AQUA-AGENTEN nun auch am Biosphärenband Schaalsee-Elbe

Die Wittenburger Grundschule „Am Friedensring“ gewinnt den ersten AQUA-AGENTEN Koffer in Mecklenburg-Vorpommern

Wittenburg – Der erste AQUA-AGENTEN-Koffer in Mecklenburg-Vorpommern ging an die Grundschule „Am Friedensring“ aus Wittenburg. Die AQUA-AGENTEN sind eine Initiative der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. „Seit 2010 führen wir die AQUA-AGENTEN gemeinsam mit Kooperationspartnern erfolgreich durch. Jetzt ermöglichen bundesweit zahlreiche Partner weiteren Kindern die Ausbildung zu kleinen Wasserdetektiven. Hier in der Region rund um Schaalsee, Sude und Elbe haben wir kompetente, engagierte Partner für unsere Mission Wasser gefunden“, berichtet Stephan Zirpel, Geschäftsführer der Michael Otto Stiftung.

Initiatoren und Schüler der Grundschule „Am Friedensring“ freuen sich über die neuen AQUA-AGENTEN-Koffer Foto @ Archiv, Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe

Der Wasserbeschaffungsverband Sude-Schaale, der Abwasserzweckverband Sude-Schaale und das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe haben ihre Kompetenzen rund um das Wasser zusammengetan und möchten Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klassen im Rahmen von Bildungsveranstaltungen mit Unterstützung der „AQUA-AGENTEN“ alle Facetten zum Wasser näher bringen.

„Wasser prägt die Landschaft innerhalb der UNESCO-Biosphärenreservate Schaalsee und Flusslandschaft Elbe M-V – gut sichtbar mit dem Schaalsee als tiefstem See Norddeutschlands oder der Elbe, dem viertgrößten Fluss Deutschlands“, berichtet Joachim Duchow, stellvertretender Amtsleiter des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe. „In beiden Regionen können wir nun entlang des sogenannten Biosphärenbandes interessierten Schulen in Anlehnung an die Rahmenlehrpläne abwechslungsreiche AQUA-AGENTEN-Aufträge bieten, welche die Schülerinnen und Schüler zu Wasserexperten in ihrer Region werden lassen.“

„Das Biosphärenreservatsamt kennt sich mit der ökologischen Beschaffenheit des Wassers aus, welches uns die Natur bereitstellt. Für uns ist Wasser das Lebensmittel Nr. 1. Unsere Aufgabe ist es, dies stets köstlich, gesund und kostengünstig zur Verfügung zu stellen.“, erläutert Bruno Hersel. „Deshalb haben das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe und die Zweckverbände Sude-Schaale beschlossen, zum Thema Wasser und den zugehörigen Bildungsangeboten zu kooperieren. Wir leisten im sensiblen Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe einen erheblichen Beitrag zur Erhaltung unserer natürlichen Ressourcen durch eine umweltgerechte Abwasserableitung und -reinigung“, ergänzt Ute Lindenau, Verbandsvorsteherin des Abwasserzweckverbandes Sude-Schaale.

Eine Schülerin der Klasse 3c der Grundschule „Am Friedensring“, hat für ihre Klasse als 4.000 Besucherin im H2Ohr in Wittenburg den ersten AQUA-AGENTEN-Koffer gewonnen. Zufällig sind ihre 21 Mitschülerinnen und Mitschüler auch seit diesem Schuljahr Schildebachpaten. Sie haben mit Unterstützung durch das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe die Patenschaft für die Schilde übernommen und lernen mit „Fritz Fischotter“ den Bach vor ihrer Schule näher kennen. „Dank den AQUA-AGENTEN können wir das Thema Wasser jetzt noch viel intensiver unter die Lupe nehmen“, betont die Klassenlehrerin Frau Machut-Lukas. „Wir haben uns heute mit dem Wasserkreislauf beschäftigt und freuen uns nun auf spannende Aufträge und Exkursionen in der Region mit den Rangern des Biosphärenreservates Schaalsee.“

Nicht möglich geworden wären die Koffer ohne die Unterstützung der WEMAG AG aus Schwerin. Caspar Baumgart, Vorstandsmitglied der WEMAG, liegt das Zukunftsthema Wasser sehr am Herzen. „Wir möchten uns als regional verwurzeltes und nachhaltiges Unternehmen ganzheitlich an der Klimawende beteiligen, nicht nur über den Bereich Energie. Der Blick über den Tellerrand hinaus ist dabei ein zentrales Thema. Ein wichtiger Baustein der Nachhaltigkeit ist die Ökologie, der wir unter anderem mit der Schaffung von Klimawäldern und der bewussten Nutzung des Wassers gerecht werden. Mit den AQUA-AGENTEN-Koffern und den zugehörigen Bildungsangeboten stellen wir gemeinsam die Weichen zu einem bewussteren Umgang mit dem Lebenselixier Wasser und bieten den Grundschülern obendrein interessante Einblicke in die Beschaffenheit des Wassers“, erläutert Baumgart. Die Bereitstellung der AQUA-AGENTEN-Koffer ist ein Projekt, das die WEMAG seit 2016 unterstützt. Die Kooperation zwischen WEMAG und dem Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe besteht seit dem letzten Jahr und soll auch in den nächsten Jahren zahlreiche Projekte für die Region unterstützen und fördern.

Schulen, die sich für den AQUA-AGENTEN-Koffer interessieren, können sich gern an das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe wenden.

1.650 Nutzer pro Tag – großes Interesse am Internetportal gruender-mv.de

Schwerin – Großes Interesse an Unterstützungsmöglichkeiten für Gründer in Mecklenburg-Vorpommern: Das internetbasierte Gründerportal www.gruender-mv.de ist in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 600.000 mal von informationssuchenden Gründern, Start-ups und anderen gründungsinteressierten Menschen aufgerufen worden; das entspricht durchschnittlich rund 1.650 Nutzern pro Tag. „Das Gründerportal ist eine hilfreiche und informative Anlaufstelle für alle, die sich selbstständig machen möchten oder die Vernetzung mit anderen jungen Start-Ups suchen. Wir werden auch weiter Gründungen in den Fokus unserer Aktivitäten rücken. Die Entwicklung innovativer Ideen und Projekte hält unsere Wirtschaft wettbewerbsfähig“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Schwerin. Nach Angaben des Bonner Institutes für Mittelstandsforschung (IfM) gab es in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2015 rund 5.530 Existenzgründer, das waren 240 weniger als im Jahr 2014.

Alle zur Gründung notwendigen Informationen, Kontaktadressen und Fördermöglichkeiten sind komprimiert auf der Internetseite zusammengefasst. Zudem werden Weiterbildungstermine, Hinweise zu aktuellen Wettbewerben für Start-ups und interaktive Online-Hilfen angeboten. Darüber hinaus sind auf dem Portal über 200 bereits umgesetzte Start-up-Ideen aus Mecklenburg-Vorpommern in Interviews und Videos beschrieben. Die Geschäftsideen reichen von Neuentwicklungen im IT-Bereich und Technologieausgründungen aus Forschungseinrichtungen über Dienstleistungen bis hin zum Tourismus, der Nahrungsmittelherstellung sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft. „Gründungswillige müssen viele Entscheidungen treffen – von der Finanzierung über Versicherungen bis hin zu Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Das Internetportal gibt Antworten und benennt Ansprechpartner. Und vor allem werden Beispiele anderer Neu-Unternehmer beschrieben. Das macht Mut, den Schritt zur Gründung oder Übernahme eines Unternehmens zu wagen“, betonte Glawe. Das Portal ist nicht nur über den klassischen PC oder das Laptop, sondern ebenso gut über mobile Endgeräte nutzbar.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt mit unterschiedlichen Instrumenten Existenzgründungen in Mecklenburg-Vorpommern. So können Gründer mit innovativen, technologieorientierten Geschäftsideen ein Gründerstipendium von bis zu 18 Monaten aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) als Unterstützung zum Lebensunterhalt erhalten.

Über die ebenfalls aus ESF-Mitteln finanzierte Richtlinie zur Förderung von Entrepreneurship werden Projekte gefördert, die insbesondere Studentinnen und Studenten für Unternehmertum begeistern sollen, wie etwa durch den landesweiten Ideenwettbewerb „inspired“ an den Hochschulen des Landes. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative Technologien und Ideen an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu identifizieren und nicht nur mit finanziellen Mitteln zu unterstützen, sondern auch mit wertvollen Kontakten, intensivem Coaching und wichtigen Erfahrungswerten. In der Kategorie Forschende gewannen 2016 beispielsweise die Gründer des Projektes „SoTaMed“ von der Universität Greifswald, die den Anbau von Sonnentau möglich machen.

Potentielle Gründer werden in weiteren Projekten im Rahmen der Richtlinie über die Möglichkeiten und Chancen einer Gründung informiert, beraten, qualifiziert und bei einer tatsächlichen Gründung betreut. Die Unterstützung erfolgt unter anderem an den Hochschulen durch das Projekt „Spin Off“ des Forschungsverbundes Mecklenburg-Vorpommern e.V. und an den Technologiezentren durch das Projekt „Techno Start Up“ von der ATI Westmecklenburg GmbH.

Zudem hat das Wirtschaftsministerium zwei Beteiligungsfonds mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) aufgelegt, um die Startbedingungen für junge innovative Unternehmen zu verbessern. Im Risikokapitalfonds „Venture Capital Fonds Mecklenburg-Vorpommern“ (VCFMV) stehen zehn Millionen Euro für aktive Beteiligungen an jungen Technologieunternehmen zur Verfügung. Darüber hinaus können durch das Beteiligungsprogramm „InnoStart“ der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft forschungs- und entwicklungsbasierte Innovationen begleitet werden.

Auch für nicht technologieorientierte Gründer gibt es Unterstützungsmöglichkeiten durch das Land, beispielsweise über Bildungsschecks oder ein Mikrodarlehen.

Das Portal gruender-mv.de wird seit 2015 noch bis 2018 im Rahmen der Richtlinie „Förderung von Entrepreneurship“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Höhe von rund 500.000 Euro unterstützt. Projektträger ist der Allgemeine Unternehmensverband Neubrandenburg.

Fachkräfte gemeinsam sichern – Brodkorb bietet Steuerberatern Kooperation an

Schwerin – Steuerberaterkammer und Steuerberaterverband kamen heute zu ihrem Antrittsbesuch zu Finanzminister Mathias Brodkorb. Neben dem Wunsch nach maßvollem Gesetzesvollzug gab es Vereinbarungen zur Unterstützung bei der Gewinnung von Fachkräften im Steuerbereich.

Derzeit arbeiten etwa 3.800 Personen in den Steuerberatungskanzleien unseres Landes – fast 500 von ihnen befinden sich derzeit in der Ausbildung. Daher ist Fachkräftesicherung auch für die steuerberatenden Berufe eine der großen Herausforderungen der Zukunft, das stellten Dr. Holger Stein, Präsident der Steuerberaterkammer M-V, und Torsten Lüth, Vorsitzender des Steuerberaterverbandes M-V, in ihrem Gespräch mit Finanzminister Mathias Brodkorb dar.

„Wir wollen Landeskinder bei uns im Land halten“, so Brodkorb. „Dafür brauchen wir so interessante Ausbildungen wie die für Steuerfachangestellte. Viele unserer Bewerberinnen und Bewerber für die Finanzämter dürften sich auch für eine solche Ausbildung interessieren. Als Land können wir aber nicht allen Interessenten auch einen Ausbildungsplatz bieten. Diese Synergien wollen wir künftig mehr nutzen.“

In dem Gespräch zwischen Brodkorb und den Vertretern des Berufsstandes ging es zudem um den digitalen Wandel im Zuge neuer Steuergesetze. Das verändere die Arbeitsabläufe auch in den Kanzleien erheblich, so Holger Stein. „Gesetze sollten mit Augenmaß umgesetzt werden. Bei der Zusammenarbeit mit dem Ministerium sollte daher die Stimme der Steuerberater weiterhin Gehör finden.“

Schornsteinfeger überbrachten Neujahrsgrüße

Schwerin – „Viel Glück zum neuen Jahr“. Schornsteinfeger aus Mecklenburg-Vorpommern überbrachten am Montag ihre Neujahrsgrüße im Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern. „Ein Schornsteinfeger ist heute auf vielen Feldern aktiv. Die Aufgabenpalette ist groß. Der Schornsteinfeger vereint das traditionelle Handwerk mit den modernen und verwaltungshoheitlichen Aufgaben. Vom klassischen Kaminkehrer hat sich das Berufsfeld ergänzend zum Dienstleister für Sicherheits-, Umwelt- und Energiefragen entwickelt. Ein Schornsteinfeger kümmert sich um Brandschutz und berät zusätzlich zu den Themen Emissionsschutz und Energieeinsparung“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe, der die Neujahrsgrüße der Schornsteinfeger in Empfang nahm.

Fast 85 Prozent der Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger sind Mitglied der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern. „Besonders der hohe Organisationsgrad ist auch ursächlich dafür, dass das Schornsteinfegerhandwerk in unserem Land – trotz der großen Veränderungen in den vergangenen Jahren, wie beispielsweise der Liberalisierung des gesamten Schornsteinfegerwesens, sehr gut aufgestellt ist. Durch die bisherige wie auch zukünftige kontinuierliche Ausbildung von jungen Gesellen ist dieser Handwerkszweig damit auch weiterhin ein Garant für die hohe Qualität im Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Glawe abschließend. Im Land sind 168 Kehrbezirke ausgewiesen, die von den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern betreut werden. Davon sind 142 in der Innung organisiert. 32 Lehrlinge sind gegenwärtig in Ausbildung.

Landesrahmenvereinbarung Prävention und Gesundheitsvorsorge unterzeichnet

Schwerin – Am Montag ist mit den in Mecklenburg-Vorpommern aktiven Krankenkassen und Sozialversicherungsträgern zum ersten Mal eine Landesrahmenvereinbarung zur Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie in Schwerin abgeschlossen worden. „Prävention und Gesundheitsförderung sind in allen Phasen des Lebens wichtig. Wir wollen gemeinsam eine optimale gesundheitliche Vorsorge der Menschen ermöglichen können. Das gelingt nur, wenn Krankenkassen, Sozialversicherungsträger, die Bundesagentur für Arbeit sowie Kommunen und Land intensiv kooperieren. Mit der Rahmenvereinbarung haben wir den Grundstein für eine neue Form der verbindlicheren Zusammenarbeit gelegt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag. Der Gesundheitsminister dankte allen Beteiligten für die gemeinsame und konstruktive Erarbeitung der Landesrahmenvereinbarung. Mit der Landesrahmenvereinbarung zum Präventionsgesetz des Bundes (siehe Hintergrundinformationen auf Seite 3) werden die Aktivitäten der Beteiligten in Mecklenburg-Vorpommern auf die in den Bundesrahmenempfehlungen festgelegten Ziele und Handlungsfelder entsprechend ihres jeweiligen gesetzlichen Auftrages ausgerichtet.

Die Lebenserwartung von Männern liegt in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bei 76,5 Jahren, bei Frauen bei rund 82,9 Jahren. „Wir wollen alle gesund leben, arbeiten und alt werden. Die Basis für ein gesundes Leben wird bereits in den ersten Lebensjahren gelegt. Die Gestaltung eines gesunden Lebens- und Arbeitsumfeldes trägt wesentlich zum Erreichen eines hohen Lebensalters bei“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Glawe weiter.

Ab dem Jahr 2016 sind bezogen auf die Mitgliedszahlen der gesetzlich Versicherten von den Krankenkassen Mittel in Höhe von 5,8 Millionen Euro jährlich für Mecklenburg-Vorpommern zu erwarten. Rund 1,66 Millionen Euro sollen jeweils in Lebenswelten und für das Arbeitsleben ausgegeben werden. Dem gegenüber steuert das Gesundheitsministerium M-V auf freiwilliger Basis insbesondere bei schwierigen Handlungsfeldern wie Sucht und Erwerbslosigkeit Landesmittel in Höhe rund 2,7 Millionen Euro jährlich bei. „Diese werden für die unterschiedlichsten Themen wie Suchtberatung- und -prävention, sexuelle Gesundheit sowie Gesundheitsförderung und Prävention eingesetzt“, sagte Glawe.

Um Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern, im Besonderen klein- und mittelständischen Unternehmen, den Zugang zu Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung zu erleichtern, richten die Krankenkassen in Mecklenburg-Vorpommern eine gemeinsame Koordinierungsstelle ein. „Prävention bietet die Chance, aktiv den Herausforderungen des demografischen Wandels und den damit einhergehenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zu begegnen. Betriebliche Gesundheitsförderung ist zwar vielerorts ein Thema, wird aber noch zu wenig praktisch umgesetzt. Es geht darum, Betriebe für eine eigenständige betriebliche Gesundheitsförderung zu gewinnen. Das ist aufgrund der kleinteiligen Struktur in Betrieben eine Herausforderung“, so Glawe.

Bezüglich der Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote für erwerbslose Menschen wurde in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit eine gesonderte Regelung getroffen, um Maßnahmen der Arbeitsmarktintegration mit Präventionsleistungen möglichst zu verzahnen. Ferner ist aufgrund seiner Bedeutung und seiner gesetzlichen Aufgaben der öffentliche Gesundheitsdienst bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen, Projekten und Interventionen auf regionaler und kommunaler Ebene regelhaft zu beteiligen. „Das haben wir mit den kommunalen Spitzenverbänden im Land und den Gesundheitsamtsleitungen abgestimmt“, so Glawe weiter.

Schuljahr 2015/1016: Anteil der Schulschwänzer liegt bei 1,5 Prozent

Ministerin Hesse: Mit dem 7-Punkte-Programm Zahl der Schulschwänzer verringern

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern haben im Schuljahr 2015/2016 insgesamt 1.972 Schülerinnen und Schüler an öffentlichen allgemein bildenden Schulen mehr als fünf Tage unentschuldigt gefehlt. Bei 125.330 Schülerinnen und Schülern an öffentlichen allgemein bildenden Schulen entspricht dies einem Anteil von lediglich 1,5 Prozent. Im Schuljahr 2014/2015 waren es mit insgesamt 1.361 Schülerinnen und Schülern 1,1 Prozent. Ab sechs unentschuldigten Fehltagen sprechen Pädagoginnen und Pädagogen von schulaversivem Verhalten.

„Die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit mehr als fünf Fehltagen ist leicht gestiegen“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Wir müssen diese Entwicklung genau beobachten. Doch gibt es momentan keinen Grund zur Beunruhigung. Der Anstieg kann möglicherweise auf statistische Effekte zurückzuführen sein, weil unsere Lehrerinnen und Lehrer sensibler mit unentschuldigtem Fehlen umgehen und dies in den Klassenbüchern auch vermerken. Genau darum geht es uns im Umgang mit Schulaversion“, so Hesse. Mit einem 7‑Punkte-Programm wolle das Land die Zahl der Schulschwänzer verringern.

Das 7-Punkte-Programm sieht insbesondere pädagogische Maßnahmen vor, mit denen Lehrerinnen und Lehrer angemessen auf das Fehlverhalten der Schülerinnen und Schüler reagieren können. Dazu erhalten die Lehrkräfte entsprechende Fortbildungen. Darüber hinaus ist die Dokumentation von unentschuldigten Fehltagen weiter verbessert worden. Die Zusammenarbeit von Schule und zuständigen Jugendämtern spätestens vom sechsten Tag des unentschuldigten Fehlens an ist im Bedarfsfall intensiviert worden.

Integrationsbeauftragte Kaselitz besucht vietnamesisches Neujahrsfest

Rostock – Die Integrationsbeauftragte des Landes Mecklenburg Vorpommern, Dagmar Kaselitz, nahm am vietnamesischen Neujahrsfest teil. „Bereits im vergangenen Jahr war ich im Rostocker Moya beim Têt-Fest zu Gast. Es ist wie ein großes Familienfest. Die gesamte vietnamesische Community aus MV trifft sich hier und auch ich habe schon das ein oder andere bekannte Gesicht aus dem Vorjahr wiedergesehen.“

Das Fest des ersten Morgens, kurz Têt-Fest, ist der wichtigste vietnamesische Feiertag. Organisiert wird es vom Verein Diên Hông.

„Besonders gut gefällt mir, dass die besten Schüler aus der Gemeinschaft hier öffentlich ausgezeichnet werden. Bildung genießt in der Community einen hohen Stellenwert. Damit öffnen sich der inzwischen dritten Generation alle Möglichkeiten für ein erfolgreiches und gesellschaftlich anerkanntes Leben.“

„Kennengelernt habe ich auch den Brauch, allen Kindern zum Neujahrsfest einen roten Umschlag mit Geld zu überreichen. Auch wenn Deutschland den Menschen längst eine Heimat geworden ist finde ich es wichtig, Traditionen und damit auch eine eigene kulturelle Identität zu bewahren. Von dieser Vielfalt profitieren am Ende alle.“

Vor über 30 Jahren kamen die ersten Menschen aus Vietnam als Vertragsarbeiter nach Rostock. Viele von ihnen arbeiteten im Rostocker Überseehafen.

Der Verein Diên Hông hat sich als Ziel gesetzt, ein besseres Zusammenleben und Chancengleichheit zwischen Rostockern und Zuwanderern zu erreichen.

Wer ist zuständig? – Informationen über Umgang mit Sturmflutschäden

Schwerin – Auf Initiative des Landwirtschaftsministeriums M-V wurde gemeinsam mit dem Innen-, Finanz- und Wirtschaftsministerium des Landes über die Beseitigung der Sturmflutschäden infolge des Sturmflutereignisses vom 4./5. Januar beraten. Das Landwirtschaftsministerium übernimmt die Koordinierung dieser Aufgabe federführend. Die Ressorts unterstützen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten unbürokratisch.

Gefördert werden die Beseitigung von Schäden an öffentlichen Hochwasserschutzanlagen, an öffentlichen Bauwerken sowie an Stränden und kommunalem Eigentum. Schäden die Privatpersonen, Vereinen usw. entstanden sind, können nicht gefördert werden. Um die Beseitigung der Schäden an öffentlichen Hochwasserschutzanlagen kümmert sich das Landwirtschaftsministerium. Für die touristische Infrastruktur ist das Wirtschaftsministerium zuständig. Schäden an kommunalem Eigentum werden über das Innenministerium abgewickelt. Anträge auf Schadensbeseitigung sind an das jeweils verantwortliche Ministerium zu richten.

„Ich danke meinen Ministerkollegen ausdrücklich für die über Ressortgrenzen hinweg sehr gute Zusammenarbeit. Jetzt kommt es darauf an, dass Abläufe funktionieren und für die Kommunen transparent gemacht werden. Das Geld muss nun rasch dahin kommen, wo es gebraucht wird. Wir müssen darauf achten, dass wir die Finanzhilfen gezielt und effizient einsetzen. Es muss sich um nachhaltige Maßnahmen handeln, die mit Blick auf den Küstenrückgang nicht mittelfristig zu neuen Problemen führen“, betonte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

„Dort, wo in betroffenen Gebieten dringende Beräumungsarbeiten zur Wahrung der Verkehrssicherheit erfolgen müssen und die kommunalen Infrastrukturen wiederherzustellen sind, werden wir die Kommunen finanziell unterstützen. Gleichzeitig werden wir, ähnlich wie beim Kofinanzierungsfonds, den Kommunen helfen, die für Förderungen aus anderen Fonds einen Eigenanteil aufbringen müssen. Schließlich ist der selbst gesetzte Zeitrahmen für die Aufbaumaßnahmen ambitioniert und wir wollen alle, dass unsere Badeorte an der Küste gut in die Saison starten können“, sagte Innen- und Kommunalminister Lorenz Caffier.

„Vielerorts wurde durch den Sturm die touristische Infrastruktur beschädigt. Die Wiederherstellung wollen wir unterstützen. Wir müssen gemeinsam dafür Sorge tragen, die Schäden bestmöglich und schnell zu beseitigen. Am Ende profitieren Gäste und Einheimische von nachhaltiger touristischer Infrastruktur. Die Zeit drückt, bis zum Saisonstart sind es nur noch wenige Wochen“, so Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe.

Eine Detailbeschreibung zu den drei Schadenskategorien, den Voraussetzungen für eine finanzielle Unterstützung und das zuständige Ministerium können der Folgeseite entnommen werden.

Die in Folge der Sturmflut eingetretenen Schäden können wie folgt kategorisiert werden:

I. Schäden an öffentlichen Hochwasserschutzanlagen

  • Schäden an den Küstenschutzanlagen des Landes: lokale Schäden an Deichen, Dünen und Anlagen, Sandabtragungen aus den Sturmflutschutzdünen, Stränden und Vorstränden.

Für die Behebung dieser Schäden ist das Land aufgrund seiner Küstenschutzverpflichtung direkt zuständig. Die Schadenbehebung erfolgt durch die Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt. Anträge der Kommunen bedarf es nicht.

  • Schäden an Hochwasserschutzanlagen in der Unterhaltungszuständigkeit von Wasser- und Bodenverbänden: In diesem Fall sind Anträge an das Landwirtschaftsministerium zu richten. Nicht gefördert werden können Maßnahmen, die aufgrund unterlassener oder unzureichender Unterhaltung entstanden sind.

II. Schäden an kommunalen Eigentum bzw. kommunalen Nutzungen

  • Aufräumarbeiten zur Wiederherstellung der Nutzbarkeit der Strände, insbesondere zur Wahrnehmung der Verkehrssicherungspflicht. Schadensbeseitigung an kommunalem Eigentum. In diesem Fall, sowie in Fällen der anteiligen Förderung des kommunalen Eigenanteils , sind Anträge an das Innenministerium zu richten.
  • Beräumung und Wiederaufbau zerstörter touristischer Infrastruktur (z.B. Steiluferabgänge, Seebrücken, Promenanden, Gehwege usw.) In diesem Fall sind Anträge an das Wirtschaftsministerium zu stellen.

III. Schäden an privatem Eigentum

Schäden die Privatpersonen, Vereinen usw. entstanden sind, werden nicht gefördert.

Deutscher Preis für Denkmalschutz 2017 ausgeschrieben

Ministerin Hesse: Vorschläge für Preisträger aus unserem Land machen

Schwerin – Kulturministerin Birgit Hesse ruft dazu auf, Vorschläge für den „Deutschen Preis für Denkmalschutz“ einzureichen. Die Auszeichnung des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz wird jährlich vergeben und ist die höchste ihrer Art in Deutschland. Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz ist an die einzelnen Länder herangetreten mit der Bitte, die diesjährige Ausschreibung bekannt zu machen. Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger müssen bis Freitag, 31. März 2017, eingereicht werden.

„Viele Gutshäuser, Wohngebäude und Kirchen bei uns im Land stehen unter Denkmalschutz. Das archäologische Erbe in Mecklenburg-Vorpommern ist reichhaltig“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn aus unserem Land Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger gemacht werden. Die Auszeichnung wird an Persönlichkeiten oder Personengruppen vergeben, die sich in beispielhafter Weise für den Erhalt des baulichen und archäologischen Erbes eingesetzt haben“, erläuterte Hesse.

Der „Deutsche Preis für Denkmalschutz“ gilt ferner für Vertreterinnen und Vertreter von Presse, Radio und Fernsehen, die sich in ihren Veröffentlichungen in herausragender Weise dem Denkmalschutz gewidmet haben. Leistungen, die mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz ausgezeichnet werden, sollen in der Regel langfristig angelegt sein und in ihrer Bedeutung weit über sonst übliches Bürgerengagement bzw. die berufliche Tätigkeit hinausgehen. Eine Jury schlägt dem Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz mögliche Preisträgerinnen und Preisträger zur Auszeichnung vor.

Erfolg für Campingplätze aus Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Erfolg für zwei Campingplätze aus Mecklenburg-Vorpommern: Der Automobilclub ADAC hat den „Campingpark Kühlungsborn“ und den „Camping- und Ferienpark Havelberge“ in Groß Quassow mit dem Spitzenprädikat ADAC-Superplatz 2017 ausgezeichnet. „Bundesweit schaffen es nur wenige Campingplätze die hohe Auszeichnung zu bekommen. Das ist auch ein Beleg für den hohen Standard und die hervorragende Qualität der Plätze“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag. Bundesweit haben in diesem Jahr lediglich 17 Plätze diese Auszeichnung erreicht.

Tourismusminister Harry Glawe sieht die Entwicklung im Tourismus in den vergangenen Jahren in Mecklenburg-Vorpommern sehr positiv. „Der Campingbereich hat seinen festen Platz bei uns im Tourismus längst gefunden. Trotz des wettertechnisch eher durchwachsenen Sommers geht die Tendenz stetig nach oben. Übernachtungen und Gästeankünfte liegen von Januar bis Oktober des vergangenen Jahres schon deutlich über dem gesamten Jahr 2015“, betonte Tourismusminister Glawe weiter. Der Campingbereich konnte nach Angaben des Statistischen Amtes von Januar bis Oktober rund 1,03 Millionen Ankünfte (+4,8 Prozent) und 4,92 Millionen Übernachtungen (+7,4 Prozent) zählen. Im Gesamtjahr 2015 (Januar bis Dezember) wurden 4,6 Millionen Übernachtungen bei 995.000 Ankünften erzielt.

„An vielen Orten im Land sind in den vergangenen Jahren sehr gut ausgebaute Campingplätze entstanden. Da ist alles dabei, was das Camperherz begehrt. Animationsangebote, Indoor- und Outdoor-Spielbereiche, Wellness- und Gesundheitsangebote, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants sind mittlerweile bei größeren Anlagen Standard-Ausstattung. Die Naturnähe, die moderne Infrastruktur und das Umsetzen von aktuellen Trends kommen bei den Gästen an“, sagte Tourismusminister Glawe weiter. „Glamping“ ist eine Mischung aus Camping und Glamour.

Dabei wird der Komfort eines Hotels mit der natürlichen Umgebung sowie der Unkompliziertheit auf einem Campingplatz kombiniert. Das spricht Gäste an, die im Urlaub gerne in der Natur sind, viel Freiraum, aber auch Luxus und Stil genießen möchten. Derzeit werden in Mecklenburg-Vorpommern 206 Campingplätze mit rund 102.000 Schlafgelegenheiten betrieben. Der Campingsektor hat entsprechend des Konzeptes „Entwicklungschancen des Campingtourismus in Mecklenburg-Vorpommern“ rund 212 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet.

Die Klassifizierung definiert eine Spitzengruppe europäischer Campingplätze. Diese haben in der Gesamtbewertung in allen beurteilten Bereichen 5 Sterne bekommen. Bewertet werden insbesondere die Sanitärausstattung, Standplatzgestaltung, Versorgungsangebote sowie die Freizeiteinrichtungen, deren Gestaltung und Animationsprogramme. In allen Kriterien musste der ausgezeichnete Platz mindestens vier von fünf möglichen Sternen erreichen.

Störtebeker Braumanufaktur erweitert in Stralsund

Stralsund – Die Störtebeker Braumanufaktur GmbH baut ihren Standort in Stralsund deutlich aus. „Das Unternehmen punktet mit innovativen Produkten im deutschen Biermarkt. Es hat sich mit charakterstarken Brauspezialitäten weit über die Landesgrenzen einen Namen gemacht. Mit dem aktuellen Erweiterungsvorhaben werden über 20 neue Jobs am Standort in Stralsund geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag. Insgesamt arbeiten 116 Mitarbeiter in der Hansestadt.

Darüber hinaus finden die Störtebeker Biere auch in der neu eröffneten Elbphilharmonie in Hamburg einen neuen Absatzmarkt. Die Störtebeker Elbphilharmonie Hamburg GmbH, ein Joint-Venture aus der Störtebeker Braumanufaktur und der east group, ist seit November 2016 offizieller Betreiber der Gastronomie und sorgt für das leibliche Wohl der Besucher. „Das wird die Marke ´Störtebeker´ überregional und international noch bekannter machen“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter. In den vergangenen Jahren konnte die Braumanufaktur ihren Absatz kontinuierlich steigern: Wurden 2015 noch 140.000 Hektoliter produziert, konnten 2016 bereits über 180.000 Hektoliter Störtebeker Brauspezialitäten verkauft werden.

Im Rahmen des Vorhabens wird auf einer Fläche von ca. 25.000 Quadratmeter eine neue Abfüll-, Verpackungs- und Logistikhalle auf mehreren Etagen errichtet. Die Abfüll- und Verpackungsanlage wird in diesem Zusammenhang ebenso technisch ausgebaut und erweitert.

Im Bereich der Herstellung wird das Sudhaus der Brauerei erweitert. Nicht nur die stetig wachsende Nachfrage hat das geplante Vorhaben notwendig gemacht. 17 verschiedene Brauspezialitäten, dazu wechselnde saisonale Kreationen, umfasst das derzeitige Sortiment. Die kommenden Investitionen im Bereich der Herstellung dienen vorrangig der Qualitätssicherung und dem Ausbau der Sortimentsvielfalt. „So können wir auch zukünftig den individuellen Charakter der Biere gewährleisten“, sagt Jürgen Nordmann, Geschäftsführer der Störtebeker Braumanufaktur.

Das Land hat eine Förderung für das Vorhaben in Höhe von rund acht Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zugesichert.

Backhaus: Stärkung der ländlichen Räume bedeutet Mut zur Analyse

Güstrow – Auf der 14. Agrarpoltischen Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Güstrow bekannte sich Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt M-V klar zu den ländlichen Räumen: „2017 wird in Deutschland das Jahr der vielen Wahlen. Auch wenn die rein landwirtschaftlichen Themen sicher nicht im Fokus der politischen Debatten stehen werden, die Herausforderungen in den ländlichen Räumen sind es allemal.“

„Gute Arbeit, Lebenschancen und Lebensqualität, Ressourcenschutz, Mobilität und Digitalisierung sind Themen, die uns alle gemeinsam umtreiben sollten. Im der Koalitionsvereinbarung haben wir den Anspruch der Politik an die ländliche Entwicklung deshalb größer gefasst als bisher“, sagte er weiter. Für ihn sind die ländlichen Räume Heimat und Nachbarschaft, Zusammenhalt und Gemeinschaft, Engagement und Freiwilligkeit.

„Aber diese Stärken zu stärken und in einen positiven Trend zu verwandeln, bedeutet vor allem auch Mut zu ehrlicher Analyse“, räumte der Minister ein. Oft liegen Schrumpfung und Zukunftsfähigkeit in direkter Nachbarschaft. Mit dem „Forum ländliche Entwicklung und Demografie“ ist auf seine Initiative hin bereits im Dezember der Startschuss für ein Netzwerk gegeben worden, das den direkten Draht nach Schwerin hat, eine Anlaufstelle für die Ideen und Akteure vor Ort bietet und auf die bisherigen Erfolge aufbaut.

Die Agrar- und Umweltpolitik ist für Backhaus ein integraler Bestandteil der ländlichen Entwicklung. Das gilt insbesondere mit Blick auf die finanziellen Bedingungen. „Wir müssen uns weiter dafür einsetzen, dass die auskömmlichen Mittel, die wir bis 2020 aus Brüssel und Berlin erhalten, auch darüber hinaus fließen. Eine gut ausgestattete Agrarpolitik muss eine tragende Säule des europäischen Projektes bleiben. Wir treten jeglichen Renationalisierungsideen entschieden entgegen.“

In Mecklenburg-Vorpommern wurden mit Hilfe europäischer Finanzmittel von 2000 bis 2014 84 Schulen saniert oder gebaut, 171 Kitas im ländlichen Raum und 602 Dorfgemeinschaftseinrichtungen investiv gefördert. Seit der Wende sind über 3,2 Milliarden Euro in die Erneuerung der Dörfer geflossen.

Aktuelle Wetterlage

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern kann es infolge der aktuellen Wetterlage zu Einschränkungen bei der Schülerbeförderung kommen.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur weist für die gesamte Winterzeit auf folgende Regelungen hin:

  • Kinder und Jugendliche, die ihre Schule wegen widriger Witterungsverhältnisse nicht erreichen können, sind grundsätzlich entschuldigt.
  • Bei schwierigen Witterungssituationen in den verschiedenen Regionen entscheiden letztendlich die Eltern, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder nicht.
  • Die Schulen sind grundsätzlich geöffnet. Der Unterricht findet statt.

Weitere Informationen können bei den Schulen oder bei den Landkreisen bzw. den kreisfreien Städten eingeholt werden. Darüber hinaus informieren die Landkreise über Einschränkungen im Schülerverkehr.

Sturmtief „Egon“ bringt Winter zurück

Schneelasten und umstürzende Bäume verursachen Schäden an Freileitungen

Schwerin – Durch Sturmtief „Egon“ ist der Winter zurückgekehrt. Starker Schneefall verursacht Störungen in der Mittel- und Niederspannungsebene (20 kV/0,4 kV). Aktuell sind bis zu 5.000 Kunden in der Netzregion um Perleberg, Neuhaus und Brüel nicht mit Strom versorgt. Die überwiegende Zahl der Kunden konnte zeitnah wieder versorgt werden. In den Bereichen Krakow am See, Wittenberge, Perleberg, Neuhaus, Brüel und weiteren Regionen dauern die Arbeiten zur Wiederversorgung noch an.

Der größte Teil der Störungen wird durch nassen Schnee auf Bäumen und Ästen verursacht, die sich unter der Last neigen. Die Reparaturarbeiten gestalten sich zum Teil schwierig. Unsere Spezialisten in den Netzdienststellen sind zusammen mit den Fachfirmen in der Region zur Beseitigung der Schäden im Einsatz.

Im Laufe des Tages kann es durch den anhaltenden Schneefall zu weiteren Störungen kommen. Laufende Reparaturarbeiten und notwendige Umschaltungen können immer wieder zu Unterbrechungen der Stromversorgung führen.

Energiegeladene Witze verkürzen Wartezeit

Güstrow/Schwerin – Woche für Woche zeichnet der Cartoonist Mario Lars für die WEMAG. Immer neu und immer unter Strom. Die 90 besten Zeichnungen sind im Buch „Unter Strom“ versammelt. Cartoons von schlechten Elektrikern und brandneuen Windrädern, von langen Leitungen und unterirdischen Kabeln. Kurz: Cartoons voller Energie.

Insgesamt 19 Bilder aus dem vor wenigen Monaten erschienenen Buch sind jetzt in Güstrow zu sehen. Am 11. Januar wurde in Anwesenheit der Leitenden Verwaltungsbeamtin Sabine Schwarz im Amt Güstrow-Land die Ausstellung „Unter Strom“ eröffnet. In den nächsten Monaten zieren die großformatigen Drucke den Veranstaltungsraum im Erdgeschoss des Gebäudes. „Der Cartoonist Mario Lars macht diese, unsere 56. Ausstellung seit 1999, zu etwas Besonderem. Mithilfe der Cartoons blickt der Betrachter schmunzelnd auf das Thema Strom und erneuerbare Energien“, sagte Sabine Schwarz.

Amtsvorsteher Hans-Uwe Tessenow, die Leitende Verwaltungsbeamtin Sabine Schwarz und WEMAG-Kommunalbetreuer Bernd Halfkath (v.l.) haben im Amt Güstrow-Land die Cartoon-Ausstellung „Unter Strom“ eröffnet. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

„Wir freuen uns sehr, dass in Güstrow nun schon die fünfte Ausstellung dieser Art eröffnet werden konnte. Damit fördern wir nicht nur einen regionalen Künstler, sondern wollen auch den Kunden in unserer Heimat die Wartezeit mit Humor etwas verkürzen“, erklärte WEMAG-Kommunalbetreuer Bernd Halfkath am Rande der Ausstellungseröffnung.

Der Region verbunden ist auch der Cartoonist und Karikaturist Mario Lars. In Mecklenburg geboren und aufgewachsen, lebt und arbeitet er heute auf dem Schulzenhof in Gneven bei Schwerin. Von der WEMAG mit Strom versorgt, zeichnet er für sie seit über drei Jahren Cartoons voller Energie. Bei der Vergabe des Deutschen Cartoonpreises 2016 auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse erhielt Mario Lars den 3. Preis.

„Wir wollen weiterhin auch anderen Ämtern anbieten, die Ausstellung kostenfrei in den eigenen Räumen zu präsentieren. Bei Interesse können die Cartoons sogar dauerhaft deren Wände schmücken“, so Halfkath weiter. Weitere Informationen zum Buch sind im Internet unter www.wemag.com/cartoon abrufbar.