polizei

Minister Caffier: Ferien für Kinder aus sozial benachteiligten Familien

Malchow – Noch bis heute verbringen 61 Kinder und Jugendliche eine Ferienwoche im „Outdoor-Camp“ der Polizei in der Landesfeuerwehrschule in Malchow.

Der Aufenthalt für die Kinder aus sozial benachteiligten Familien ist kostenlos. Für die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern ist das jährliche einwöchige Camp Teil ihrer Präventionsarbeit, mit der sie Kindern aus sozial benachteiligten Familien ihre Arbeit näherbringen wollen, aber ihnen vor allem erlebnisreiche Ferientage ermöglichen. Der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung unterstützte die Durchführung des diesjährigen 22. Camps mit 8.900 EUR, weitere Zuschüsse kommen von den Landkreisen und kreisfreien Städten der teilnehmenden Kinder.

Innenminister Lorenz Caffier besuchte heute Kinder und Betreuer in Malchow und sah sich gemeinsam mit ihnen eine Vorführung der Diensthunde der Polizei an und ein Training von Spezialkräften der Polizei. „Ich bin immer wieder beeindruckt, mit welchem Engagement und Fingerspitzengefühl unsere Polizistinnen und Polizisten hier mit den Kindern und Jugendlichen umgehen, die nicht selten selbst Zeugen von Gewalt oder Opfer von Straftaten wurden. Doch trotz aller ernsthaften Themen, die hier besprochen werden, stehen Ferienspaß und Erholung im Mittelpunkt“, so der Minister.

Das Outdoor-Camp ist für Kinder, die z.B. in Großfamilien oder Kinderheimen aufwachsen bzw. deren Eltern finanziell nicht in der Lage sind, ihren Kindern eine Ferienfahrt oder die Mitgliedschaft in Sportvereinen zu ermöglichen. Auch Kinder, die Opfer von Straftaten geworden sind, werden durch die Fachkräfte der örtlich zuständigen Jugendämter bzw. Präventionssachbearbeiter der Kommunen ausgewählt.

In diesem Jahr kümmerten sich rund um die Uhr 23 Betreuer aus verschiedenen Dienststellen der Landespolizei um die Kinder. Sie waren vertrauensvolle Ansprechpartner und sorgten dafür, dass sich die Kinder schnell in die Gruppe integrierten. In vielen Einzel- und Gruppengesprächen mit den Betreuern wurden Themen wie Gewalt an Schulen oder Straftaten wie z.B. Diebstähle diskutiert. Zu den typischen Ferienerlebnissen gehörten der Besuch des Erdbeerhofes in Rövershagen, des Piraten-Open-Airs in Grevesmühlen und der Sommerrodelbahn in Bad-Doberan.

Baumschutzarbeiten in der Hans-Sachs-Allee

Rostock – Im Auftrag des Amtes für Stadtgrün, Naturschutz und Landschaftspflege setzt die Firma Rostocker GALABAU in der Hans-Sachs-Allee zwischen dem Platz der Freiheit und der Braunschweiger Straße Baumschutzbügel.

Sie sollen das Parken unter den Bäumen und die damit verbundene weitere Verdichtung des Bodenbereiches verhindern. Die Schutzmaßnahmen in diesem ersten Abschnitt der Hans-Sachs-Allee sind dringend erforderlich, da die Vitalität der dort vorhandenen Linden stetig abnimmt. Die Bügel, die parallel zur Straße eingebaut werden, ermöglichen eine künftig bessere Wasser- und Luftversorgung für die Bäume.

Alleen und einseitige Baumreihen an öffentlichen und privaten Verkehrsflächen stehen unter dem Schutz des Landesnaturschutzgesetzes (§ 27, Absatz 1). Das Setzen der Bügel soll die unzulässige, jedoch bisher geduldete Nutzung der Wurzelbereiche als Parkmöglichkeit künftig unterbinden.

Europaweiter Gedenktag an die Opfer totalitärer und autoritärer Regime

Brüssel – Zum Gedenken an die Opfer totalitärer und autoritärer Regime im 20. Jahrhundert hat am Montag der Erste Vizepräsident der Europäischen Kommission, Frans Timmermans, gemeinsam mit Justizkommissarin Věra Jourová und Bildungskommissar Tibor Navracsics aufgerufen. Der europaweite Gedenktag, der seit 2009 am Jahrestag des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts begangen wird, bietet Anlass, an die Lehren aus einem dunklen Kapitel der europäischen Geschichte zu erinnern.

„Am 23. August 1939 wurde der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt, der Molotow-Ribbentrop-Pakt, geschlossen. Dies war der Anfang eines der dunkelsten Kapitel der jüngeren Geschichte unseres Kontinents, das Deportation, Folter und die Ermordung von Millionen von Menschen unter totalitären Regimen mit sich brachte. Zwar bedeutete das Ende des Zweiten Weltkriegs die Niederlage des Nazi-Regimes, aber viele Menschen in Mittel- und Osteuropa litten weiter unter anderen totalitären Regimen.

Morgen, 77 Jahre nach der Unterzeichnung des Pakts, werden wir der Opfer der totalitären und autoritären Regime, die Teile Europas während des 20. Jahrhunderts gezeichnet haben, gedenken. Der europaweite Gedenktag für die Opfer totalitärer und autoritärer Regime hält das Andenken an die Opfer lebendig und würdigt sie.

Die jungen Generationen von Europäern haben zum Glück nie erfahren, was es bedeutet, unter einem totalitären oder autoritären Regime zu leben. Dies dürfen wir aber niemals als selbstverständlich betrachten. Daher ist es wichtig, die historische Erinnerung und das Bewusstsein für den starken Gegensatz zu der heutigen Europäischen Union, unseren demokratischen Systemen, den Grundfreiheiten und unserer Achtung der Rechtsstaatlichkeit wach zu halten.

Die Erinnerung an die Geschichte Europas muss uns darin bestärken, entschlossen für unsere gemeinsamen Werte und Grundsätze einzustehen.“

Am 23. August wird das für Bildungskommissar Tibor Navracsics an einem Gedenkprogramm und einer Ministerkonferenz teilnehmen, die vom slowakischen Ratsvorsitz der Europäischen Union in Bratislava ausgerichtet werden.

Fußballplatz in Trinwillershagen bekommt Bewässerungsanlage

Sportminister Caffier: Bessere Bedingungen für Training und Wettkampf

Trinwillershagen – In Trinwillershagen wird Sport groß geschrieben, der Sportverein „Rot-Weiß“ bietet in verschiedenen Sektionen dazu viele Möglichkeiten an, so auch im Fußball.

 Auf dem Gelände des ehemaligen Schulsportplatzes gibt es einen Rasenfußballplatz, der intensiv für das Training und für den Punktespielbetrieb genutzt wird. Bewässert wird er bisher nur sporadisch bei extremer Trockenheit. Um die Platzqualität den gestiegenen Anforderungen anzupassen, soll eine Beregnungsanlage mit Brunnen für eine ausreichende Bewässerung sorgen.

 An der Finanzierung beteiligt sich auch das Land, Innen- und Sportminister Lorenz Caffier hat bei seinem heutigen Besuch in Trinwillershagen einen Förderbescheid für den Verein über rund 48.540 Euro übergeben. „Ende Juni gastierte Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock zu seinem zweiten Testspiel der Saisonvorbereitung beim Landesligisten Rot-Weiß Trinwillershagen, das war für alle Fußballbegeisterten sicher ein großes Ereignis“, sagte der Minister. „Und auch sonst gibt es viel Engagement im Ort und in der Region für den Fußballsport. Im Januar hat der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern Ehrenamtliche für ihr Engagement im Fußballsport ausgezeichnet. So wurde in der Kategorie „Mehr als 25 Jahre im Verein aktiv tätig“ Manfred Plötz vom SV Rot-Weiss Trinwillershagen geehrt, stellvertretend auch für die Arbeit der vielen anderen Helferinnen und Helfer rund um den Fußballsport. Auch das ist Beweis dafür, dass der Ball in Trinwillershagen mit Herzblut rollt. Damit künftig auch die Platzverhältnisse diese Begeisterung nicht trüben können, sind die Sportstättenbaufördermittel hier gut angelegt.“

Nach der Sportstättenförderrichtlinie stellt das Ministerium für Inneres und Sport im Jahr 2016 für Investitionen in den kommunalen und vereinseigenen Sportstättenbau sowie für den Sportstättenbau im Spitzensport rund 6,7 Mio. Euro zur Verfügung. Diese Fördersumme für den Neubau bzw. die Instandsetzung von Sportstätten setzt sich aus Sportfördermitteln des Landes sowie Finanzmitteln des Bundes und der EU zusammen. Die Palette der geförderten Bauvorhaben im Jahr 2016 ist breit und umfasst neben klassischen Sporthallen und Sportplätzen auch multifunktionale Freizeit– und Sportanlagen.

Stralsund bekommt Urkunde als staatlich anerkannter Erholungsort

Stralsund – Sozialministerin Birgit Hesse wird am kommenden Freitag der Hansestadt Stralsund offiziell den Titel „Erholungsort“ verleihen. Bereits seit dem 1. August darf die Hansestadt diesen Titel tragen, jetzt wird die entsprechende Urkunde offiziell übergeben.

Die Anerkennung bezieht sich auf folgende Stadtgebiete:

  1. Altstadt – Altstadt, Hafeninsel, Bastionengürtel
  2. Knieper – Kniepervorstadt, Knieper Nord (ohne Knieper West)
  3. Triebseer – Tribseer Vorstadt, Tribseer Siedlung, Tribseer Wiesen, Schrammsche Mühle
  4. Franken – Frankenvorstadt, Dänholm, Frankensiedlung (ohne Franken Mitte), Süd – Andershof, Devin, Voigdehagen
  5. Lüssower Berg – Am Lüssower Berg (ohne Umspannwerk)
  6. Grünhufe – Stadtkoppel, Freienlande (ohne Vogelsang und Grünthal-Viermorgen)

Um die Zahl der erholungssuchenden Gäste zu erhöhen, setzt die Hansestadt Stralsund auch bewusst auf den Ausbau des Gesundheitstourismus. Damit soll besonders die Gruppe der älteren Gäste als Gesundheitsurlauber gewonnen werden. Auch die Belange der Barrierefreiheit werden dabei berücksichtigt.

Bollewick ist „Energie-Kommune des Monats“

Bollewick – Energieminister Christian Pegel gratuliert der Gemeinde Bollewick (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) zum Titel „Energiekommune des Monats“. Die Auszeichnung wurde am 22.08.2016 von der Agentur für Erneuerbare Energien vergeben.

Energieminister Christian Pegel: „Bollewick ist ein Vorzeigebeispiel, wie die Menschen im Land vom Ausbau der erneuerbaren Energien profitieren können. Dort sind regionale Kreisläufe für ein günstiges Wärmeangebot entstanden, wodurch ein Großteil der Einwohner ihre Wärme aus der Region bezieht. Dadurch werden Arbeitsplätze erhalten oder es entstehen neue und in der Bilanz werden über eingesparte Energiekosten neue finanzielle Spielräume gestaltet, mit denen wiederum Infrastrukturen finanziert werden können.“

„Dass dies so funktioniert ist nicht zuletzt dem unbändigen Engagement des Bürgermeisters und weiterer Mitstreiter zu verdanken, die viele Menschen überzeugen konnten, ihre Wärmeversorgung an das Netz anzuschließen. Darüber hinaus konnten aber unter anderem auch durch das Thema Erneuerbare Energien Menschen animiert werden, sich in der Dorfgemeinschaft neu einzubringen. Bollewick ist heute ein attraktives Dorf mit gesellschaftlich aktiven Einwohnern und hohem ehrenamtlichen Engagement. Dafür danke ich den Einwohnern und gratuliere Bollewick ganz herzlich zu der Auszeichnung der Agentur für Erneuerbare Energien“, so Pegel abschließend.

Neues Gatter um das Dammwildgehege im Naturerlebnispark Mühlenhagen

Mühlenhagen – Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat eine Zuwendung für den Förderverein Naturerlebnispark Tollensetal e.V. in Höhe von 10.000 Euro bewilligt.

Mit den finanziellen Mitteln wird das Rotwildgatter im Naturerlebnispark des Fördervereins in Mühlenhagen erneuert. Die vorhandene Einzäunung des Geheges ist marode und muss instandgesetzt werden. Knapp ein Kilometer Zaun soll für die derzeitig 20 bis 30 Tiere erneuert werden. Darüber hinaus sollen zwei neue Tore in die Umzäunung eingesetzt werden.

Der gemeinnützige Förderverein Naturerlebnispark Tollensetal e.V. setzt sich seit seiner Gründung 1991 für Naturschutz und Landschaftspflege im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes ein.

„Der neue Zaun ermöglicht den Besuchern, unsere einheimischen Wildtiere noch besser beobachten und kennenlernen zu können“, so Innenminister Lorenz Caffier. „Der Naturerlebnispark trägt mit seiner Arbeit dazu bei, alle Altersgruppen für das Thema Natur und auch für das Thema Naturschutz zu sensibilisieren. Das neue Rotwildgatter erlaubt einen lehrreichen natürlichen Kontakt zu den Tieren, den weder ein Klassenraum noch eine Tierdokumentation bieten kann.“

Auf dem 40 Hektar großen Gelände können Besucher von diversem Aussichtsstellen insgesamt 72 verschiedene Tierarten, von Rot- und Damwild über Schnee- und Schleiereulen bis hin zu Schafen oder Dingos beobachten. Zusätzlich bietet der Park einen Irrgarten und ein Streichelgehege sowie einen Abenteuerspielplatz und einen Duftgarten mit verschiedenen Kräuter und Pflanzen.

Minister Pegel übergibt Förderbescheide in Grevesmühlen

Grevesmühlen – Infrastrukturminister Christian Pegel übergibt am Mittwoch (24.08.2016) bei zwei Terminen Förderbescheide in Grevesmühlen (Landkreis Nordwestmecklenburg).

Einen Förderbescheid über 600.000 Euro erhält die NAHBUS Nordwestmecklenburg GmbH gemäß der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für die Neubeschaffung von Bussen des ÖPNV in Mecklenburg-Vorpommern.

Die NAHBUS Nordwestmecklenburg GmbH beabsichtigt, neue Busse für den Öffentlichen Personennahverkehr zu beschaffen. Mit der Förderung wird der Kauf von sechs Standardbussen Low Entry unterstützt. Die Gesamtanschaffungskosten der Fahrzeuge belaufen sich auf 1.254.000 Euro.

Über die ÖPNV-Bus-Neubeschaffungsrichtlinie werden seit 2013 Neubeschaffungen von Bussen im Land gefördert. In der Regel wird jedes Fahrzeug mit max. 100.000 Euro gefördert. Bei alternativen Antrieben liegt die Höchstförderung bei maximal 130.000 Euro. Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung M-V verbindet mit dieser Förderung die Erwartung, dass mit den neuen Bussen die Attraktivität und insbesondere der Ausbau eines barrierefreien ÖPNV-Angebots insgesamt nachhaltig verbessert werden.

Einen Zuwendungsbescheid über 500.688 Euro übergibt Minister Pegel an die Stadt Grevesmühlen zur Unterstützung des Vorhabens „BürgerBahnhof“.

Die Stadt Grevesmühlen plant die Modernisierung und Instandsetzung des ehemaligen Bahnhofempfangsgebäudes. Mit Mitteln gemäß der Förderrichtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Investitionen und Maßnahmen im ÖPNV aus Mitteln des EFRE wird die Sanierung der Gebäudebestandteile mit verkehrlichen Bezug gefördert. Im Einzelnen sind dies ein Wartebereich, ein öffentliches WC, ein Raum für ein Reisebüro mit Fahrkartenausgabe, ein Kiosk sowie die zugehörigen Erschließungswege und barrierefreie Gebäudezugänge.

Logistik-Unternehmen in Neustadt-Glewe plant Erweiterung der Betriebsstätte

Neustadt-Glewe – Die NTL Norddeutsche Textil Logistik GmbH aus Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust-Parchim) plant die Erweiterung ihrer Betriebsstätte. „Das Unternehmen hat sich als Dienstleister der Textilbranche einen guten Namen erarbeitet. Jetzt stößt die Norddeutsche Textil Logistik GmbH aufgrund von steigenden Kundennachfragen an Kapazitätsgrenzen. Deshalb soll erweitert werden. Mit dem Vorhaben werden 41 Arbeitsplätze gesichert und vier neue Jobs geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe in Schwerin.

Das 2005 gegründete Unternehmen bietet Dienstleistungen im Textilbereich an. Dazu gehören die Qualitätskontrolle von Textilien und Accessoires, die Kommissionierung der Ware nach Kundenvorgabe, die Organisation der Transporte per Paketdienst oder Spedition, die Aufbereitung (unter anderem etikettieren und umverpacken) sowie Lagerung, Versand und Zollabfertigung der Textilien von und nach Fernost. Im Lager finden derzeit 8.000 Paletten Platz. Mit der Erweiterung soll die Kapazität auf 16.000 Paletten-Stellplätze verdoppelt werden. Das Unternehmen plant, auf einem neu erworbenen Nachbargrundstück eine 1.700 Quadratmeter große Halle zu bauen und mit der notwendigen Ausstattung zu bestücken. „Mit den geplanten Investitionen ist das Unternehmen noch besser im Wettbewerb aufgestellt“, so Glawe weiter.

Die Gesamtinvestitionen der Unternehmenserweiterung betragen rund 4,6 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 1,2 Millionen Euro.

Nach Angaben der „Logistikinitiative Mecklenburg-Vorpommern e.V. gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 5.200 Logistik-Unternehmen mit 31.000 Beschäftigten, die einen Jahresumsatz in Höhe von 2,1 Milliarden Euro erwirtschaften. „Mecklenburg-Vorpommern kann mit attraktiven Standortvorteilen punkten. Das Gewerbegebiet in Neustadt-Glewe, in dem die Norddeutsche Textil Logistik GmbH ansässig ist, liegt direkt an der Autobahn 24 und in unmittelbarer Nähe zur Autobahn 14“, sagte Glawe.

EU-Umweltpolitik: 67 Prozent der Unionsbürger sagen, EU solle sich stärker für den Umweltschutz engagieren

Eurobarometre: Environment ©AP Images/ European Union-EP

Eurobarometre: Environment ©AP Images/ European Union-EP

Brüssel – Der Umweltschutz ist eines der Themen, das den Europäern besonders am Herzen liegt. Gemäß einer Eurobarometer-Umfrage, die vom EU-Parlament in Auftrag gegeben wurde, würden sich zwei Drittel der EU-Bürger wünschen, dass die EU im Bereich des Umweltschutzes noch stärker tätig wird. Lesen Sie in unserem Artikel, welche Maßnahmen die EU bereits setzt und welche Initiativen geplant sind, um die menschliche Gesundheit zu schützen, die Biodiversität zu erhalten und den Klimawandel zu bekämpfen.

67 Prozent der EU-Bürger vertreten die Ansicht, dass sich die Europäische Union für den Umweltschutz stärker engagieren solle. Mehr als die Hälfte der Unionsbürger (52 Prozent) halten die aktuellen Maßnahmen der EU für unzureichend.

Die EU-Umweltpolitik trägt zu einer umweltfreundlichen Wirtschaft, zum Naturschutz, zum Schutz der Gesundheit und zur Sicherung der Lebensqualität der Bürger bei. Die Europäische Union ist befugt, in allen Bereichen der Umweltpolitik, zum Beispiel Luft- und Wasserverschmutzung, Abfallentsorgung und Bekämpfung des Klimawandels, tätig zu werden.

Der Vorsitzende des Umweltausschusses Giovanni La Via (EVP) aus Italien betont: „Wir teilen die Sorgen der Bürger, die in der Eurobarometer-Umfrage zum Ausdruck kommen und sind aus diesem Grund sehr engagiert, an neuen politischen Maßnahmen und Vorschlägen zu arbeiten, um den Klimawandel zu bekämpfen und die Umwelt zu schützen. Nach dem historischen Abkommen von Paris haben wir nun zahlreiche ehrgeizige Ziele vor uns.  Die Europäische Union hat das Abkommen entscheidend beeinflusst und entwickelt nun alle Politiken und Maßnahmen, um das Abkommen effizient umzusetzen “

Beispiele der EU-Umweltpolitik

Natura 2000 ist das größte koordinierte Netzwerk von Naturschutzgebieten der Welt. Es umfasst über 18 Prozent des Festlandes der EU und beinahe 6 Prozent der Meeresgebiete.

Die EU setzt das Klimaabkommen von Paris unter anderem durch eine Reform des EU-Emissionshandelssystems (EU-EHS) um. Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 40 Prozent (gegenüber dem Stand von 1990) zu senken. Des Weiteren fördert die EU-Gesetzgebung erneuerbare Energiequellen, um den Klimawandel zu bekämpfen.

Das Parlament und der Ministerrat haben vor Kurzem eine informelle Einigung über die Verringerung der nationalen Emissionen bestimmter Luftschadstoffe (darunter Stickstoffoxide (NOx), Feinstaub und Schwefeldioxid) bis 2030 erzielt. Das Parlament hat einen Untersuchungsausschuss zum Skandal um manipulierte Abgastests in der Automobilindustrie eingesetzt.

Während der Plenartagung im Juli haben die EU-Abgeordneten den Standpunkt des Parlaments bezüglich geplanter neuer und verbindlicher Regeln zur Energieeffizienzkennzeichnung von Haushaltsgerätenangenommen.

Eine der Prioritäten der EU-Umweltpolitik ist auch die Erreichung einer Kreislaufwirtschaft, die mit Hilfe innovativer Produktgestaltung und Wiederverwendung Ressourcen bewahren soll. Die EU-Abgeordneten arbeiten an Gesetzen für ein verbessertes Abfallmanagement.

Mithilfe der Anti-Plastiktüten-Richtlinie soll der Verbrauch von Plastiktüten drastisch eingedämmt werden.

Umfrageergebnisse in Österreich

56 Prozent der Umfrageteilnehmer in Österreich (im Vergleich zu 67 Prozent in der EU28) würden sich wünschen, dass die EU im Bereich des Umweltschutzes stärker tätig wird. 48 Prozent der Befragten halten die aktuellen Maßnahmen für unzureichend. (Der EU28-Durchschnitt liegt bei 52 Prozent.)

Umfrageergebnisse in Deutschland

64 Prozent der befragten Deutschen sind für ein stärkeres Engagement der EU im Bereich des Umweltschutzes. 50 Prozent der Umfrageteilnehmer bezeichnen die aktuellen Maßnahmen der EU als unzureichend.