Lieferantentag in Rostock

Rostock – In Rostock hat am Mittwoch der diesjährige Lieferantentag stattgefunden. Mit 162 Ausstellern in der Stadthalle ist ein neuer Ausstellerrekord erzielt worden. „Das ist ein enormer Wachstumsschub und spricht für das wachsende Interesse der teilnehmenden Unternehmen. Neben den dänischen Ausstellern sind erstmals auch schwedische Unternehmen, die auf dem Lieferantentag ausstellen. Die Richtung stimmt, die Messe wird internationaler. Das erhöht die Chancen. Der Lieferantentag hat sich in Mecklenburg-Vorpommern zu einer festen Größe im Wirtschaftsleben entwickelt. Ziel ist es, dass sich möglichst kurze Kommunikations- und Logistikwege zwischen Anbietern und Einkäufern ergeben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit zur Eröffnung in der Stadthalle. Auf dem 1. Lieferantentag im Jahre 2002 waren 28 Aussteller vertreten, im vergangenen Jahr waren 154 Aussteller vor Ort.

„Die Unternehmen haben die Möglichkeit, sich mit ihrer ganzen Produktbreite potentiellen Kunden direkt zu präsentieren“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter. Die fünf schwedischen Aussteller kommen aus dem Großraum Malmö. Zum zweiten Mal nimmt die dänische Wirtschaftsfördergesellschaft „Business Lolland-Falster“, die ca. 300 dänische Unternehmen vertritt, am Lieferantentag teil. Weitere 12 dänische Unternehmen stellen sich darüber hinaus auf dem 16. Lieferantentag vor. „Entscheidend ist heute für Unternehmen die Lieferung bis zum Arbeitsplatz. Weltweiter Service ist gefragt. Flexibilität wird ebenso erwartet wie das Eingehen auf Kundenwünsche. Der Schritt des Lieferantentages in Richtung Internationalisierung ist deshalb nur folgerichtig“, so Wirtschaftsminister Glawe.

Bei den ausstellenden Unternehmen des Lieferantentages handelt es sich um kleine und mittlere Unternehmen, die aus dem verarbeitenden Gewerbe (Maschinen und Metallbau), aus dem industriellen Dienstleistungsbereich, Großhandel sowie Logistik, Elektro und Energie kommen. Ein Großteil der Unternehmen sind ausstellende Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern. Überregional kommen die Firmen aus Bayern, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, dem Saarland und Schleswig-Holstein.

Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik, Region M-V, hat den 16. Lieferantentag in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer zu Rostock und der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern organisiert. Wirtschaftsminister Glawe dankte den Organisatoren für das langjährige Engagement, Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern zusammenzuführen.

Ehrungen der Unternehmen vor Ort

Wirtschaftsminister Glawe hat gemeinsam mit den Organisatoren die Ehrungen der Unternehmen vorgenommen.

Für eine fünfmalige Teilnahme am Lieferantentag werden mit einer Traditionsmutter folgende vier Unternehmen geehrt:

Adecco Personaldienstleistungen GmbH, NL Rostock
GLS General Logistics Systems Germany GmbH & Co OHG, Großbeeren
Kock GmbH Sägewerkstechnik, Moorege
Schweitzer Fachinformationsdienst, Berlin

Folgende sechs Unternehmen werden für eine 10-malige Teilnahme am Lieferantentag mit einem Bolzen ausgezeichnet:

APS Innovative Brennschneidtechnik GmbH, Valluhn
IMAWIS GmbH, Rostock
Hans Sander Spedition und Lagerung GmbH & Co. KG, Rostock
HEPA Wälzlager GmbH & Co. KG, Rostock
Max Schön GmbH, Rostock
Warnow Hydraulik GmbH, Bentwisch

Folgende drei Unternehmen werden für eine 15-malige Teilnahme als besonders treue Aussteller mit einer Unterlegscheibe ausgezeichnet, die in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben wird:

Straschu Rostock Elektro-Vertriebs GmbH, Rostock
ThyssenKrupp Schulte GmbH NL Rostock
Werkzeughandel Weber Wismar GmbH, Wismar

Breitbandausbau: Weiterer Bescheid für ZWAR Rügen

Insel Rügen – Energieminister Christian Pegel übergibt heute einen vorläufigen Förderbescheid an den Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR) über Kofinanzierungsmittel des Landes zum Bundesprogramm Breitbandausbau.

Der ZWAR konnte mit einem Breitbandausbauprojekt erfolgreich am 3. Call des Bundesförderprogrammes teilnehmen.

Die Landesfördermittel in Höhe von rund 2.087.000 Euro werden zur Kofinanzierung von mehr als 7,3 Millionen Euro Bundesfördermitteln eingesetzt. Zusammen mit dem zu leistenden kommunalen Eigenanteil ergibt sich ein Gesamtvolumen von mehr als 10 Millionen Euro.

Vor einer Woche wurden in Berlin die vorläufigen Fördermittelbescheide im Rahmen des 3. Förderdurchlaufs des Breitbandförderprogramms des Bundes übergeben. Aus Mecklenburg-Vorpommern waren 15 Anträge gestellt worden, die alle in der beantragten Förderhöhe berücksichtigt wurden.

Um bis zum Jahr 2018 deutschlandweit eine flächendeckende Breitbandabdeckung mit Datenraten von mindestens 50Mbit/s zu erreichen, stellt der Bund in mehreren Etappen mehr als zwei Milliarden Euro Fördermittel bereit. Die Förderung des Bundes beträgt bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten eines Ausbauprojektes. Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellt zur Verringerung des kommunalen Eigenanteils in Höhe von zehn Prozent ergänzend eine Kofinanzierung des Bundesprogramms zum Breitbandausbau bereit, mit der die Differenz ausgeglichen wird.

Von den 93 Projektgebieten, mit denen das gesamte Land Mecklenburg-Vorpommern flächendeckend für den Breitbandausbau überplant worden war, erhielten in den beiden ersten Förderrunden bereits 77 Projektgebiete den Zuschlag vom Bund. Damit konnten rund 709 Millionen Euro Bundesmittel nach M-V geholt werden. Mit den nun bestätigten 15 Projekten im 3. Call ist der flächendeckende Ausbau im ganzen Land gesichert.

Bereits in den beiden ersten Calls erhielt der ZWAR die Zusagen für drei Projektgebiete in Höhe von insgesamt 6,7 Millionen Euro Landesfördermittel und mehr als 12 Millionen Euro Bundesfördermittel.

Mecklenburg-Vorpommern wird Drehscheibe für Handel der „Neuen Seidenstraße“ im Ostseeraum

Schwerin – Erstklassige Hafeninfrastrukturen, Verfügbarkeit von Lagerflächen, internationale Flughäfen mit 24-Stunden-Betrieb und der einzige Breitspur-Eisenbahnfährhafen Mitteleuropas – Mecklenburg-Vorpommern bietet der globalen Industrie sowie dem Handel zwischen dem asiatisch-pazifischen Raum und dem europäischen Ostseeraum ein optimal aufgestelltes Verteilzentrum. In Zukunft sollen Ladungsverkehre, die über den Landweg aus China, Russland oder Kasachstan kommen, in Mecklenburg-Vorpommern gebündelt und dann nach Nord- und Osteuropa weitergeleitet werden. Auftakt für diese „Neue Seidenstraße“ ist eine Veranstaltung mit Gästen aus dem In- und Ausland morgen Abend in Berlin.

„Wir sind dank des vorausschauenden Ausbaus unserer Infrastruktur in den vergangenen Jahren sehr gut auf die Verteilung globaler Warenströmen in die Ostseeregion vorbereitet. Unsere zentrale Lage, Rechtssicherheit und Flächenverfügbarkeit bieten internationalen Investoren gute Bedingungen, um hier ihre Verteilzentren aufzubauen“, sagt Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Um ausländischen Investoren von der „Neuen Seidenstraße“ entgegenzukommen, entwickelt die Logistikinitiative des Landes, die „Log-In MV“, im Auftrag des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung derzeit einen Logistikatlas. Die internetbasierte Datenbank zeigt Infrastrukturen und logistische Dienstleistungen in Mecklenburg-Vorpommern und bündelt somit das logistische Know-how des Bundeslands.

Wichtig für das Vorhaben der Landesregierung ist der Dialog mit Politikern und Unternehmern. Um diesen zu befördern, sind für dieses Jahr bereits einige Veranstaltungen geplant: Am 29. März 2017 findet, in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsclub Russland und anderen Partnern aus Mecklenburg-Vorpommern, in der Landesvertretung in Berlin zunächst eine Auftaktveranstaltung zum Thema „Neue Seidenstraße – Zukünftige Handelswege von Asien bis in den Ostseeraum“ statt. Mehr als 320 Gäste aus dem In- und Ausland treffen sich zu einem Informations- und Netzwerkabend. Des Weiteren präsentiert sich das Land Mecklenburg-Vorpommern vom 9. bis 12. Mai 2017 auf der „transport logistic“, der größten internationalen Transport- und Logistikmesse in München. Vom 9. bis zum 13. Juli folgt eine Delegationsreise des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung mit Wirtschaftsvertretern nach Kasachstan. Neben einem Besuch der Expo 2017 in Astana steht eine Reise nach Almaty, eine bedeutende Stadt an der „Neuen Seidenstraße“im Südosten des Landes an.

„Mecklenburg-Vorpommern hat sich mit seiner Branchenvielfalt, insbesondere mit den Ostseehäfen, als wichtiger Partner von Industrie und Handel im Ostseeraum etabliert. Dank unserer geografischen Lage können wir auch in Richtung Zentralasien und China eine wichtige Verteilfunktion übernehmen“, betont Christian Pegel.

Schon jetzt ist die Transport- und Logistikbranche mit mehr als 40.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ein Jobmotor für Mecklenburg-Vorpommern. Steigende Ladungsverkehre und Ansiedlungen aus Fernost sind ein Garant für die Schaffung weiterer wertschöpfungsintensiver Arbeitsplätze in diesem Bereich.

Ostseeaktivitäten der Landesregierung

Nachhaltige Landwirtschaft und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit haben Priorität

Schwerin – Die Landesregierung nimmt jährlich gegenüber dem Landtag Stellung zu ihren Ostseeaktivitäten. In diesem Jahr stehen zum einen die Landwirtschaft und damit verbundene Innovationen und potentielle Kooperationen im südlichen Ostseeraum im Fokus. Der Ostseeraum ist ein einzigartiges Ökosystem mit hoher biologischer Vielfalt. So befasst sich die Landesregierung auch weiterhin verstärkt mit Themen wie der Eutrophierung (Zunahme an Nährstoffen, besonders an Phosphor- und Stickstoffverbindungen in Gewässern) und dem Schutz der NATURA-2000-Gebiete, der Entwicklung ländlicher Räume oder auch der Erschließung des ländlichen Tourismus. Zum anderen steht für die Landesregierung die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im Vordergrund.

„Die Ostseeregion ist heute eine der am stärksten entwickelten Regionen Europas mit einem hohen Lebensstandard und einer gut funktionierenden Infrastruktur. Dies sollten wir Ostseeanrainerstaaten als Chance nutzen. Deshalb ist es für uns auch künftig eine Verpflichtung, die ökonomische und soziale Entwicklung in unserer Nachbarschaft über offene Dialoge, Informationsaustausch und praktische Zusammenarbeit zu fördern. Unsere Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen im Land sind sehr gut im Ostseeraum vernetzt, auch durch bilaterale und multilaterale Kooperationen. Ziel ist es, wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt zu generieren“, so Lorenz Caffier, Minister für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommern.

Darmkrebsmonat März

Vorsorge zahlt sich aus – größtes begehbares Darmmodell Europas auf dem Rostocker Universitätsplatz

Rostock – Die Ärztekammer M-V und die AOK Nordost nehmen den alljährlichen Darmkrebsmonat März zum Anlass, um im Rahmen einer gemeinsamen Aufklärungsaktion mehr Menschen für die Darmkrebsvorsorge zu motivieren und ihnen die Angst vor der Vorsorgeuntersuchung zu nehmen. Unter dem Motto „Gesundheit geht durch den Darm“ macht heute das größte Darmmodell Europas Station auf dem Universitätsplatz in der Hansestadt Rostock. Am Beispiel des riesigen, begehbaren Modells der Felix-Burda-Stiftung informieren medizinische Experten alle Interessierten über den allgemeinen Aufbau des Hochleistungsorgans, die unbegründete Angst vor einer Darmspiegelung oder die Gründe für die Entstehung dieser Krebsform. „Das Thema Darmspiegelung ist heute längst kein Tabu mehr. Es ist dennoch absolut notwendig auf die Möglichkeiten der Darm-Krebs-Vorsorge aufmerksam zu machen. Noch wichtiger ist es, das Angebot zu nutzen“, sagte Gesundheitsminister Harry Glawe, der die Schirmherrschaft übernommen hatte.

Unbestritten ist: Darmkrebs kann durch konsequente Vorsorge weit besser verhütet werden als andere Krebsarten. Wird er in einem frühen Stadium erkannt, sind die Heilungsaussichten gut. Bei einer Darmspiegelung, der so genannten Koloskopie, sind Krebsvorstufen gut zu entdecken und können noch während der Untersuchung entfernt werden. Insgesamt lassen sich etwa 90 Prozent der Darmerkrankungen durch eine einmalige Darmspiegelung so früh erkennen, dass man sie heilen kann.

Darmkrebs tritt bei Frauen und Männern etwa gleich häufig auf. Unter 40 Jahren ist das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, sehr gering, es nimmt aber mit steigendem Alter zu. Dennoch ist die Beteiligung der Anspruchsberechtigten ab dem 55. Lebensjahr trotz der von den Krankenkassen bezahlten Leistungen gering. Zahlen der AOK Nordost zeigen – nur etwa jeder Zehnte, der bei der AOK Nordost in M-V versichert ist, unterzieht sich beispielsweise einer präventiven Darmspiegelung. Dabei ist Darmkrebs bundesweit die Krebsart mit der höchsten Zahl an Neuerkrankungen im Jahr und ist die zweithäufigste Krebstodesursache. Jedes Jahr werden fast 4.500 AOK-versicherte Patienten im Land mit der Diagnose Darmkrebs behandelt.

Statements der Organisatoren:

Dr. Andreas Crusius, Präsident der Ärztekammer M-V: „Darmkrebs ist eine der häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen in Deutschland. Etwa jede achte Krebserkrankung von Männern und Frauen in Deutschland betrifft den Darm. Prävention kann helfen, die Sterblichkeitsrate zu senken. Eine Darmspiegelung stellt die wirksamste Art der Vorbeugung dar, da Krebsvorstufen direkt entfernt werden können, bevor sie entarten.“

Marita Moskwyn, Leiterin der Unternehmenseinheit ärztliche Versorgung: „Wir müssen es schaffen, noch mehr Menschen für eine regelmäßige Vorsorge zu überzeugen. Deshalb setzen wir schon lange auf breit angelegte Präventions- und Vorsorgekampagnen. Gerade in der Darmkrebsvorsorge gilt – Agieren ist besser als reagieren!“

Dipl.-Med. Fridjof Matuszewski, Präventionsbeauftragter der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern: „Mit Aufklärungskampagnen wie dieser versuchen wir, bei der breiten Bevölkerung das Bewusstsein dafür zu wecken, dass der Darmkrebs ein Krebs ist, den man verhindern kann, wenn man rechtzeitig Früherkennung betreibt. Dank der modernen Medizin kann die Darmspiegelung zu den schonenden Untersuchungsmethoden gezählt werden, die dem Patienten keine Angst machen muss. Machen Sie also mit und erhalten Sie Ihre Gesundheit!“

Jimmy Hartwig, Ex-Fußballprofi und AOK-Gesundheitsbotschafter: „Ich will dabei helfen, dass insbesondere die männlichen Gesundheitsmuffel die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen besser wahrnehmen. Das tun zurzeit noch viel zu wenige. Man(n) fühlt sich stark und unverwundbar oder hat vielleicht auch Angst vor der Untersuchung. Das ist natürlich Quatsch, ich spreche da aus leidvoller Erfahrung. Daher meine Botschaft: Tut was Jungs! Geht zur Vorsorge.“

Zahlen, Daten und Fakten zu Vorsorgeuntersuchungen und Darmkrebsvorsorge

Ein Vergleich der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen zeigt: Die Inanspruchnahme von regelmäßiger Vorsorge ist bei Frauen grundsätzlich höher als bei Männern.

Im Jahr 2015 wurde der Gesundheits-Check-up, der schon ab einem Alter von 35 Jahren regelmäßig durchgeführt werden kann, von den Versicherten der AOK Nordost am häufigsten in Anspruch genommen. Danach ließ sich die Hälfte der Erwachsenen beim Hausarzt durchchecken (davon 53 Prozent Frauen, 47 Prozent Männer).

Beim Hautkrebs-Screening verändern sich die Zahlen bereits. Dieses Screening nahm im Jahr 2015 nur jeder Vierte der anspruchsberechtigten AOK-versicherten Frauen und Männer in Anspruch (davon 24 Prozent Frauen, 22 Prozent Männer).

Die Früherkennung auf Prostata- und Hodenkrebs, die ab einem Alter von 45 Jahren jährlich durchgeführt werden kann, lässt nur knapp jeder 4. Mann durchführen.

Dagegen nimmt die präventive Koloskopie nur jeder Zehnte bei der AOK Nordost Anspruchsberechtigte in Anspruch. Hier liegen bei der Inanspruchnahme die Männer mit 12,8 Prozent geringfügig über dem Wert der Frauen.

Das durchschnittliche Alter der an Darmkrebs Erkrankten beträgt 76 Jahre.

Knapp 4.500 AOK-versicherte Patienten in M-V werden jedes Jahr mit der Diagnose Darmkrebs behandelt.

Extensivierungsrichtlinie geändert: GVE-Besatzstärken fallen weg

Schwerin – Im Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern vom 04. Januar 2017 hat das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt die Änderung der Extensivierungsrichtlinie bekannt gegeben. Diese sieht unter anderem den Wegfall der Vorgaben des maximalen Viehbesatzes von 2,0 GVE/ha auf bewirtschafteter landwirtschaftlicher Fläche und den des Mindestviehbesatzes von 0,3 GVE/ha auf Dauergrünland vor. Im Sinne des angestrebten Bürokratieabbaus ist daher die Führung der Tierbestandsnachweise im Rahmen von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) nicht mehr notwendig.

Trotz der ersatzlosen Streichung dieser Parameter ist für die Ökoförderung nach wie vor folgendes zu beachten:

Grundsätzlich kann nur gefördert werden, wenn Grünland zu wirtschaftlichen Zwecken genutzt wird, wobei entsprechende Nachweise im Landwirtschaftsbetrieb vorzuhalten sind. Dabei sollte in erster Linie eine Nutzung des Grünlandaufwuchses durch Tierhaltung erfolgen, da bei der Haltung von Tieren im Betrieb eine Förderung von Stoffkreisläufen umfassend unterstützt wird.

Darüber hinaus sind weitere Formen der Nutzungen möglich, bei denen bezogen auf die Gesamtökofläche in Mecklenburg-Vorpommern von einer Flächennutzung mit stark begrenztem Umfang ausgegangen wird. Unter anderen könnte die temporäre Beweidung durch Schafe oder Ziegen, der Verkauf oder die Abgabe von Aufwuchsmaterial von Dauergrünland (Heu, Silage) oder die innerbetriebliche Nutzung von Aufwüchsen auf Dauergrünland ohne Tierhaltung (Gewinnung als Mulchmaterial), aber auch die Nutzung von Dauergrünlandflächen mit Bestand von einzelnstehenden Obstbäumen (Streuobstwiesen bis max. 150 Bäume/ha) zur Anwendung kommen.

„Ziel ist es, individuelle Betriebsformen im Ökolandbau zu unterstützen und die unterschiedlichen Standortverhältnisse und die daraus resultierend Möglichkeiten für die Grünlandnutzung zu berücksichtigen“, erklärte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Die Regelungen der EU-Ökoverordnung sind bei allen Formen der Nutzung einzuhalten.

Weitere Informationen können Sie auf der Internetseite des Landwirtschaftsministeriums unter der Rubrik Landwirtschaft – Ökologischer Landbau abrufen.

Ausstellung „FarbWelten“ im Finanzministerium eröffnet

Schwerin – Finanzminister Mathias Brodkorb hat im Rahmen der Reihe „Kunst im FM“ die Ausstellung „FarbWelten“ des Cramonshagener Künstlers Ralf Andreas Friedrich Wegerich eröffnet.

Ralf Andreas Firedrich Wegerich legt letzt Hand an seine Ausstellung im Finanzministerium

In der Ausstellung werden gegenständliche, surreale und abstrakte Ölbilder und Grafiken gezeigt, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich erscheinen. Bei näherer Betrachtung erschließt sich aber eine eigentümliche Verbindung der Werke.

Das Leben selbst, so der Künstler, pulsiert innerhalb eines filigranen Netzwerkes aus verwobenen Beziehungen. Es brauche unseren Respekt und unsere Teilhabe, um ein harmonisches und freudvolles Dasein zu ermöglichen.

Die Ausstellung ist in den Räumlichkeiten des Finanzministeriums noch bis zum 25. Juli 2017 während der Geschäftszeiten zu sehen.

Neues Kuratorium der Landeszentrale für politische Bildung

Ministerin Hesse: Kuratorium hat die Arbeit der LpB in der Vergangenheit konstruktiv begleitet

Schwerin – Die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern hat ein neues Kuratorium. In der konstituierenden Sitzung in dieser Legislaturperiode wurde der Schweriner Landtagsabgeordnete Sebastian Ehlers zum Vorsitzenden gewählt. Stellvertretende Vorsitzende ist die Geschäftsführerin des Frauenbildungsnetzes Mecklenburg-Vorpommern e.V., Dr. Cathleen Kiefert-Demuth.

„Das Kuratorium hat die ausgezeichnete Arbeit der Landeszentrale für politische Bildung in der Vergangenheit konstruktiv begleitet. Diese Unterstützung der gerade in diesen Zeiten besonders wichtigen politischen Bildung erhoffe ich mir auch in den kommenden Jahren“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Ich bin zuversichtlich, dass dies mit Sebastian Ehlers an der Spitze des Kuratoriums gut gelingt. Ich gratuliere dem neuen Vorsitzenden und seiner Stellvertreterin Dr. Kiefert-Demuth ganz herzlich zur Wahl“, so Hesse.

Dem Kuratorium der Landeszentrale gehören zwölf Personen des wissenschaftlichen und öffentlichen Lebens an. Die Mitglieder werden in jeder Legislaturperiode von den Landtagsfraktionen vorgeschlagen und von der Bildungsministerin ernannt. Das Kuratorium legt die Arbeitsschwerpunkte der Landeszentrale fest und gewährleistet die parteipolitische Ausgewogenheit bei der Erfüllung dieser Aufgaben.

„Politische Bildung ist eine Daueraufgabe, sie steht aber vor neuen Herausforderungen“, betonte der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Jochen Schmidt. „Wie z. B. kann politische Bildung im digitalen Zeitalter aussehen? Hier wird ein Schwerpunkt unserer Arbeit in diesem und den kommenden Jahren liegen. Mit neuen Online-Angeboten sind wir schon präsent und auch der Jahreskongress zur politischen Bildung im Oktober wird sich diesem Thema widmen. Kritik, Anregungen und die Unterstützung aus dem Kuratorium haben uns in der Vergangenheit immer weiter geholfen. Ich freue mich deshalb auf die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren“, sagte Schmidt.

„Mit Stier und Greif durch Mecklenburg-Vorpommern“

Landeszentrale für politische Bildung legt kleine politische Landeskunde vor

Schwerin – Kinder können mit Stier und Greif auf Entdeckungsreise durch Mecklenburg-Vorpommern gehen. Die Landeszentrale für politische Bildung hat eine kleine politische Landeskunde vorgelegt. In dem 20-seitigen Heft führen die beiden Figuren Stier und Greif durch die Landesgeschichte. Sie erklären, was eine Verfassung ist, wie Politik funktioniert und warum ein Landeshaushalt besser ohne Schulden auskommen sollte. Bildungsministerin Birgit Hesse und der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Jochen Schmidt, haben das Heft heute in der Landespressekonferenz vorgestellt.

„Auch Kinder interessieren sich für Politik“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Mit dem Heft sollen insbesondere die 9- bis 14-Jährigen angesprochen werden, um sich mit der Politik und der Geschichte unseres Landes auf ansprechende Weise zu befassen. Die Texte sind leicht verständlich verfasst. Große Illustrationen erhöhen das Lesevergnügen. Und das Tolle daran ist: Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene können noch etwas lernen. Ich hoffe, dass Stier und Greif eine breite Leserschaft findet“, sagte Hesse.

Alle 562 öffentlichen und freien allgemein bildenden Schulen sollen zunächst jeweils zwei Exemplare zur Ansicht erhalten. Bei Interesse können die Schulen ganze Klassensätze für die Arbeit im Unterricht bei der Landeszentrale für politische Bildung kostenlos anfordern. Weitere Hefte werden an Bibliotheken und die Träger der politischen Bildung verteilt. Auch im Demokratiebus der Landeszentrale und im Demokratieladen Anklam können Kinder das Heft mit Stier und Greif erhalten.

„Politik ist spannend und kann auch Spaß machen. Diese Botschaft möchten wir als Landeszentrale vermitteln“, sagte der Direktor Jochen Schmidt. „Das Heft ist eines von mehreren Angeboten, mit denen wir auf spielerische Art Informationen über die Landespolitik bereitstellen. Auch mit den Publikationen ‚Herr Müller wird Stadtvertreter‛ und ‚Frau Fischer zieht in den Landtag‛ versuchen wir, Politik anschaulich zu vermitteln“, so Schmidt.

Die kleine politische Landeskunde „Mit Stier und Greif durch Mecklenburg-Vorpommern“ ist mit einer Auflagenhöhe von 8.000 Exemplaren erschienen. Produziert wurde das Heft von der farbmedia GbR. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 16.760 Euro für Text, Illustrationen, Layout und Druck.

Photovoltaik-Anlage mit Speicher: Fördermittel für Haus der Begegnung e.V.

Schwerin – Energieminister Christian Pegel übergibt am Donnerstag (30.03.2017) in Schwerin einen Zuwendungsbescheid über 19.200 Euro an den Verein „Haus der Begegnung“ in Schwerin. Die Mittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Das Haus der Begegnung ist ein Beratungs-, Kommunikations- und Begegnungszentrum, in dem Menschen mit Behinderungen, Erwerbslose, Kinder, Jugendliche und Senioren Rat und Hilfe erhalten, soziale Kontakte knüpfen und sich kulturell betätigen können.

Mit dem Ziel, die energetische Situation im Gebäude zu verbessern, wurde gemeinsam mit den Stadtwerken die Idee entwickelt, eine „quasi-autarke“ Energieversorgung zur Senkung der Betriebskosten zu nutzen.

Geplant ist eine Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) mit einer Spitzenleistung von 9,90 Kilowatt Peak. Insgesamt 40 PV-Module sollen auf den Dachflächen installiert werden. Die Anlage soll mit einem Stromspeicher mit einer Kapazität von 6,90 Kilowattstunden verbunden werden. Über einen Wechselrichter wird der auf dem Dach erzeugte Strom in die Batteriespeicheranlage eingespeist und nach Bedarf in das Hausnetz abgegeben.

Mit der Anlage können jährlich 8.415 kWh Strom erzeugt und somit 2,617 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Das Energieministerium unterstützt das Vorhaben mit einer Förderung in Höhe von 60 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten von 32.000 Euro.

Die Förderung ist die erste Förderung einer „quasi-autarken“ PV-Anlage mit Speicher.

Förderung für Kleinstunternehmen: Viele Frauen gründen auf dem Land

Schwerin – Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV bietet in der aktuellen Förderperiode eine Kleinstunternehmensförderung für Betriebe mit weniger als 10 Beschäftigten und weniger als 2 Mio. € Jahresumsatz an.

„Wer im ländlichen Raum ein kleines Unternehmen gründen will oder seinen schon bestehenden Betrieb modernisieren oder erweitern will, der sollte einen Blick in unser neues Förderangebot werfen. Insbesondere dann, wenn die Versorgung der ländlichen Bevölkerung mit Dienstleistungen vor Ort im Vordergrund steht. Die Palette der denkbaren Förderbereiche ist groß und reicht vom Tischler, Bäcker, KFZ-Mechaniker oder Friseur über Altenpfleger bis hin zu Landcafés oder Fahrradverleihen“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Bis Ende 2016 hat das Landwirtschaftsministerium bereits 390.000 Euro an Fördergeldern für 9 Unternehmen bewilligen können. „Ganz besonders freut mich, dass die Frauen hohes Engagement zeigen, denn alle 4 Unternehmensneugründungen wurden von Frauen bewerkstelligt“, so der Minister.

Bezuschusst werden können die Anschaffungskosten für langlebige Wirtschaftsgüter, die im Sachanlagevermögen von Betrieben verbucht werden (z.B. Holzbearbeitungsmaschine, Hebebühne, Erstausstattung von Bürohardware und Software, Kühlzelle, Möbel, Verkaufstresen u.a. bis hin zu Baukosten). Der Fördersatz beträgt 35% bei Existenzgründungen und 30% bei Modernisierungen. Voraussetzung für die Förderung ist u.a. dass der Unternehmenssitz in ländlicher Region, außerhalb größerer und mittelgroßer Städte, angesiedelt ist und der überwiegende Absatz im Umkreis von 50 km realisiert wird.

Anträge können ganzjährig beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg, Bleicherufer 13, 19053 Schwerin, eingereicht werden.

Auftakt 2017 – Tourismusbranche vor Saisonstart

Rostock – Tourismusbranche vor Saisonstart: In Rostock haben sich rund 300 Vertreter der Tourismuswirtschaft, aus Politik und Verwaltung zum traditionellen Saisonauftakt getroffen. „Die touristische Branche kann mit viel Optimismus in die Saison starten. Unternehmen haben in die Vielfalt und Qualität ihres Angebotes investiert und sich für das erste Saisonhighlight, die Ostertage, vorbereitet. Wir haben trotz der guten Vorzeichen auch noch eine Menge Hausaufgaben zu erledigen. Wichtig ist, dass die Stammgäste bleiben und dass der Anteil an ‚Neukunden‘ aus dem Westen und Süden der Republik auch künftig steigen wird. Das gelingt nur, wenn sie die Gäste mit kreativen, innovativen und neuen Angeboten überraschen. Die Konkurrenz in Schleswig-Holstein und Polen legt kräftig mit Investitionsoffensiven zu. Wir müssen noch besser werden und die Gäste mit unseren Angeboten für einen Urlaub in MV überzeugen. Das ist eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Wir brauchen vor allem auch mehr ausländische Gäste. Dort, wo wir aktiv in den Zielmärkten werben, kommen im Ergebnis auch mehr Gäste nach Mecklenburg-Vorpommern. Hierzu zählen der Ostseeraum und die Alpenländer. Die Ausrichtung werden wir weiter verfolgen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Im vergangenen Jahr wurden vom Statistischen Amt rund 380.000 ausländische Gäste (+1,1 Prozent) und 1,03 Millionen Übernachtungen (+2,0 Prozent) dabei gezählt. Der Anteil der Stammgäste liegt mittlerweile bei 42,4 Prozent (Quelle: Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus: Gästebefragung 2015/2016).

Gegenwärtig werden die Leitplanken für die weitere touristische Entwicklung erarbeitet. Tourismusminister Glawe warb vor Ort dafür, die touristische Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns voranzutreiben und strategische Weichen zu stellen. „Mit der neuen Tourismuskonzeption wollen wir gemeinsam aufzeigen, wie der Tourismus durch qualitatives Wachstum seine Wirkung als Wirtschaftsfaktor und Treiber der Regionalentwicklung weiter ausbauen kann“, betonte Tourismusminister Glawe weiter. Ziel ist es, Mitte des Jahres einen Entwurf zur Landestourismuskonzeption vorzulegen.

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. „Die Branche trägt zu einem wesentlichen Teil zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Land bei. Fast jeder fünfte im Land ist im Tourismus beschäftigt. Es gilt die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, damit mehr Menschen das ganze Jahr über in Arbeit sind“, forderte Tourismusminister Glawe. Rund 131.000 Beschäftigte sind in Tourismusunternehmen und tourismusnahen Betrieben tätig, das entspricht 17,8 Prozent der Erwerbstätigen in Mecklenburg-Vorpommern.

Nach Angaben der DIW Econ GmbH, die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums Berechnungen zum Wirtschaftsfaktor Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt haben, betrug die touristische Wertschöpfung 4,1 Milliarden Euro und bildet damit 12 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern ab. Davon werden 3,3 Milliarden Euro Wertschöpfung von Tourismusunternehmen (z.B. Hotels und Restaurants) und Unternehmen, die direkte Umsätze durch Gäste erzielen (z.B. Freizeiteinrichtungen), erbracht. Damit liegt die Bruttowertschöpfung des Tourismus bei 9,6 Prozent. Tourismusnahe Unternehmen (z.B. Wäschereien, Lebensmittelhandel) leisten einen Beitrag von 761 Millionen Euro.

Ein Schwerpunkt der touristischen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern soll künftig in der Stärkung gesundheitstouristischer Angebote liegen. „Der Gesundheitstourismus ist ein Zukunftsfeld mit ordentlichem Potential für unser Land. Die klassischen Kurangebote werden mehr und mehr abgelöst durch die Buchung von Kombinationen aus Präventionsmaßnahmen und Urlaub. Da haben wir bereits viel zu bieten, müssen aber beispielsweise in der Werbung für den Wellnesstourismus noch stärker werden“, sagte Glawe.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Entwicklung eines interaktiven Marktplatzes für gesundheitstouristische Angebote in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel sind unter anderem die Bündelung der vorhandenen Angebote, eine gemeinsame Produktentwicklung und die Einrichtung einer zentralen Datenbank als Kontakt- und Servicestelle für interessierte Urlauber. Die Leitung des bis 2018 laufenden Projektes hat der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. übernommen; die Gesamtkosten betragen mehr als eine Million Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von 981.000 Euro.

Seit 1990 hat das Wirtschafts- und Tourismusministerium aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionale Wirtschaftsstruktur“ (GRW) einschließlich des EFRE und des „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) insgesamt 1.623 Projekte der touristischen Infrastruktur unterstützt. Die Gesamtinvestitionen betrugen dabei 1,49 Milliarden Euro, die Förderung rund eine Milliarde Euro. Im gewerblichen Tourismus wurden seit 1990 insgesamt 3.309 Vorhaben aus der GRW, dem EFRE und ELER bei Gesamtinvestition von 5,34 Milliarden Euro mit knapp 1,5 Milliarden Euro gefördert. Damit entstanden 15.406 Arbeitsplätze.

Unter anderem sind damit das im vergangenen Jahr eröffnete Ostseehotel Warnemünde mit 22 Appartements und einem Spa- und Wellnessbereich, die Erneuerung des Stadthafens Waren (Müritz) sowie das Hotel „Zur Seebrücke“ in Graal-Müritz unterstützt worden. Auch der Ausbau des Wasserwanderrastplatzes in Neukalen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) und die Neuanlage eines Naturentdeckerpfades im Bärenwald Müritz gehörten zu den Projekten. „Der Tourismus ist in Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiger Wirtschaftstreiber, Arbeitgeber und durch das Freizeitangebot ein Gestalter der Regionen. Wir werden auch künftig vor allem saisonverlängernde Angebote unterstützen“, sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Glawe abschließend.

Veranstalter des Saisonauftaktes Tourismuswirtschaft waren der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband/Landesverband Mecklenburg-Vorpommern (DEHOGA), der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und der Landes-Golfverband. Erstmalig findet die Verleihung des ADAC-Tourismuspreises in diesem Rahmen statt, um innovative Ideen und Projekte im Land zu fördern.

Beirat für Heimatpflege und Niederdeutsch hat sich konstituiert

Ministerin Hesse: Neukonstituierung des Beirates ist mehr als eine Umbenennung

Schwerin – Im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schwerin ist der neue Beirat für Heimatpflege und Niederdeutsch zusammengekommen. Bei der konstituierenden Sitzung hat sich das Gremium über die Förderung der niederdeutschen Sprache und die Heimatpflege in Mecklenburg-Vorpommern ausgetauscht. Kulturministerin Birgit Hesse hatte zuvor die Mitglieder berufen.

„Die niederdeutsche Sprache ist ein wichtiger Teil unserer Landeskultur und spielt in der Heimatpflege eine große Rolle“, betonte Kulturministerin Birgit Hesse. „Ich halte es daher für sinnvoll, den bisherigen Niederdeutschbeirat um Vertreterinnen und Vertreter zu erweitern, die sich seit vielen Jahren in der Heimatpflege engagieren. Die Neukonstituierung des Beirates ist daher mehr als eine bloße Umbenennung. Wie beim Landesheimatprogramm verfolgen wir auch bei diesem Beirat einen ganzheitlichen Ansatz. Ich werde mich auch für eine stärkere Vermittlung der Heimatkunde in Kita und Schule einsetzen. Mit der ‚Heimatkiste‛ wollen wir beispielsweise allen Kindertagesstätten Material zur Verfügung stellen, um schon die Kleinsten für ihre Heimat zu begeistern. Den Mitgliedern des Beirates danke ich für ihre Bereitschaft, in diesem Gremium mitzuarbeiten“, sagte Hesse.

Mit dem Landesprogramm „Meine Heimat – mein modernes Mecklenburg-Vorpommern“ hat das Land sein Engagement in der Heimatpflege verstärkt. Bis zum Jahr 2020 stehen insgesamt 7,5 Millionen Euro für verschiedene Projekte der Heimatpflege zur Verfügung. Ein Schwerpunkt liegt auch hier in der Förderung der niederdeutschen Sprache.

Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Deutsche Sprache und des Instituts für niederdeutsche Sprache aus dem Jahr 2016 finden 84,5 Prozent der Befragten, es solle mehr für Plattdeutsch getan werden. 63,8 Prozent der Bürgerinnen und Bürger gaben an, dass dies in der Schule geschehen solle. Telefonisch befragt wurden insgesamt 1.632 Personen aus den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Dahlemann: Wir wollen gute Arbeit und faire Löhne in Vorpommern

Torgelow – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann traf in Torgelow mit Betriebsräten und Gewerkschaftsvertretern aus dem östlichen Landesteil zusammen. „Uns verbindet ein gemeinsames Ziel: Wir wollen gute Arbeit und faire Löhne hier bei uns im Landesteil Vorpommern“, erklärte Dahlemann vor Beginn des Gesprächs.

Der Landesteil Vorpommern sei in den letzten Jahren wirtschaftlich und sozial vorangekommen. „Es gibt heute auch im Landesteil Vorpommern eine ganze Reihe von Unternehmen, die sich vorbildlich um ihre Mitarbeiter kümmern und anständige Löhne, gute Entwicklungsmöglichkeiten und familienfreundliche Arbeitsbedingungen bieten. Aber wir müssen insgesamt noch besser werden, besonders bei den Löhnen. Es kann nicht so bleiben, dass Vorpommern hinter anderen Regionen zurückbleibt“, sagte Dahlemann.

Starke Gewerkschaften und Betriebsräte seien eine wichtige Voraussetzung dafür. „Ich bin davon überzeugt, dass wir besser vorankommen, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammenarbeiten und gemeinsame Verantwortung für die wirtschaftliche Entwicklung übernehmen. Und bei Konflikten sind starke Arbeitnehmervertretungen erst recht wichtig, damit Arbeitnehmer ihre Rechte wahrnehmen können.“

Dahlemann kündigte an, in den kommenden Jahren regelmäßig mit Betriebsräten und Gewerkschaftern zusammenkommen zu wollen. „Ich will einen regelmäßigen Betriebsrätestammtisch vorschlagen. Die Treffen könnten mit gemeinsamen Betriebsbesuchen verbunden werden. Auch um deutlich zu machen: Es gibt Unternehmen bei uns im Land, in denen die Betriebsratsarbeit hervorragend funktioniert. Von guten Erfahrungen können alle partizipieren. Deshalb ist gemeinsames Vorgehen von großer Bedeutung.“

Straßensanierungen im Ostseebad Zinnowitz

Insel Usedom – Im Ostseebad Zinnowitz auf der Insel Usedom sollen die im Ortszentrum gelegenen Straßen Dannweg und Dünenstraße erneuert werden. „Der Dannweg und die Dünenstraße gehören zu den Hauptverkehrsadern in Zinnowitz. Gäste, Anlieferer und Anwohner nutzen die Straßen intensiv. Der derzeitige Zustand ist allerdings schlecht, deshalb soll die Baumaßnahme jetzt in Angriff genommen werden. Das wird die touristische Infrastruktur im Ostseebad Zinnowitz erheblich verbessern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Geplant ist, auf einer Länge von rund 900 Metern die Straßen zu asphaltieren, die Regenentwässerung und die Gehwege zu erneuern. Durch die neue Oberflächengestaltung am Dannweg und in der Dünenstraße soll das Gesamtbild stärker der Bäderarchitektur im Ort entsprechen. „Zinnowitz und die gesamte Insel Usedom sind ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel unserer Gäste. Da ist es wichtig, dass Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger entspannt und sicher in die Städte und Gemeinden gelangen. Die neu gestalteten Straßen werden künftig die Qualität des Ortsbildes insgesamt aufwerten“, sagte Glawe.

Im Jahr 2016 gab es auf der Insel Usedom mehr als eine Million Ankünfte und mehr als 5,3 Millionen Übernachtungen. Das entspricht einem Zuwachs von 6,3 Prozent bei den Ankünften und 4,7 Prozent bei den Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt gab es in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2016 nach Angaben des Statistischen Amtes 30,3 Millionen Übernachtungen (+2,8 Prozent) und 7,6 Millionen Ankünfte (+2,3 Prozent).

Die Gesamtinvestitionen des Vorhabens betragen rund 1,7 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund einer Million Euro.