Insel Rügen – 15 Jahre ist es her, dass die RÜGANA in Bergen ihre Premiere feierte. „Wer hätte damals gedacht, dass sich diese Veranstaltung im Laufe der Zeit so etablieren würde. Aus eigener Kraft haben die Rüganer die Leistungsschau seinerzeit auf die Beine gestellt. Ohne große Erfahrungen, aber mit viel Enthusiasmus und Ehrgeiz“, erinnerte Landrätin Kerstin Kassner zur Eröffnung der Jubiläums-RÜGANA am Freitag auf dem Bergener Markt an die Anfangszeiten.

Inzwischen ist die RÜGANA zu einem echten Höhepunkt für die Insel geworden. Wenn sich an jedem ersten Septemberwochenende Rügener Unternehmen und Einrichtungen in der Kreisstadt Bergen präsentieren, sind Tausende Menschen unterwegs, um zu schauen, sich zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Viele wertvolle Kontakte wurden hier in den vergangenen Jahren geknüpft.

Die RÜGANA unterstreiche, dass der Landkreis eine hervorragende Entwicklung genommen habe und über großartiges Potenzial verfüge, so die Landrätin. „Natürlich ist und bleibt der Tourismus unser wichtigstes wirtschaftliches Standbein. Dennoch ist Rügen weit mehr. Die Region zeichnet sich durch Branchenvielfalt aus und steht Neuem aufgeschlossen gegenüber. Neben Fährverkehr und Kreideabbau, Landwirtschaft und Fischerei, Handwerk und Dienstleistungen gewinnen Bereiche, wie zum Beispiel die IT-Branche, Gesundheit oder Biotechnologie, zunehmend an Bedeutung“, sagte Kerstin Kassner.

Unter den rund 80 Ausstellern der 15. RÜGANA sind auch ganz junge Leute. Am Stand des Landkreises Rügen zum Beispiel empfangen die Auszubildenden der Kreisverwaltung die Besucher. Jedes Jahr erhalten junge Leute die Chance, beim Landkreis eine fundierte Ausbildung zu beginnen. Aktuell sind es zwölf Auszubildende.

Sie werden Verwaltungsfachangestellte, Kaufleute für Bürokommunikation oder bereiten sich als Anwärter für den gehobenen Dienst auf das Berufsleben im Landratsamt vor. Während der RÜGANA erhalten interessierte Gäste am Stand des Landkreises, der in diesem Jahr unter dem Motto „Jugend für Zukunft“ steht, Informationen über die Aufgabenbereiche, die Berufsanforderungen und den zeitlichen Ablauf der angebotenen Ausbildungen.

Die RÜGANA lebt auch davon, dass Bewährtes beibehalten und Neues ausprobiert wird. In diesem Jahr gab es ein erweitertes Angebot, denn erstmalig fand der traditionelle Tag der Selbsthilfe und Gesundheit zeitgleich mit der RÜGANA statt. Am Eröffnungstag der Leistungsschau präsentierten sich fast 30 Selbsthilfegruppen, Krankenkassen, Verbände, Vereine, Behörden und Unternehmen auf dem Klosterhof.
Seidel: MV bei Wirtschaftsdynamik mit vorn
Schwerin – Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt sich dynamischer als in den meisten Bundesländern. Beim Ranking der “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft” und der “Wirtschaftswoche” kam Mecklenburg-Vorpommern beim Dynamikranking auf den zweiten Platz und belegt auch in anderen Kriterien Spitzenränge. “Die gute Bewertung ist auch Anerkennung für die Anstrengungen und Weichenstellungen der letzten Jahre. Es ist ein Verdienst der mittelständisch geprägten Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern, deren kleine und mittlere Unternehmen sich als konkurrenzfähig erweisen”, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Freitag in Schwerin.
“Das Ergebnis ist aber auch kein Grund, überheblich zu werden”, sagte Seidel. “Wir wissen, dass in vielen Bereichen die Positionen noch ungenügend sind. Die verstärkte Ausrichtung auf die Unterstützung des verarbeitenden Gewerbes trägt aber Früchte. Auch die jetzt vorgestellten 14 Punkte für die Unterstützung des verarbeitenden Gewerbes und des Handwerks folgen dieser Intention.”
In keinem anderem Bundesland ging zwischen 2006 und 2009 die Arbeitslosenquote so stark zurück. “Dies ist auch aber nicht nur dem demografischen Wandel geschuldet”, sagte Seidel. “Mecklenburg-Vorpommern punktet auch mit guten Ausbildungsbedingungen und dem Anstieg der Produktivität. Wir setzen die richtigen Schwerpunkte: Verbreiterung der wirtschaftlichen Basis, die Förderung von neuen wissensbasierten Arbeitsplätzen, verbesserte Ausbildungsbedingungen und die stärkere Vernetzung von heimischen Unternehmen und Universitäten.”
Auch die Arbeitsplatzversorgung, die hohe Ausbildungsplatzdichte und die gute Versorgung mit Krippenplätzen wurden in der Studie positiv bewertet. “Natürlich müssen wir an den festgestellten Schwächen weiter arbeiten”, sagte Seidel. “Dazu gehören niedrige verfügbare Einkommen und die damit verbundene niedrige Steuerkraft.”
Schwerin – Im Jahr 2009 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 3,8 Millionen Megawattstunden elektrischer Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen und in das allgemeine Versorgungsnetz eingespeist. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Amtes waren das nur 1 Prozent weniger als im Rekordjahr 2008. Gleichzeitig ist die Stromerzeugung aus nicht erneuerbaren Energieträgern um 22 Prozent gesunken, sodass der Anteil der regenerativen Energien an der Stromproduktion auf 51 Prozent angewachsen ist.
Die wichtigste Ökostromquelle im Land ist die Windkraft. Aus Windkraftanlagen wurden im Jahr 2009 rund 2,4 Millionen Megawattstunden elektrischer Strom eingespeist. Obwohl neue leistungsfähige Anlagen in Betrieb genommen wurden – ihre Zahl stieg auf 1 306, die installierte Leistung auf 1 472 Megawatt – blieb der Stromertrag im unterdurchschnittlichen Windjahr 2009 um 175 100 Megawattstunden unter der Einspeisemenge von 2008. Dieser Rückgang beim Windstrom um 7 Prozent hat dazu geführt, dass die Ökostromerzeugung im Land im Jahr 2009 erstmals nicht weiter gewachsen ist.
An zweiter Stelle stehen die biogenen Energieträger, wie flüssige oder feste Biomasse, Biogas, Deponie- und Klärgas sowie der biogene Anteil von Siedlungsabfällen. Sie erlebten insbesondere seit den verbesserten Rahmenbedingungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) von 2004 einen Aufschwung. Im Jahr 2009 wurden zusammen 1,3 Millionen Megawattstunden Strom aus Biomasse gewonnen und eingespeist. Das entspricht 35 Prozent der Ökostromerzeugung und bedeutet einen weiteren Zuwachs um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der größte Teil kam aus Biogasanlagen, rund 942 100 Megawattstunden und damit 10 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Biomasseheizkraftwerke, die im Land hauptsächlich auf Basis von Holz und Holzabfällen, aber auch Pflanzenölen arbeiten, haben 2009 rund 294 900 Megawattstunden Strom eingespeist, 2 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Stromerzeugung aus Sonnenenergie durch Fotovoltaik-Anlagen hat im vergangenen Jahr – beeinflusst durch die Neuregelungen des EEG 2009 – weiter kräftig zugenommen. Die eingespeiste Strommenge stieg um 84 Prozent auf 51 800 Megawattstunden, machte aber nur 1,4 Prozent der Ökostromeinspeisung aus. Der Beitrag von Wasserkraft und Geothermie ist dagegen auf zusammen 4 200 Megawattstunden gesunken.
Aus nicht erneuerbaren Energieträgern wurden im vergangenen Jahr zusammen 3,6 Millionen Megawattstunden Strom erzeugt und eingespeist, das waren rund 1,0 Millionen Megawattstunden oder 22 Prozent weniger als 2008. Der Rückgang ist größtenteils auf Stillstandszeiten eines Kraftwerkes zurückzuführen. Hinzu kommt, dass als Folge der Wirtschaftskrise der Stromverbrauch bundesweit gesunken ist.
Rund 2,1 Millionen Megawattstunden Strom wurden in Mecklenburg-Vorpommern aus Steinkohle gewonnen und eingespeist. Das waren 28 Prozent der insgesamt 7,4 Millionen Megawattstunden Strom, die 2009 im Land für die allgemeine Versorgung produziert wurden. Weitere 17 Prozent wurden aus Erdgas erzeugt und 3 Prozent basierten auf Abfall (nichtbiogener Anteil), Heizöl sowie auf Einspeisungen von Industriebetrieben und sonstigen Anlagen, deren Energieträgerstruktur nicht bekannt ist.
Mit der Strommenge, die hierzulande aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen wird, könnte rein rechnerisch mehr als die Hälfte des jährlichen Strombedarfs der Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern gedeckt werden. Im Jahr 2008 betrug dieser Anteil bereits 56 Prozent. Das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 mindestens 30 Prozent der Strombereitstellung aus erneuerbaren Energien zu decken, war damit für Mecklenburg-Vorpommern bereits 2004 erreicht. Im Bundesdurchschnitt lag der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Stromverbrauch im Jahr 2009 bei 16 Prozent. (Stat. Amt MV)
Stralsund – Ein Pizzabote ist am Abend des 02.09.2010 beim Ausliefern seiner Ware von einem Hochhaus aus mit Flaschen beworfen worden.
Der 27-Jährige wollte kurz vor 21.00 Uhr seine Pizza im Heinrich-Heine Ring 41 abliefern. Nach dem Klingeln wurde der Summer an der Eingangstür nur kurzzeitig betätigt und reichte nicht zum Öffnen der Tür aus. Daraufhin klingelte der Bote mehrfach. Plötzlich flog von einem Balkon des Hochhauses eine Bierflasche und traf das Dach des am Straßenrand parkenden Lieferwagens.
Der Pizzabringer trat daraufhin den Rückzug an. Eine zweite geworfene Bierflasche zerschelte dabei zwischen ihm und dem Pkw auf dem Boden.
Die Kriminalpolizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung.
Schwerin/Berlin – Bei der Sonderkonferenz der Bauminister zur vom Bund geplanten Halbierung der Städtebauförderungsmittel heute in Berlin fassten die Minister der Länder heute einstimmig einen Beschluss, mit dem der Bund zur vollständigen Rücknahme der Kürzungspläne aufgefordert wird. “Der Bund muss die geplanten Kürzungen vollständig zurücknehmen und die Förderung auf dem Niveau von 2010 weiterführen. Die Kürzung setzt den Erfolg der Stadtentwicklung der vergangenen 20 Jahre aufs Spiel und gefährdet Arbeitsplätze”, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Bauminister Volker Schlotmann heute in Berlin. Basis des einstimmigen Beschlusses waren Vorschläge aus Mecklenburg-Vorpommern.
Schlotmann betonte: “Außerdem ist die Städtebauförderung Teil des bis 2019 geltenden Solidarpaktes. Diese Zusagen müssen eingehalten werden, um den Aufbau Ost nicht zu gefährden. Der Solidarpakt darf nicht durch die Hintertür aufgekündigt werden. Viele Touristen kommen gerade wegen der sanierten Innenstädte ins Land, und die Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner hat sich deutlich verbessert. Es gibt aber immer noch viel zu tun.”
Schlotmann hatte im Juli gemeinsam mit Vertretern des Städte- und Gemeindetages Mecklenburg-Vorpommern, des Bauverbandes Mecklenburg-Vorpommern, des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen, der Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern und der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern eine gemeinsame “Schweriner Erklärung” unterzeichnet. Darin sprechen sich die Unterzeichner für eine Weiterführung der Städtebauförderung auf hohem Niveau aus, um den Strukturwandel im Land weiter zu begleiten. Er kündigte an, diese Gespräche weiterzuführen, auch mit den Bundestagsabgeordneten aus dem Land. Dazu ist für Freitag nächster Woche ein Gesprächstermin in Rostock-Warnemünde geplant. “Wir werden nicht locker lassen”, sagte Schlotmann.
Städtebauförderungsmittel stehen für die Sanierung und Modernisierung von beispielsweise Marktplätzen, historischen Wohnhäusern in den Innenstädten, Rathäusern, Kirchen oder Kultureinrichtungen bereit. Mit Städtebaufördermitteln wird die Sanierung der Innenstädte ebenso unterstützt wie der soziale Zusammenhalt in Großwohnsiedlungen. Zudem unterstützen die Städtebauinvestitionen die Bauwirtschaft und schaffen Arbeitsplätze.
Mathias Brodkorb: Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit für alle – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern!
Insel Rügen – Der Höhepunkt der Jugendinitiative Prora10 naht: das Abschlussevent vom 3. bis 5. September 2010 in Prora auf Rügen. Die SPD-Landtagsfraktion wird dabei sein und am Sonnabend, den 4. September 2010 an einem Infostand über ihre Arbeit informieren. Am Vormittag wird es außerdem eine Diskussionsrunde zum Thema „Bildungsnotstand in M-V?“ mit dem bildungspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Mathias Brodkorb geben. Und nachmittags steht der junge Landtagsabgeordnete den Jugendlichen in einer Sprechstunde Rede und Antwort.
Mathias Brodkorb: „Ich freue mich darauf, mit den jungen Leuten ins Gespräch zu kommen und etwas über ihren Schulalltag zu erfahren. Das Thema Bildung betrifft sie unmittelbar – wir werden bestimmt lebhaft diskutieren und ich werde viele Anregungen für meine Arbeit im Landtag mitnehmen.“
Schwerin – Am Freitag hat die Firma Heck-Humus Kompostierungsgesellschaft mbH in Schwerin feierlich ihr 20-jähriges Firmenjubiläum begangen. “Gestartet mit zwei Mitarbeitern, zählt das Unternehmen heute über 50 Mitarbeiter sowie zwei Auszubildende. Das Familienunternehmen hat sich zu einem bedeutenden Arbeitgeber in der Region entwickelt”, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Dr. Stefan Rudolph vor Ort.
Das Schweriner Unternehmen Heck-Humus Kompostierungsgesellschaft mbH ist seit 20 Jahren in der Region Westmecklenburg tätig. Die Firma entstand 1990 aus dem VEB Organische Düngestoffe, dessen Technischer Leiter Michael Heck war. 1993 wurde daraus die Firma Heck-Humus Kompostierungsgesellschaft mbH gegründet, die ihre Tätigkeitsbereiche kontinuierlich erweiterte.
Zu den Geschäftsfeldern des zertifizierten Entsorgungsfachbetriebes gehören mittlerweile neben der Entsorgung kompostierbarer Abfälle die Reinigung und Entsorgung von Fäkaliengruben, die Entsorgung von Bauschutt und Bauabfall und der Transport von Schuttgütern und Gartenerde. Darüber hinaus verkauft das Unternehmen die Endprodukte wie zum Beispiel Füllmaterial für den Straßenbau, Kompost, Mutterboden, Andeckerde (Gemisch aus Kompost und Oberboden) für den Garten- und Landschaftsbau. Heck-Humus hat sich zu einem leistungsfähigen Dienstleister entwickelt, der über ein breites Angebotsspektrum verfügt. Somit kann der Fachbetrieb heute Leistungen für private, gewerbliche und kommunale Auftraggeber anbieten, die aktuell und dauerhaft gefragt sind. Zu den Kunden gehören Firmen wie HAPPY Kieswerk, Landpute Severin oder den Zweckverband Schweriner Umland und die Stadt Schwerin.
Die Firma betreibt eine Kompostieranlage für Bioabfall einschließlich der erforderlichen Lagerflächen für Fertigkompost, eine Bauschuttanlage mit Sortierfläche, eine Becheranlage und Lagerfläche für Beton und Ziegelrecyclingmaterial und kleine Bagger.
Im Rahmen seiner Würdigung ging Staatssekretär Rudolph auch auf die vorbildliche Unternehmensnachfolgeplanung von Heck-Humus ein. Das Wirtschaftsministerium unterstützt aktiv Unternehmensnachfolgen zum Beispiel durch die neue “Meisterprämie”. Sie richtet sich an Handwerks- und Industriemeister, die erstmalig ein bereits bestehendes Unternehmen übernehmen und damit für sich eine Vollexistenz aufbauen. Das neue Instrument der Meisterprämie soll bereits im Vorfeld einer Unternehmensübernahme einen Anreiz für qualifizierte Facharbeiter bieten, die anspruchsvolle Meisterausbildung mit dem Ziel einer späteren Unternehmensnachfolge zu absolvieren. Die Meisterprämie beträgt einmalig 7.500 Euro.
In Malchow (Müritzkreis) ist im vergangenen Jahr eine Koordinierungsstelle für Mecklenburg-Vorpommern “Unternehmensnachfolge – Brücke MV” eingerichtet worden. Sie wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert.
Schwerin – Nach den starken und lang anhaltenden Regenfällen in den vergangenen Wochen müssen die Landwirte in diesem Jahr mit teilweise unterdurchschnittlichen Erträgen rechnen. “Die Witterung hat nicht nur zur zeitlichen Verzögerung des Ernteverlaufs geführt. Auch die Neubestellung der Felder verschiebt sich. Zudem liegen die Erträge unter denen des Vorjahres. Qualitätseinbußen sind ebenfalls stark zu verzeichnen. Andererseits sind die Preise durchweg höher als im vergangenen Jahr, was die Situation etwas entschärft”, schätzt Landwirtschaftsminister die aktuelle Situation ein.
Die Ernte des Wintergetreides war mit Stand 1.9. zum größten Teil abgeschossen. Beim Winterweizen sind jedoch bisher nur gut 80 % der Flächen abgeerntet. Der Ertrag wird derzeit auf 70dt/ha geschätzt und liegt damit deutlich unter dem Jahresdurchschnitt von 75,1 dt/ha.
Die Ernte des Winterrapses ist zum größten Teil beendet. Mit einem Ertrag von ca. 39,1 dt/ha liegt man nur knapp unter dem Jahresdurchschnitt (40,1dt/ha).
Derzeit ist die Ernte des Sommergetreides in vollem Gange. Aber auch hierbei kommt es aufgrund von Niederschlägen zu Verzögerungen. Die Sommergerste ist zu 82 % abgeerntet. Der zu erwartenden Ertrag von 46dt/ha liegt zwar unter dem des Vorjahres (48,1 dt/ha) Das durchschnittliche Mittel der letzten fünf Jahre von 44,6 dt/ha wird aber dennoch leicht überboten.
Roggen, Hafer und Triticale sind derzeit etwa zu 50 % geerntet. Die bisherigen Erträge deuten auf insgesamt nur durchschnittliche Ergebnisse hin.
Schlotmann: Verkehrsprojekte Deutsche Einheit 20 Jahre
nach dem Ende der Teilung immer noch nicht fertig
Schwerin – Verkehrsminister Volker Schlotmann kritisierte heute, dass die Verkehrsprojekte Deutsche Einheit in Mecklenburg-Vorpommern 20 Jahre nach dem Ende der Teilung immer noch nicht fertig gestellt sind. “Wir warten nach wie vor auf den kompletten Ausbau der Bahnstrecke Lübeck – Stralsund, das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nummer 1. Der Bund und die Bahn können oder wollen uns immer noch nicht sagen, wann endlich die Mittel für das Projekt bereitstehen. 20 Jahre nach dem Ende der deutsch-deutschen Teilung ist das absolut unbefriedigend”, sagte er heute in Schwerin.
Er fügte hinzu: “Der Bund sollte nicht nur zu Investitionen auffordern, sondern diese Investitionen auch möglich machen. Das gilt sowohl für den Baubereich als auch für die Verkehrswege.”
Die Küstenautobahn A 20, das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nummer 10, wurde bereits im Jahr 2005 fertig gestellt. Baustart für den ersten Abschnitt der rund 324 Kilometer langen Küstenautobahn war 1992. “Von der A 20 hat das ganze Land enorm profitiert. Ohne sie wäre die Tourismusentwicklung der vergangenen Jahre nicht möglich gewesen”, sagte Schlotmann.
Insel Rügen – Die Frau war nach Ladenschluss im EDEKA-Markt in der Dünenstraße in Binz mit Aufräumungsarbeiten beschäftig. Als sie gegen 21.00 Uhr in das Büro gehen wollte, wurde sie plötzlich von hinten angegriffen. Ein unbewaffneter und maskierter Mann versuchte die Angestellte mit Kabelbindern zu fesseln, was sie durch heftige Gegenwehr verhindern konnte. Während der heftigen Auseinandersetzung biss die tapfere Frau den Angreifer mehrfach. Wohin konnte sie später nicht genau sagen, vermutlich aber in die Hände und Arme. Weiterhin konnte sie ihm die Strumpfmaske und die Perücke herunterreißen. Daraufhin flüchtete der Täter aus dem Laden in unbekannte Richtung.
Personenbeschreibung des flüchtigen Täters:
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etwa 30 Jahre,
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1,80 m groß
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schlanke und eher schmächtige Figur
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schwarze Hose, schwarzer Pullover
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Wildlederschuhe
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sprach nur englisch
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muss Biss-Spuren haben
Nach Herunterreißen der Maskierung konnten mittelblonde, kurze Haare und eine Brille erkannt werden.
Hinweise zum Täter nehmen das Kriminalkommissariat Sassnitz (Telefon 038392/ 3070) oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Rostock – Über die wirtschaftliche Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns und die Perspektiven im Ostseeraum hat sich heute der Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) in Rostock-Warnemünde informiert. Der Chef der Staatskanzlei Reinhard Meyer begrüßte rund 50 Mitglieder des Bundessenats des Verbandes.
“Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den zwanzig Jahren seit der Deutschen Einheit zum beliebtesten Sommerreiseziel in Deutschland und zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort entwickelt”, sagte Meyer in seiner Rede. “Wir wollen unsere Zukunft aus eigener Kraft gestalten. Dazu gehört auch, dass wir die Chancen nutzen, die sich für unser Land im Ostseeraum ergeben.”
Meyer hob hervor, dass rund ein Drittel der Exporte und sogar 76% des Seegüterumschlags des Landes auf den Ostseeraum entfallen. Das Land kooperiere auf vielen Feldern mit seinen Nachbarn rund um die Ostsee, so zum Beispiel bei der gemeinsamen touristischen Vermarktung des Ostseeraums oder im Biotechnologie-Verbund Scan Balt. “Das zeigt, welch großen Stellenwert der Ostseeraum für unser Land hat”, so Meyer.
Weitere Informationen zum Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) finden Sie unter www.bwa-deutschland.com.
Seidel: Branche trifft sich in MV
Unternehmen konzentrieren sich zunehmend auf ihre Kernkompetenzen und geben andere Bereiche wie Lohnbuchhaltung oder Verwaltungsprozesse an spezialisierte Dienstleister ab. “Das Treffen hochrangiger Manager und Experten im Bereich Business Process Outsourcing (BPO) hat sich zu einer festen Größe in den Terminkalendern entwickelt”, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Freitag beim 4. BPO-Summit in Hohe Düne. In Deutschland ist das Marktpotential hierfür noch lange nicht erschlossen, Experten rechnen mit deutlichen Zuwachsraten.
Nach einer aktuellen Studie wird das derzeitig in Deutschland kontraktierte Marktvolumen auf knapp zwei Mrd. Euro eingeschätzt. “Die Tagung beleuchtet in Vorträgen und Fachforen Trends und Entwicklungen in den jeweiligen Bereichen und sie wirbt bei den richtigen Ansprechpartnern für den Investitionsstandort Mecklenburg-Vorpommern”, sagte Seidel. Die Konferenzen werden von der Wirtschaftsfördergesellschaft “Invest in Mecklenburg-Vorpommern” organisiert. Folgen der Finanzkrise für die Branche und die Entwicklung am Arbeitsmarkt standen in diesem Jahr im Vordergrund.
“Mecklenburg-Vorpommern verfügt bereits über eine leistungsstarke Infrastruktur bei Service Centern. Servicedienstleister können im BPO-Bereich besonders hochwertige und qualifizierte Arbeitsplätze schaffen”, sagte Seidel. Derzeit arbeiten in Mecklenburg-Vorpommern 115 Service Center mit mehr als 14.000 Beschäftigten. Einkauf, Logistik und Personalmanagement sind weitere Bereiche für die Dienstleister.
Zehn Jahre führerscheinfreies Fahren durch das Naturparadies im Nordosten – Bootstourismus mit Charterschein nimmt zu – Kaum Einfluss auf Unfallstatistik
Zehn Jahre nach der Einführung des führerscheinfreien Bootfahrens hat der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern eine positive Bilanz gezogen: „Mit dem Charterschein hat sich Mecklenburg-Vorpommern im Wassertourismus eine neue Zielgruppe erschlossen und einen Aufschwung erlebt, von dem zahlreiche Charterfirmen und touristische Anbieter profitieren“, sagte Verbandspräsident Mathias Löttge. Umfragen zufolge wird heute fast jedes zweite Schiff im Landesinneren von Menschen gechartert, die keinen Bootsführerschein besitzen. Das entspricht in etwa einer Verdopplung im Bootstourismus in der aufgrund ihrer Größe und Angebotsvielfalt dennoch nicht überfüllten Mecklenburgischen Seenplatte. „Hochgerechnet wird derzeit pro Jahr rund 12.000 Mal führerscheinfrei abgelegt“, erläuterte Löttge. Damit einher gingen Gesamtjahresumsätze in Millionenhöhe. Insgesamt seien seit dem Jahr 2000, in dem das führerscheinfreie Fahren im Nordosten als Modellversuch startete, rund 80.000 Charterscheine ausgestellt worden. „Die anfangs bisweilen zu verspürende Skepsis gegenüber der neuen Regelung ist der vollen Akzeptanz dieses gastfreundlichen Angebotes gewichen“, fügte er hinzu.
Mit dem Charterschein ist das Fahren von Haus- und Motorbooten bis zu 15 Metern Länge und 12 km/h Höchstgeschwindigkeit fast im gesamten Binnenrevier im Nordosten – dem „Blauen Paradies“ – ohne Führerschein möglich. Bootstouristen können auf diese Weise Törns auf ausgewiesenen Wasserstraßen von Dömitz in Westmecklenburg über die Landeshauptstadt Schwerin bis in die Mecklenburgische Seenplatte und Neustrelitz unternehmen. „Wer Gefallen am Bootfahren in der Natur findet, erwirbt anschließend häufig einen unbefristet gültigen Bootsführerschein“, so Mathias Löttge. Darüber hinaus nutzten nicht nur Einsteiger den Charterschein, sondern auch erfahrene Skipper, die zuvor ihren Hausbooturlaub in ausländischen Revieren verbrachten. Laut Harald Kuhnle, Geschäftsführer des Unternehmens Kuhnle Tours, besitzen rund 40 Prozent der Gäste, die bei ihm ein Hausboot mieten, keinen Führerschein. Nach Auskunft des Hafenmeisters von Waren/Müritz, Jens Ahlrep, ist etwa die Hälfte der im Stadthafen festmachenden Boote mit Charterbescheinigung unterwegs.
Freizeitkapitäne werden in einem verpflichtenden dreistündigen Kurs unter anderem in die Handhabung des Bootes, Sicherheitsregularien und Rettungsmittel sowie in das Verhalten beim Schleusen eingeführt. Nicht zuletzt aufgrund der fundierten Einweisung sowie der begrenzten Geschwindigkeit sieht auch die Wasserschutzpolizei die Charterscheinregelung als Bereicherung für den Tourismus. Laut Hartmut Richter, Kriminalhauptkommissar bei der Wasserschutzpolizeidirektion Mecklenburg-Vorpommern, ist infolge der Regelung kein Ansteigen von Bootsunfällen zu verzeichnen, zu denen bereits das leichte Touchieren von Seezeichen, Hafenanlagen oder anderer Boote zählt. „Lediglich rund fünf Prozent der 250 gemeldeten Sportbootunfälle im vergangenen Jahr sind von Bootsführern ohne Führerschein verursacht worden“, erklärte Richter. Unternehmer Harald Kuhnle zufolge sind selbst dies jedoch zumeist kleinere Schäden im Bereich unter 100 Euro.
Mecklenburg-Vorpommern mit mehr als 2.000 Seen und einem fast vollständig vernetzten Wassersportrevier nimmt im Bootschartergeschäft in Deutschland die führende Rolle ein. Laut Bundesverband für Wassersportwirtschaft entfallen 75 Prozent des deutschen Chartergeschäftes mit jährlich 37.000 Chartergästen, mehr als 180.000 Übernachtungen von Chartertouristen und einem Umsatzvolumen von 20 Millionen Euro auf Mecklenburg-Vorpommern. Schätzungen zufolge machen die in der amtlichen Statistik nicht auftauchenden Bootstouristen sowie -eigner allein in Mecklenburg-Vorpommern rund 600.000 Übernachtungen im Jahr aus.
Über die Charterscheinregelung, Reviere und Charterfirmen in Mecklenburg-Vorpommern informiert die Broschüre „Das Blaue Paradies“ des Landestourismusverbandes, die kostenlos unter der Rufnummer 0381 40 30 500 oder im Internet unter www.auf-nach-mv.de bestellt werden kann. Auch auf der Internetseite www.mv-maritim.de sind entsprechende Informationen zu finden. Touristische Informationen zur Mecklenburgischen Seenplatte finden Interessierte im Internet unter www.mecklenburgische-seenplatte.de. (TMV)
Deutscher Naturschutztag erstmals in M-V
Stralsund – “Die Deutschen Naturschutztage (DNT) bieten die nahezu einmalige Gelegenheit für alle im Naturschutz tätigen Personen, Verbände, Behörden und wissenschaftlichen Einrichtungen sich umfassend zu informieren, zu diskutieren, Kontakte zu pflegen und neue Netzwerke im Naturschutz zu knüpfen. Sie sind ein bedeutsames Instrument zur Erhöhung der gesellschaftspolitischen Akzeptanz und Wirksamkeit des Naturschutzes. Gleichzeitig sind sie Zeitzeugen und Quellen der Themengeschichte und der Wandlungen im Naturschutz. Vor allem aber können sie Innovationspotenziale wecken und als Ausgangspunkte für Neuerungen im Naturschutz dienen.” Dies sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute in Stralsund auf einer Pressekonferenz zur Vorstellung des 30. Deutschen Naturschutztages, der vom 27. September bis 1. Oktober 2010 in der Hansestadt durchgeführt wird. An der gemeinsamen Pressekonferenz nahmen seitens der ständigen Veranstalter Dr. Uwe Riecken sowie der Oberbürgermeister Stralsunds Dr. Alexander Badrow teil.
Der Minister brachte seine Freude zum Ausdruck, dass der Bundesverband Beruflicher Naturschutz e. V. (BBN), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Deutsche Naturschutzring e. V. (DNR) als langjährige Veranstalter das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Hansestadt Stralsund mit seiner zum UNESCO-Welterbe zählenden Altstadt als Tagungsort gewählt haben. Das Motto des DNT “Frischer Wind und weite Horizonte” passe so richtig zu Mecklenburg-Vorpommern. Auch weil marine Schutzaspekte und Fragen des Moorschutzes Themenschwerpunkte sein werden, sei Mecklenburg-Vorpommern als Austragungsort des DNT besonders geeignet.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern mit seinem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz wird sich inhaltlich insbesondere in den Fachveranstaltungen zu den Themen “Wasser im Kontext der aktuellen Umweltpolitik” und “Moore in der Landschaft” stark einbringen. “Mit seinem Moorschutzprogramm nimmt unser Land nicht nur bundes- sondern europaweit eine Vorreiterrolle beim Schutz der organischen Böden ein”, so Minister Backhaus. “Bei der Vorstellung unseres Moorschutzkonzeptes werden wir deutlich machen, wie angepasste, zum Teil neuartige Nutzungsformen die Chance bieten, Schutz und Nutzung der Moore miteinander in Einklang zu bringen und die Freisetzung klimarelevanter Gase zu reduzieren.”
Nach den Worten des Ministers verfügt das Land Mecklenburg-Vorpommern mit zwei Nationalparken, zwei Biosphärenreservaten und sieben Naturparken sowie einer Vielzahl an Naturschutz-, FFH- und Vogelschutzgebieten und Laichschongebieten über eine überdurchschnittliche Präsenz an Schutzgebietskategorien. “Ich glaube zu Recht sagen zu können, dass Mecklenburg-Vorpommern einen herausragenden Beitrag zum Naturschutz in Deutschland leistet und auch deshalb genau der richtige Gastgeber für den 30. DNT ist.”
Dr. Uwe Riecken vom Bundesamt für Naturschutz informierte darüber, dass der alle zwei Jahre durchgeführte Deutsche Naturschutztag (DNT) die größte Veranstaltung zum Thema Naturschutz im deutschsprachigen Raum ist. Das besonders Bemerkenswerte am DNT sei, dass es sich um eine gemeinsame Veranstaltung des Bundesverbandes Beruflicher Naturschutz (BBN) e. V., dem Deutschen Naturschutzring (DNR) e. V. und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie dem jeweils gastgebenden Bundesland – in diesem Jahr Mecklenburg-Vorpommern -, also um eine Kooperation zwischen behördlichem Naturschutz, dem verbandlichen und ehrenamtlichen Naturschutz handelt. Der DNT diene als lebendige Plattform zur Vermittlung von Fachwissen und zum Erfahrungsaustausch. Der DNT sei somit ein wichtiger Impulsgeber zur Bewältigung sich ständig wandelnder Herausforderungen an den Naturschutz.
“Der Deutsche Naturschutztag in Stralsund ist etwas Besonderes, weil er nicht nur in einer wunderschönen Umgebung stattfindet, sondern auch sein 30. Jubiläum feiern kann”, erläuterte Dr. Uwe Riecken im Namen der ständigen Veranstalter.
“In diesem Jahr stehen vor allem der Schutz und die Entwicklung der Moore und Gewässer, der Meere und Küsten und der Biotopverbund im Mittelpunkt der sieben Fachveranstaltungen. Darüber hinaus geht es auch um Fragen der Umsetzung der internationalen Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt sowie um den Zusammenhang zwischen Ökologie, Ökonomie und Regionalentwicklung. Die Tagung wird durch ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet, bei dem neben verschiedenen Ausstellungen die vielfältigen Exkursionsmöglichkeiten zu den Naturschönheiten Mecklenburg-Vorpommerns besonders hervorzuheben sind”, so Uwe Riecken weiter.
Schon jetzt würden die Anmeldezahlen ein großes Interesse aus ganz Deutschland am DNT signalisieren. Bis zu 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in Stralsund erwartet.
“Diese Anmeldezahlen für den 30. Deutschen Naturschutztag in Stralsund machen uns natürlich stolz. Mit ihrem einzigartigen und inzwischen weltweit bekannten OZEANEUM ist unsere Stadt der ideale Ausrichter für eine Veranstaltung, in deren Mittelpunkt Schutz und Schutzbedürftigkeit von Natur und Umwelt stehen. Als Europäisches Museum des Jahres 2010 macht das OZEANEUM mit seinen modernen Ausstellungen, multimedialen Angeboten und Aquarien Wissenschaft anschaulich. Es widmet sich einem ganz speziellen Lebensraum – den nördlichen Meeren – und seiner Erforschung. Es unterhält und bildet zugleich und so sind wir in Stralsund auf einem guten Weg, uns aktiv in den Naturschutz einzubringen”, so Stralsunds Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow.
Minister Backhaus informierte weiterhin darüber, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern den DNT-Teilnehmern ein interessantes und vielfältiges Exkursionsangebot unterbreitet hat. Vier Ganztages-, vier Zweitages- und neun Halbtagesexkursionen in verschiedene Großschutz-, Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete stehen zur Auswahl. Dazu gehören die Ostseeinseln Rügen, Hiddensee, Vilm und Usedom, der Darß, das Stettiner Haff und das Peenetal, die Feldberger Seenlandschaft und der Müritz-Nationalpark.
Flankiert wird der Kongress durch ein vielfältiges Ausstellungsprogramm von Verbänden und Vereinen, aber auch von Behörden und staatlichen Einrichtungen. Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern wird mit einer neuen Wanderausstellung vertreten sein, die erstmalig auf dem DNT der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Übergeordnetes Thema ist das kohärente europäische ökologische Netz “Natura 2000″ und die besondere Verantwortung Mecklenburg-Vorpommerns für Lebensraumtypen wie Ostseeküste, Tieflandflüsse, Klarwasserseen und Buchenwälder.
“Ich bin sicher – Mecklenburg-Vorpommern und die Hansestadt Stralsund werden würdige und exzellente Gastgeber für den 30. DNT sein. Dieser DNT wird die enge Kooperation aller Fachkräfte für Naturschutz und Landschaftspflege vertiefen und ein einheitliches Handeln in Naturschutz und Landschaftspflege – auch bei Fragen der Gesetzgebung – befördern. Vor allem aber wird der 30. DNT dazu beitragen, die Anliegen des Naturschutzes stärker in die Öffentlichkeit zu tragen, um so noch mehr Menschen zum aktiven Handeln beim Schutz von Natur und Umwelt zu bewegen”, sagte Minister Backhaus abschließend.
Schlotmann: Finanzhilfen für Welterbe
Wismar – Auf dem 5. Internationalen Kongress der Backsteinbaukunst in Wismar betonte Bauminister Volker Schlotmann, dass die Backsteinbaukunst ein Identität stiftendes Merkmal in Mecklenburg-Vorpommern ist und weiterhin unterstützt werden muss. “Ich freue mich, dass der Bund im Programm 2010 für die Hansestädte Stralsund und Wismar wiederum knapp zehn Millionen Euro vorsieht”, sagte Schlotmann heute in der St.-Georgen-Kirche in Wismar. “Damit wird ein wichtiger Beitrag zum Erhalt des Welterbes geleistet und die Zukunftsfähigkeit beider Städte gestärkt.” Die Bundesregierung führt in diesem Jahr das Förderprogramm für Investitionen in nationale UNESCO-Welterbestätten mit einem Programmvolumen von insgesamt rund 70 Millionen Euro bis zum Jahr 2014 fort.
Die Hansestadt Wismar will mit rund 3,4 Millionen Euro die ehemalige Kaufmannskompanie in der Lübschen Straße 23 sanieren und umnutzen. In Stralsund sollen mit Hilfe von rund 6,5 Millionen Euro die Sanierung ausgewählter Bürgerhäuser sowie eines Teils des Dominikanerklosters St. Katharinen in Angriff genommen werden. “Die von beiden Hansestädten geplanten Investitionen sind gut angelegtes Geld”, sagte Schlotmann. “Das Förderprogramm leistet somit nicht nur einen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung sondern gibt auch Impulse für Beschäftigung und Wachstum in der Region.”
Zu den bekanntesten Zeugnissen der Backsteingotik zählen in Wismar die drei monumentalen Kirchen St. Georgen, St. Marien und St. Nikolai. Die Sanierung und Instandsetzung der Kirchen wird bereits seit 1991 mit Städtebauförderungsmitteln unterstützt. Die Arbeiten an der St. Marienkirche sollen bis Ende 2013 abgeschlossen sein. Für die St.-Georgen-Kirche plant die Stadt noch in diesem Jahr eine Nutzung und bis 2012 den Abschluss der Sanierungsarbeiten. Die Erneuerung der Kirche St. Nikolai soll 2012 beendet sein.
Gleichzeitig warnte der Bauminister auf dem Kongress vor den vom Bund beabsichtigten Kürzungen der Städtebauförderung. Laut Schlotmann sei die Halbierung der Förderung ein schwerer Rückschlag für die Städte und Gemeinden. “Trotz enormer Entwicklung der Kommunen in den vergangenen 20 Jahren bleibt noch einiges in der Stadtsanierung zu tun”, sagte Schlotmann. “Damit sich die Städte und Gemeinden auch weiterhin so gut entwickeln können, brauchen wir auch künftig eine Städtebauförderung auf mindestens dem bisherigen Niveau. Schließlich sollen sich die Menschen in ihren Städten wohlfühlen und wir wollen auch weiterhin viele Touristen in unser Land locken.”
In diesem Zusammenhang hob der Minister die Innenstädte im Land hervor, die sich durch die wechselhafte Kombination aus traditioneller und moderner Architektur als lebendige Orte des Wohnens, des Arbeitens, der Kultur und der Erholung zeigen. “Zu dieser Entwicklung hat die Stadterneuerung wesentlich beigetragen – viele Straßen, Plätze und historische Gebäude, wie Rathäuser und Kirchen, sind bereits saniert”, sagte der Minister. “Diese positive Entwicklung sollte durch die Absicht des Bundes nicht gefährdet werden”, so Schlotmann abschließend.
Hamburg – Auf dem 6. Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg hat der Chef der Staatskanzlei Reinhard Meyer für das Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern geworben. “Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Mecklenburg-Vorpommern zum Gesundheitsland zu entwickeln. Der bevorstehende demografische Wandel stellt uns vor Herausforderungen. Er eröffnet aber auch Chancen. Die wollen wir nutzen”, sagte der Staatssekretär in seinem Vortrag vor Vertretern der Branche.
“Mecklenburg-Vorpommern ist früher als andere Bundesländer vom demografischen Wandel betroffen. Wir entwickeln deshalb schon heute innovative Konzepte zur Gesundheitsversorgung, die später auf andere Länder übertragen werden können”, erläuterte Meyer. Ein gutes Beispiel dafür sei das Projekt Gesundheitsschwester AGnES, das mittlerweile bundesweit in den Leistungskatalog der Krankenkassen übernommen worden ist. Auch die Erfahrungen, die auf dem Gebiet der Telemedizin gesammelt würden, könnten für andere Länder hilfreich sein.
Vor allem aber eröffne der demografische Wandel große Chancen für den Gesundheitstourismus. “14% unserer Besucher sind Gesundheitstouristen. Dieses Potential wird weiter wachsen”, so der Chef der Staatskanzlei. Darauf bereite sich die Tourismusbranche im Land vor. “Mecklenburg-Vorpommern will mit erstklassiger Qualität und attraktiven Angeboten punkten. Fast drei Viertel aller vom Deutschen Wellnessverband zertifizierten Wellnesshotels liegen in Mecklenburg-Vorpommern”, hob Meyer hervor, der auch Präsident des Deutschen Tourismusverbandes ist. Der Trend gehe zum Medical-Wellness-Urlaub. “Deshalb arbeiten bei uns beispielsweise Hotels und Kliniken zusammen, um eine Kombination aus Wellness-Urlaub und medizinischen Vorsorge-Untersuchungen anbieten zu können.”
18-jähriger Fahranfänger verursacht Verkehrsunfall
Insel Rügen – Ein 18-jähriger Fahranfänger verunglückte am 02.09.2010 auf der Bundesstraße 96 an der Auffahrt zur Rügenbrücke.
Der junge Kraftfahrer von der Insel Rügen kam aus bisher nicht geklärten Umständen gegen 09.00 Uhr mit einem Pkw Hyundai ins Schleudern. In der weiteren Folge verlor er die Gewalt über das Fahrzeug, später blieb der Pkw auf der Fahrerseite liegen.
Dabei zog sich der 18-Jährige Schnittverletzungen zu. Außerdem wurde er zu weiteren Untersuchungen ins Klinikum Stralsund verbracht.
Durch den auf der Seite liegenden Pkw war die Auffahrt zur Rügenbrücke blockiert. Somit war die zzt. einzige Straßenverbindung von der Insel Rügen herunter gesperrt. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau. Gegen 10.00 Uhr war die Straße beräumt und die Sperrung aufgehoben. Am Pkw entstand erheblicher Sachschaden.
Neubrandenburg – Im Hafen von Sietow wurden in der Nacht vom 31.08.10 zum 01.09.10 drei Außenbordmotoren durch unbekannte Täter entwendet. Die unbekannten Täter gelangten unbefugt in die Bootsschuppenanlage und durchtrennten dort von Booten, welche neben der Anlage vor Anker lagen, die Kabel der Motoren, schraubten die Motoren ab und entwendeten sie. Zur Schadenshöhe kann noch nichts gesagt werden.
Im nicht weit entfernten Ludorf wurden 7 Bootsmotoren von Segeljollen und ein komplettes Motorboot in derselben Nacht entwendet. Das Motorboot wurde am gestrigen Tage durch einen Polizeibeamten in seiner Freizeit, auf der Müritz treibend, wieder aufgefunden. Die Täter hatten sich auch bei diesem Boot bereits “ans Werk” gemacht und die Kabel des Motors durchtrennt. Den Motor hatte der Eigner jedoch besonders gut gesichert, so dass die Täter das Boot samt Motor auf der Müritz treiben ließen. Die Schadenshöhe muss noch ermittelt werden.
Auch in Wustrow, im Hafen des Ortsteil Drosdeow, entwendeten unbekannte Täter 2 Bootsmotoren. Sie näherten sich vermutlich seeseitig der Bootsschuppenanlage, drangen dort in zwei Schuppen ein und entwendeten die Außenbordmotoren, nachdem sie die Steuerleitungen durchtrennt hatten. Der Schaden beläuft sich hier auf etwa 20.000 €.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer kann Hinweise zu diesen Taten geben? Wer hat Personen- oder Fahrzeugbewegungen an ungewöhnlichen Orten, zu ungewöhnlichen Zeiten festgestellt. In Zusammenhang mit dem Diebstahl in Drosedow wird um Mitteilungen zu einem weißen oder hellen Transporter gebeten. Dieser wurde in der Nacht in Drosedow durch Zeugen gesehen. Wann und wo wurde dieses Fahrzeug während der Tatzeit in Tatortnähe noch festgestellt? Wer kann nähere Angaben zu diesem Transporter machen?
Wenn Sie Hinweise geben können, wenden sie sich bitte an die 0395/5582225 oder ihre örtliche Dienststelle.
Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle wird in naher Zukunft eine Bootsmotorencodierung im Bereich der Müritz durchführen. Der genaue Termin wird zeitnah bekannt gegeben.
Schwerin – Die Polizeidirektion Schwerin hat im Rahmen der angekündigten themenorientierten Verkehrskontrollen bereits am ersten Kontrolltag 218 Verstöße gegen die Gurtpflicht auf den Straßen Westmecklenburgs ahnden müssen. Zwar zeigten sich die meisten betroffenen Fahrzeugführer bzw. Insassen an den Kontrollstellen einsichtig, dennoch war zu erkennen, dass sich nicht alle über mögliche Unfallfolgen im Klaren waren.
Direktionsweit kamen im Zuge der Auftaktkontrollen am gestrigen Mittwoch rund 90 Polizeibeamte an 21 Kontrollstellen zum Einsatz. Über den gesamten Monat September 2010 wird die Polizei flächendeckend die Einhaltung der Gurtpflicht auf den Straßen Westmecklenburgs überwachen. Dabei steht an den Kontrollstellen insbesondere der präventive Ansatz im Vordergrund.
Insel Rügen – Vier junge Leute waren am Mittwochmorgen die ersten Gäste bei Landrätin Kerstin Kassner. Wie jedes Jahr nahm sich die Rügener Verwaltungschefin am 01. September Zeit, um die neuen Auszubildenden des Landkreises in ihrem Dienstzimmer zu begrüßen.
Anne Langhammer aus Lützen und Laura Danckwardt aus Sagard wollen Verwaltungsfachangestellte werden, Diana Blech aus Bergen Kauffrau für Bürokommunikation und Bianca Schober aus Sassnitz Fachangestellte für Medien und Informationsdienste. „Ich freue mich sehr, dass Sie sich für eine Ausbildung beim Landkreis entschieden haben“, sagte Kerstin Kassner und gab sogleich einen kleinen Einblick in die Struktur und Aufgaben der Kreisverwaltung. „Wir tragen für sehr viele Bereiche Verantwortung. Wir sind für Menschen in schwierigen Lebenssituationen da, erteilen Baugenehmigungen, kümmern uns um den Naturschutz, fördern Kinder und Jugendliche. Das Spektrum ist sehr breit“, erzählte sie. Die Ausbildung sei nicht einfach. Aber mit dem nötigen Ehrgeiz und den erfahrenen Kollegen an der Seite werde es sicherlich gelingen, gute und sehr gute Ergebnisse zu erzielen, so die Landrätin.

Während der nächsten Tage werden viele weitere Informationen auf die neuen Auszubildenden einströmen. So werden sie zum Beispiel alle Ämter der Kreisverwaltung besuchen. Es gibt Einführungen in das Tarifrecht, in die Dienstanweisungen der Kreisverwaltung und in den Arbeitsschutz. Und auch die RÜGANA steht auf dem Programm, denn dort werden in diesem Jahr die anderen Auszubildenden des Landkreises Rügen erstmalig einen eigenen Stand betreuen, ihren Ausbildungsbetrieb vorstellen und als Ansprechpartner für Jugendliche, die sich über eine Ausbildung bei der Kreisverwaltung Rügen informieren möchten, fungieren.
Die Chancen für die jungen Leute, nach der Ausbildung übernommen zu werden, sind sehr groß. Wer erfolgreich ohne Inanspruchnahme einer Wiederholungsprüfung seine Ausbildung meistert, hat eine ganz wichtige Voraussetzung erreicht, um erst einmal für ein Jahr eingestellt zu werden. „Während dieser Zeit kann man sich dann auf frei werdende Stellen in der Kreisverwaltung bewerben. Auf diese Weise haben schon viele ehemalige Auszubildende einen Arbeitsplatz bei uns erhalten“, informierte die Landrätin.
Mit den vier Neuen absolvieren derzeit insgesamt zwölf junge Menschen eine Ausbildung in der Kreisverwaltung. Seit Anfang der 90er Jahre wurden 65 junge Leute im Landratsamt ausgebildet.




