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Deutscher Naturschutztag erstmals in M-V
Stralsund – “Die Deutschen Naturschutztage (DNT) bieten die nahezu einmalige Gelegenheit für alle im Naturschutz tätigen Personen, Verbände, Behörden und wissenschaftlichen Einrichtungen sich umfassend zu informieren, zu diskutieren, Kontakte zu pflegen und neue Netzwerke im Naturschutz zu knüpfen. Sie sind ein bedeutsames Instrument zur Erhöhung der gesellschaftspolitischen Akzeptanz und Wirksamkeit des Naturschutzes. Gleichzeitig sind sie Zeitzeugen und Quellen der Themengeschichte und der Wandlungen im Naturschutz. Vor allem aber können sie Innovationspotenziale wecken und als Ausgangspunkte für Neuerungen im Naturschutz dienen.” Dies sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute in Stralsund auf einer Pressekonferenz zur Vorstellung des 30. Deutschen Naturschutztages, der vom 27. September bis 1. Oktober 2010 in der Hansestadt durchgeführt wird. An der gemeinsamen Pressekonferenz nahmen seitens der ständigen Veranstalter Dr. Uwe Riecken sowie der Oberbürgermeister Stralsunds Dr. Alexander Badrow teil.
Der Minister brachte seine Freude zum Ausdruck, dass der Bundesverband Beruflicher Naturschutz e. V. (BBN), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Deutsche Naturschutzring e. V. (DNR) als langjährige Veranstalter das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Hansestadt Stralsund mit seiner zum UNESCO-Welterbe zählenden Altstadt als Tagungsort gewählt haben. Das Motto des DNT “Frischer Wind und weite Horizonte” passe so richtig zu Mecklenburg-Vorpommern. Auch weil marine Schutzaspekte und Fragen des Moorschutzes Themenschwerpunkte sein werden, sei Mecklenburg-Vorpommern als Austragungsort des DNT besonders geeignet.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern mit seinem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz wird sich inhaltlich insbesondere in den Fachveranstaltungen zu den Themen “Wasser im Kontext der aktuellen Umweltpolitik” und “Moore in der Landschaft” stark einbringen. “Mit seinem Moorschutzprogramm nimmt unser Land nicht nur bundes- sondern europaweit eine Vorreiterrolle beim Schutz der organischen Böden ein”, so Minister Backhaus. “Bei der Vorstellung unseres Moorschutzkonzeptes werden wir deutlich machen, wie angepasste, zum Teil neuartige Nutzungsformen die Chance bieten, Schutz und Nutzung der Moore miteinander in Einklang zu bringen und die Freisetzung klimarelevanter Gase zu reduzieren.”
Nach den Worten des Ministers verfügt das Land Mecklenburg-Vorpommern mit zwei Nationalparken, zwei Biosphärenreservaten und sieben Naturparken sowie einer Vielzahl an Naturschutz-, FFH- und Vogelschutzgebieten und Laichschongebieten über eine überdurchschnittliche Präsenz an Schutzgebietskategorien. “Ich glaube zu Recht sagen zu können, dass Mecklenburg-Vorpommern einen herausragenden Beitrag zum Naturschutz in Deutschland leistet und auch deshalb genau der richtige Gastgeber für den 30. DNT ist.”
Dr. Uwe Riecken vom Bundesamt für Naturschutz informierte darüber, dass der alle zwei Jahre durchgeführte Deutsche Naturschutztag (DNT) die größte Veranstaltung zum Thema Naturschutz im deutschsprachigen Raum ist. Das besonders Bemerkenswerte am DNT sei, dass es sich um eine gemeinsame Veranstaltung des Bundesverbandes Beruflicher Naturschutz (BBN) e. V., dem Deutschen Naturschutzring (DNR) e. V. und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie dem jeweils gastgebenden Bundesland – in diesem Jahr Mecklenburg-Vorpommern -, also um eine Kooperation zwischen behördlichem Naturschutz, dem verbandlichen und ehrenamtlichen Naturschutz handelt. Der DNT diene als lebendige Plattform zur Vermittlung von Fachwissen und zum Erfahrungsaustausch. Der DNT sei somit ein wichtiger Impulsgeber zur Bewältigung sich ständig wandelnder Herausforderungen an den Naturschutz.
“Der Deutsche Naturschutztag in Stralsund ist etwas Besonderes, weil er nicht nur in einer wunderschönen Umgebung stattfindet, sondern auch sein 30. Jubiläum feiern kann”, erläuterte Dr. Uwe Riecken im Namen der ständigen Veranstalter.
“In diesem Jahr stehen vor allem der Schutz und die Entwicklung der Moore und Gewässer, der Meere und Küsten und der Biotopverbund im Mittelpunkt der sieben Fachveranstaltungen. Darüber hinaus geht es auch um Fragen der Umsetzung der internationalen Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt sowie um den Zusammenhang zwischen Ökologie, Ökonomie und Regionalentwicklung. Die Tagung wird durch ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet, bei dem neben verschiedenen Ausstellungen die vielfältigen Exkursionsmöglichkeiten zu den Naturschönheiten Mecklenburg-Vorpommerns besonders hervorzuheben sind”, so Uwe Riecken weiter.
Schon jetzt würden die Anmeldezahlen ein großes Interesse aus ganz Deutschland am DNT signalisieren. Bis zu 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in Stralsund erwartet.
“Diese Anmeldezahlen für den 30. Deutschen Naturschutztag in Stralsund machen uns natürlich stolz. Mit ihrem einzigartigen und inzwischen weltweit bekannten OZEANEUM ist unsere Stadt der ideale Ausrichter für eine Veranstaltung, in deren Mittelpunkt Schutz und Schutzbedürftigkeit von Natur und Umwelt stehen. Als Europäisches Museum des Jahres 2010 macht das OZEANEUM mit seinen modernen Ausstellungen, multimedialen Angeboten und Aquarien Wissenschaft anschaulich. Es widmet sich einem ganz speziellen Lebensraum – den nördlichen Meeren – und seiner Erforschung. Es unterhält und bildet zugleich und so sind wir in Stralsund auf einem guten Weg, uns aktiv in den Naturschutz einzubringen”, so Stralsunds Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow.
Minister Backhaus informierte weiterhin darüber, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern den DNT-Teilnehmern ein interessantes und vielfältiges Exkursionsangebot unterbreitet hat. Vier Ganztages-, vier Zweitages- und neun Halbtagesexkursionen in verschiedene Großschutz-, Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete stehen zur Auswahl. Dazu gehören die Ostseeinseln Rügen, Hiddensee, Vilm und Usedom, der Darß, das Stettiner Haff und das Peenetal, die Feldberger Seenlandschaft und der Müritz-Nationalpark.
Flankiert wird der Kongress durch ein vielfältiges Ausstellungsprogramm von Verbänden und Vereinen, aber auch von Behörden und staatlichen Einrichtungen. Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern wird mit einer neuen Wanderausstellung vertreten sein, die erstmalig auf dem DNT der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Übergeordnetes Thema ist das kohärente europäische ökologische Netz “Natura 2000″ und die besondere Verantwortung Mecklenburg-Vorpommerns für Lebensraumtypen wie Ostseeküste, Tieflandflüsse, Klarwasserseen und Buchenwälder.
“Ich bin sicher – Mecklenburg-Vorpommern und die Hansestadt Stralsund werden würdige und exzellente Gastgeber für den 30. DNT sein. Dieser DNT wird die enge Kooperation aller Fachkräfte für Naturschutz und Landschaftspflege vertiefen und ein einheitliches Handeln in Naturschutz und Landschaftspflege – auch bei Fragen der Gesetzgebung – befördern. Vor allem aber wird der 30. DNT dazu beitragen, die Anliegen des Naturschutzes stärker in die Öffentlichkeit zu tragen, um so noch mehr Menschen zum aktiven Handeln beim Schutz von Natur und Umwelt zu bewegen”, sagte Minister Backhaus abschließend.
Hamburg – Auf dem 6. Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg hat der Chef der Staatskanzlei Reinhard Meyer für das Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern geworben. “Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Mecklenburg-Vorpommern zum Gesundheitsland zu entwickeln. Der bevorstehende demografische Wandel stellt uns vor Herausforderungen. Er eröffnet aber auch Chancen. Die wollen wir nutzen”, sagte der Staatssekretär in seinem Vortrag vor Vertretern der Branche.
“Mecklenburg-Vorpommern ist früher als andere Bundesländer vom demografischen Wandel betroffen. Wir entwickeln deshalb schon heute innovative Konzepte zur Gesundheitsversorgung, die später auf andere Länder übertragen werden können”, erläuterte Meyer. Ein gutes Beispiel dafür sei das Projekt Gesundheitsschwester AGnES, das mittlerweile bundesweit in den Leistungskatalog der Krankenkassen übernommen worden ist. Auch die Erfahrungen, die auf dem Gebiet der Telemedizin gesammelt würden, könnten für andere Länder hilfreich sein.
Vor allem aber eröffne der demografische Wandel große Chancen für den Gesundheitstourismus. “14% unserer Besucher sind Gesundheitstouristen. Dieses Potential wird weiter wachsen”, so der Chef der Staatskanzlei. Darauf bereite sich die Tourismusbranche im Land vor. “Mecklenburg-Vorpommern will mit erstklassiger Qualität und attraktiven Angeboten punkten. Fast drei Viertel aller vom Deutschen Wellnessverband zertifizierten Wellnesshotels liegen in Mecklenburg-Vorpommern”, hob Meyer hervor, der auch Präsident des Deutschen Tourismusverbandes ist. Der Trend gehe zum Medical-Wellness-Urlaub. “Deshalb arbeiten bei uns beispielsweise Hotels und Kliniken zusammen, um eine Kombination aus Wellness-Urlaub und medizinischen Vorsorge-Untersuchungen anbieten zu können.”
Rostock – Das Weiterentwickeln der so genannten “Frühen Hilfen” steht im Mittelpunkt einer Fachtagung von Schwangerschaftsberaterinnen und Familienhebammen heute in Rostock. “Die gemeinsamen Beratungen sind ein wichtiger Schritt, um Kinder mit den Maßnahmen des Gesundheitswesens, der Kinder- und Jugendhilfe sowie anderen familienbezogenen Dienstleistern noch besser und noch früher vor Gefährdungen zu schützen”, sagte Sozialstaatssekretär Nikolaus Voss. Die gemeinsame Tagung solle auch dazu beitragen, dass Informationen zusammengeführt und die gemeinsame Arbeit in Sinne Früher Hilfen für junge Familien verbessert werden kann.
Das ehrenamtliche Angebot für junge Familien, Wellcome, ist seit einigen Monaten auch in Mecklenburg-Vorpommern (Grevesmühlen) vertreten. Hier bieten ehrenamtliche Helfer jungen Eltern nach der Geburt praktische und unbürokratische Unterstützung an.
Die Familienhebammen sind eng in die lokalen Netzwerke der Frühen Hilfe eingebunden. Sie beraten, begleiten und unterstützen seit Sommer 2008 Mütter, Väter und deren Kinder in besonderen Lebenslagen. Familienhebammen gibt es nahezu allen Landkreisen und kreisfreien Städten.
Die Landesregierung baut das Betreuungsnetz der Familienhebammen weiter aus. Der Haushaltsansatz für das Projekt wurde für die Jahre 2010 und 2011 mit jeweils 541.000 Euro mehr als verdoppelt.
Schwerin – Zu dem heute vom Kabinett beschlossenen Sparpaket der Bundesregierung erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende und Ministerin für Soziales und Gesundheit, Manuela Schwesig: Die Bundesregierung macht die Familien zu den Sparschweinen der Nation. Die Streichung des Elterngeldes für die Empfänger von ALG II und Kinderzuschlag ist sozial höchst bedenklich und zutiefst ungerecht. Denn nach den Plänen der Bundesregierung soll beispielsweise der alleinerziehenden Hartz-IV-Empfängerin das Elterngeld gestrichen werden, der Hausfrau mit gut verdienendem Ehemann aber nicht.
Das gilt entgegen der vollmundigen Ankündigungen von Bundesfamilienministerin Schröder nun selbst dann, wenn die Eltern vor Geburt ihres Kindes einen Teil ihres Einkommens durch Erwerbstätigkeit selbst erwirtschaftet haben. Dieser Sparhammer wird gerade die Familien treffen, die ohnehin am wenigsten haben. Damit wird sich die Kinderarmut verschärfen. Bundesfamilienministerin Schröder lässt die Familien in diesem Land im Stich.
Geradezu unanständig ist es, dass auch Frau von der Leyen im Kabinett für die Kürzung beim Elterngeld die Hand gehoben hat. Wenn sie einerseits zusätzliche Mittel für die Umsetzung des Bundesverfassungsgerichtsurteils zur Absicherung des Existenzminimums von Kindern in Aussicht stellt, und gleichzeitig der Streichung des Elterngeldes für dieselben Familien zustimmt, dann ist das nichts weiter als linke Tasche, rechte Tasche. Diese Bundesregierung betreibt eine Politik nicht für, sondern gegen Familien mit Kindern.
Angesichts dieser Maßnahmen gegen das Elterngeld muss sich Familienministerin Schröder nun endlich auch eindeutig zur Zukunft des Betreuungsgeldes äußern: Denn hält Schwarz-Gelb am Betreuungsgeld fest, bleibt von der Fassade eines modernisierten Frauen- und Familienbildes rein gar nichts mehr übrig.
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Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beraten Entwicklung gemeinsamer Unterstützungskonzepte für Englischlehrer
Die ostdeutschen Kultus- und Bildungsstaatssekretäre haben gestern in Potsdam über Maßnahmen als Reaktion auf die im Juni veröffentlichten Schüler-Ergebnisse in Englisch beim Ländervergleich der Bildungsstandards diskutiert. Sollen zeitnah Unterstützungskonzeptionen für die Lehrkräfte zur Verbesserung der Qualität der Ergebnisse des Englischunterrichtes entwickelt werden. Zur Vorbereitung dieser Maßnahmen wird eine länderübergreifende Arbeitsgruppe eingerichtet, in der der Leiter der Ländervergleichsstudie, Prof. Dr. Olaf Köller, mitarbeiten wird.
Die im Juni 2010 erstmals veröffentlichte Vergleichsstudie der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) zu den Bildungsstandards in den 16 Bundesländern löst die bisherigen PISA-Ländervergleiche ab.
Die Bildungsforscher des IQB untersuchten dazu im Mai 2009 bundesweit die Leistungen von 41.000 Neuntklässlern aller Schularten in den Fächern Deutsch, Englisch und Französisch.
In Mecklenburg-Vorpommern beteiligten sich rund 2.100 Neuntklässler aus 52 Regionalen Schulen, 16 Gesamtschulen und 32 Gymnasien am Ländervergleich in den Fächern Deutsch und Englisch.
Die Bildungs- und Kultusminister hatten in den Jahren 2003 und 2004 bundesweit geltende Bildungsstandards für verschiedene Fächer und verschiedene Schulabschlüsse verabschiedet. Ziel der Studie ist zu überprüfen, inwieweit diese Standards in den einzelnen Ländern erreicht werden. Bei der Überprüfung der Englisch-Bildungsstandards in Lesen und Zuhören hatten die ostdeutschen Neuntklässler insgesamt unbefriedigende Ergebnisse erreicht.


In den Abendstunden des 6. August 2010 ist nach kurzer, schwerer Erkrankung der Rezitator, Sammler und Galerist Heinz Nied in Wiesbaden verstorben.
Über mehrere Jahre führte Heinz Nied das Zimmertheater und die Galerie Tusculum in Putbus und bereicherte das kulturelle Leben der Stadt und der Insel Rügen mit viel beachteten Lesungen. Besonders als Interpret der Texte von Kurt Tucholsky und Wolfgang Borchert erlangte Heinz Nied als Rezitator große Beachtung.
Erfolge hatte Heinz Nied in den letzten Jahren auch bei Lesungen mit Texten von Erich Kästner, François Villon, Janusz Korczak, Rainer Maria Rilke, Hermann Hesse, Afrikanischer Lyrik, Heinrich Schröter. Auch über die Grenzen der Insel Rügen und seiner hessischen Heimat hinaus las Heinz Nied aus seinem umfangreichen Repertoire so u.a. auch in der Nikolai-Kirche Leipzig und in der Frauenkirche Dresden.
Über einen Zeitraum von 10 Jahren prägte die Sammlung des Ehepaares Barbara und Heinz Nied “Ein ehemaliger Bauhäusler fand seinen eigenen Weg” mit über 360 Exponaten des Künstlers Wolf Hildebrandt (HIL, 1906 – 1999) das Ausstellungsgeschehen in der Orangerie Putbus.
Im Jahr 2004 gründete Heinz Nied den Tusculum-Verein zu Förderung von Kultur e.V.. Der Entschluss zur Förderung von Kultur den Tusculum-Verein zu gründen, entstand durch seine “Philosophie der positiven Menschlichkeit und des achtungsvollen miteinander Umgehens” , wobei sich die Mitglieder des Vereins den Gedanken der allgemeine Erklärung der Menschenrechte insbesondere verpflichtet fühlen.
Heinz Nied wurde am 24. Juli 1936 geboren, war ausgebildeter Schauspieler und seit 1961 als Rezitator tätig. In den Jahren 1970 bis 1972 gab er Starthilfe für “Die Velvets – Schwarzes Theater”, einer Künstlergruppe aus Prag. 1971 gründete er in Wiesbaden die Tusculum-Galerie und organisierte seitdem über 70 Ausstellungen. 1978 stiftete er u.a. den “Wiesbadener Tusculum Preis für Bildende Künstler”. 1996 hob Nied den “Tusculaner” – eine streitbare und gesellschaftskritische Publikation für Kultur und Natur mit fünf Ausgaben pro Jahr aus der Taufe.
Seine Lebensaufgabe sah Heinz Nied darin, Trennendes, Gegensätzliches und negative Spannung zwischen Menschen überwinden zu helfen, indem er Gemeinsamkeiten und Verbindendes in den Mittelpunkt des Zusammenlebens stellte und “sein” Ziel eines verständnisvollen Miteinanders nie aus dem Auge verlor.
„Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen – sondern Stahlhelme und Maschinengewehre, dann gibt es nur eins: Sag NEIN!” Ich glaube, mit diesen Worten von Wolfgang Borchert hätte sich Heinz gerne noch von all seinen Freunden verabschiedet.
Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle – Spuren seines Lebens werden seine Ehefrau Barbara, Freundinnen und Freunde künftig begleiten. Sie werden an ihn erinnern und ihn uns nie vergessen lassen. Sein soziales Engagement und sein verantwortungsvolles Wirken wird immer Vorbild sein.
So long, Heinz!
Gerhard Reese, Putbus-Lauterbach
Früher ging es meist nur um Potenzmittel wie Viagra, doch heute wird fast alles illegal importiert und hergestellt: Antibiotika, Schmerzmittel oder Krebsmedikamente. Nach Recherchen des NDR Wirtschafts- und Verbrauchermagazins “Markt” werden illegale Medikamente nicht mehr nur im Internet vertrieben, sondern sind bundesweit auch in rund 100 Apotheken verkauft worden. In Norddeutschland ermitteln unter anderem die Staatsanwaltschaften Hamburg, Celle, Verden, Kiel und Braunschweig. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat bereits Anklage gegen einen Apotheker erhoben. Allein er soll Medikamente mit einem Volumen von 1,675 Millionen Euro zu Unrecht abgerechnet haben.
Die Masche: Apotheker kaufen illegal auf dem grauen Markt zu günstigen Preisen Wirkstoffe, die in Deutschland nicht zugelassen sind. Mit diesen Wirkstoffen mischen sie dann individuell auf zum Beispiel Krebs-Patienten abgestimmte Lösungen an und rechnen diese zu deutschen Preisen mit den Krankenkassen ab.
Der Hinweis kam von einem Großhändler. Er wollte aussteigen und stellte Lieferscheine zur Verfügung, mit denen sich illegale Importe aus dem Ausland nachweisen ließen. “Hier haben wir zum ersten Mal erfahren, dass in Deutschland nicht zugelassene Arzneimittel von Apothekern abgegeben worden sind”, sagt Frank Keller, Ermittler der Techniker Krankenkasse in Hamburg.
Nach den Recherchen von “Markt” werden die illegalen Medikamente nicht mehr nur im Ausland produziert. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile Werkstätten, die jetzt nicht mehr nur Potenzmittel und Muskelaufbaupräparate herstellen, sondern auch Medikamente wie Antibiotika oder Schmerzmittel. Diese werden dann meist im Internet verkauft.
Der Zoll in Hamburg versucht inzwischen verstärkt, Wirkstoffe aufzuspüren, die zur illegalen Medikamentenherstellung in Deutschland per Luftpost und über den Hamburger Hafen eingeführt werden.
Illegale Medikamente – Mehr dazu im Wirtschafts- und Verbrauchermagazin “Markt” am Montag, 9. August, 20.15 Uhr im NDR Fernsehen

Immer mehr Arbeitgeber verbieten Beschäftigten Einsätze bei der Freiwilligen Feuerwehr
Arbeitgeber in Norddeutschland verbieten immer häufiger Einsätze ihrer Beschäftigten bei den Freiwilligen Feuerwehren. Sie bringen mit diesem Verhalten die Brandschützer in große Personalnot und gefährden die Bevölkerung. Dies haben Recherchen der Sendung “Menschen und Schlagzeilen” (Mittwoch, 4. August, 21.00 Uhr, NDR Fernsehen) ergeben.
“Es gibt zunehmend Schwierigkeiten bei der Freistellung von Feuerwehrkräften im Einsatz. Die Situation hat sich in Deutschland verschärft”, so der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hans-Peter Kröger, in der Sendung “Menschen und Schlagzeilen”. Einzelne Wehren seien tagsüber nur bedingt oder sogar überhaupt nicht mehr einsatzbereit. Dies führe dazu, dass bei Unfällen oder Bränden mittlerweile Feuerwehren aus drei oder vier Orten gleichzeitig alarmiert werden, um überhaupt genügend Helfer zusammenzubekommen.
Den Unmut der Chefs bekommen Feuerwehrleute oft schon im Vorstellungsgespräch zu spüren. “Da wurde gleich gesagt: Also während der Arbeitszeit losfahren, das würde überhaupt nicht funktionieren”, sagte ein Feuerwehrmann in “Menschen und Schlagzeilen”. Wer dennoch zum Einsatz ausrücke, würde in den Betrieben schikaniert und von den Chefs massiv unter Druck gesetzt – so der Bericht eines Wehrführers.
Aus Angst um ihren Arbeitsplatz nehmen offenbar viele Feuerwehrleute dies hin. Einige gaben an, sogar ihren Alarmpieper zu Hause zu lassen, um keinen Ärger im Betrieb zu bekommen. Oder sie ignorieren die Alarmierung trotz großer Gewissensbisse einfach ganz: “Man weiß, man wird benötigt, es geht los. Und man liest dann vielleicht: Verkehrsunfall und Person in Gefahr. Und man darf halt nicht los, weil der Arbeitgeber nein sagt”, sagte ein Feuerwehrmann in “Menschen und Schlagzeilen”, der aus Angst vor seinem Arbeitgeber unerkannt bleiben möchte.
Dabei sind Arbeitgeber durch das Brandschutzgesetz verpflichtet, Wehrleute für die Dauer des Einsatzes freizustellen. Und sie haben sogar die Möglichkeit, sich den Ausfall des Mitarbeiters von den Gemeinden erstatten zu lassen – inklusive der Sozialversicherungsleistungen.
Auch Wirtschaftsverbände sind auf das Problem aufmerksam geworden. So appellierte der Präsident der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein, Christoph Andreas Leicht, die Betriebe sollten das Brandschutzgesetz einhalten. Im Interview mit dem NDR Fernsehen räumte er jedoch ein: “Wir haben relativ wenig Möglichkeiten, außer der Aufklärung natürlich, dort aktiv zu werden.” Er setze aber auf die Erkenntnis und Einsichtsfähigkeit der Arbeitgeber, so Leicht weiter.
Die Feuerwehrleute sind indes skeptisch, dass sich an ihrer Situation in absehbarer Zeit etwas ändert. “Erst wenn es quasi gebrannt hat, weiß es jeder zu schätzen”, sagte ein Wehrführer bei Menschen und Schlagzeilen. (NDR)
Sonderausstellung “Baltic Lights” lädt in die Landeshauptstadt
Schwerin – Das Technische Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin in den Räumen des Marstalls bietet einen Einblick in die Technikgeschichte des Landes. Auf mehr als 800 Quadratmetern können Besucher Modelle betrachten und Originale in Aktion erleben. Ausgewählte Exponate lassen die Flugzeug-, Schiff-, Straßen- und Eisenbahnbaugeschichte des Bundeslandes für Jung und Alt lebendig werden.
Die Sonderausstellung “Baltic Lights” lädt noch bis zum 10. September 2010 ins Museum ein und gewährt Interessierten einen Blick in die Welt der Leuchttürme, die Wahrzeichen der Küste schlechthin. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund präsentiert detailgetreue Leuchtturmmodelle im Maßstab 1:50, darunter die Leuchttürme am Kap Arkona, in Warnemünde oder auf Hiddensee. Die leuchtenden Seezeichen sind Teil einer Wanderausstellung, die seit 2006 deutschlandweit begeistert. “Baltic Lights” war bereits in Stralsund, Sassnitz, Rostock, Warnemünde, Berlin und am Kap Arkona zu Gast. Weitere Informationen: www.tlm-mv.de
Seenotretter im Wochenend-Einsatz
Bei frischen bis zeitweise starken Winden aus westlichen Richtungen mussten die Besatzungen der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) am vergangenen Wochenende 75 Seglern und Motorbootfahrern vornehmlich in den Ostseerevieren vor Schleswig-Holstein (26) und Mecklenburg-Vorpommern (42) zu Hilfe kommen. Für sieben Personen wurden die Seenotretter in der Nordsee aktiv. Navigationsprobleme, Wassereinbruch sowie Motor- und Ruderschäden waren die häufigsten Ursachen. Die Havaristen wurden in den nächstgelegen Hafen eingeschleppt. In Einzelfällen konnten sie ihre Fahrt im Revier fortsetzen. (DGzRS)
Seit Ende Juli erhalten ehemalige Kunden der E.ON HANSE Vertrieb GmbH Briefe des Unternehmens in denen ihnen ein fehlender Energieliefervertrag unterstellt wird. Dies berichteten zahlreiche Kunden aus Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ihrem neuen Lieferanten, der WEMAG AG.
In den Briefen des Energiekonzerns wird den ehemaligen Kunden unterstellt, dass sie derzeit in der teureren Ersatzversorgung seien, obwohl sie einen günstigeren Vertrag mit der WEMAG haben. „Bei uns haben allein in den vergangenen Stunden hunderte Kunden angerufen, die durch diese Schreiben von E.ON Hanse verunsichert fühlen“ berichtet Raymond See, Vertriebsleiter der WEMAG. Die Mitarbeiter in der Kundenbetreuung konnten den Ansturm der verunsicherten Anrufer kaum bewältigen. Die Kunden konnten aber alle beruhigt werden, so Raymond See: „In allen bisher gemeldeten Fällen liegt eine gültige Bestätigung des Gasnetzbetreibers vor, die Belieferung erfolgt also durch die WEMAG.“
Seit April wechselten etwa 15.000 E.ON Kunden zur WEMAG, nachdem sie durch E.ON Hanse gekündigt wurden. Die WEMAG prüft derzeit rechtliche Schritte gegen den Wettbewerber.

Schwerin – Als ein irreführendes Signal an die Eltern hat Sozialministerin Manuela Schwesig die Zwischenbilanz der Bundesregierung zum Krippenausbau bezeichnet. “Wenn der Bund die 2007 auf dem Krippengipfel beschlossene Ausbaustufe von 35 Prozent in Anbetracht des offensichtlich höheren Bedarfs nun als Erfolg verkauft und als realisierbar ansieht, verschließt er die Augen vor der Realität”, sagte Schwesig.
Die Fachminister der Länder seien sich einig, dass der reale Bedarf zügig überprüft werden müsse. In Mecklenburg-Vorpommern zeige sich, dass der Bedarf bei den bis Zweijährigen bei 60 Prozent und bei den Dreijährigen bei 70 Prozent liege. “Niemand stellt den Rechtsanspruch zurzeit in Frage, es ist aber wichtig, dass die Verabredung auf die 35 Prozent auch finanziell unterfüttert wird”, sagte Schwesig. Frau Schröder verteidige eine Position, die unstrittig sei.
Schwesig wertete es als Alarmsignal, dass bisher nur rund die Hälfte der bewilligten Mittel für den Krippenausbau abgeflossen sei. “Die Finanznot von Kommunen und Ländern wird einen zügigen Ausbau verzögern oder sogar verhindern. Der Bund muss nachlegen, wenn wir unser gemeinsames Ziel eines Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz erreichen wollen.” Wenn die Bundesregierung den Ländern und Kommunen das Geld aus der Tasche ziehe sei es dreist, Bund und Länder an ihre Zahlungsverpflichtungen zu erinnern, sagte die Ministerin.
Statt sich für ihr 400 Millionen-Programm für den frühkindlichen Bereich feiern zu lassen, sollte die Bundesregierung endlich auch an der frühkindlichen Bildung im Kindergarten finanziell beteiligen. Die 400 Millionen seien angesichts eines 12-Milliarden-Bildungsetats ein Tropfen auf den heißen Stein.

Die Radioprogramme des NDR sind der große Gewinner der “Media-Analyse 2010 Radio II” in Norddeutschland. So haben alle NDR Landesprogramme in der Akzeptanz zugelegt: an der Spitze NDR 1 Radio MV, das wieder klarer Marktführer in Mecklenburg-Vorpommern ist, und die NDR 1 Welle Nord, die in Schleswig-Holstein die Marktführerschaft erringt. NDR 1 Radio MV ist mit einem Marktanteil von 32,7 Prozent (Montag bis Sonntag) im bundesweiten Vergleich das meistgehörte Radioprogramm in seinem Sendegebiet. Die NDR 1 Welle Nord, das Landesprogramm für Schleswig-Holstein, erobert erstmals seit 1998 wieder die Marktführerschaft im Land. Besonders positiv ist auch die Entwicklung von NDR Info und von NDR Kultur. Beide Programme konnten erneut zulegen; NDR Info erreichte bei der Tagesreichweite einen Bestwert.
NDR Intendant Lutz Marmor: “Der NDR ist im Radio klar die Nummer 1 im Norden. Gegenüber der letzten Media-Analyse haben wir unseren Vorsprung vor den privaten Anbietern auf rund zehn Prozentpunkte nahezu verdoppelt. Das ist wirklich ein Grund, ‘Danke‘ zu sagen und auch zu feiern. Vor allem freut mich, dass die Hörerinnen und Hörer die informationsorientierten Angebote besonders schätzen. Das gilt ebenso für die Landesprogramme wie für NDR Info.”
Der NDR insgesamt kann seine Akzeptanz im Norden deutlich steigern: 7,3 Millionen Menschen aller Altersgruppen schalten nun täglich die Radioprogramme des Norddeutschen Rundfunks ein. Beim Marktanteil legt der NDR um 2,4 Prozentpunkte auf jetzt 52,1 Prozent zu (Mo. bis So., private Anbieter im Norden: 42,3 Prozent).
Einzelne Ergebnisse im Detail (die Tagesreichweite bezieht sich in der Regel auf die Wochentage Montag bis Freitag, der Marktanteil auf die Wochentage Montag bis Sonntag):
NDR 2 hat den großen Erfolg aus der zurückliegenden Media-Analyse weitgehend stabilisieren können. 2,3 Millionen Hörerinnen und Hörern schalten das meistgehörte Pop-Programm in Norddeutschland täglich ein. Bei dem für die Werbewirtschaft relevanten Wert Hörer pro Durchschnittsstunde liegt NDR 2 mit 651.000 deutlich über dem Vorjahreswert, der 582.000 betragen hatte. Besonders hohen Zuspruch erhält NDR 2 in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen (387.000). Damit gehört NDR 2 erneut zu den zehn reichweitenstärksten Werbung tragenden Programmen in Deutschland.
N-JOY konnte in allen vier Bundesländern des NDR Sendegebiets Hörer dazugewinnen. Das junge Programm des NDR erreicht weiter mehr als eine Million Hörerinnen und Hörer. Seine Tagesreichweite kann das erfolgreichste Jugendradio im Norden trotz zahlreicher Konkurrenzprogramme auf 8,0 Prozent steigern.
NDR Info, das Informationsprogramm des Norddeutschen Rundfunks, legt bei seinen Werten weiter zu und kommt mit einer Tagesreichweite von 4,6 Prozent (plus 0,5 Prozentpunkte) erneut auf den höchsten Wert seiner Geschichte. Täglich wird das Programm von 638.000 Menschen eingeschaltet, ein Plus von 86.000. Zum weitesten Hörerkreis zählen jetzt rund 2,2 Millionen Menschen, das sind 14,7 Prozent im Sendegebiet – ein Plus von 0,9 Prozentpunkten. NDR Info bleibt das erfolgreichste Informationsprogramm im Norden und liegt im kompletten NDR Sendegebiet vor dem Deutschlandfunk. In Hamburg und Schleswig-Holstein erreicht NDR Info die besten Resultate: Hier kommt das Programm auf 6,6 bzw. 6,1 Prozent Tagesreichweite – ein Plus von 0,8 bzw. 0,3 Prozentpunkten.
Auch NDR Kultur legt deutlich zu und kann nun täglich 360.000 Menschen an sein Programm binden, das sind 82.000 mehr als bei der vergangenen Media-Analyse. Der weiteste Hörerkreis von NDR Kultur steigt auf 9,7 Prozent im Norden – das entspricht bundesweit 1,5 Millionen Menschen. Das meistgehörte Klassik- und Kulturprogramm im Norden kommt jetzt auf eine Tagesreichweite auf 2,4 Prozent im Sendegebiet, ein Plus von 0,7 Prozentpunkten, und liegt damit vor Deutschlandradio Kultur und Klassik Radio.
Die vier Landesprogramme des NDR behaupten ihre Position mit einem überragenden Marktanteil von 30,4 Prozent. Rund 4 Millionen Menschen schalten täglich ein.
Niedersachsen
In Niedersachsen kann der NDR seinen Vorsprung vor der Konkurrenz ausbauen. Der Marktanteil steigt auf 52,6 Prozent (MA 2010 I: 49,0 Prozent). NDR 1 Niedersachsen konnte beim Marktanteil zulegen auf jetzt 28,9 Prozent (MA 2010 I: 27,3 Prozent) und bleibt mit deutlichem Abstand Marktführer im Bundesland. NDR 2 legt im wichtigen Markt Niedersachsen erneut zu und steigert seinen Marktanteil auf 14,9 Prozent (MA 2010 I: 13,9 Prozent). Das junge Programm N-JOY erreicht eine Tagesreichweite von 6,7 Prozent.
Das NordwestRadio kann 258.000 Zuhörer bundesweit vorweisen, so der Wert für den weitesten Hörerkreis. Das gemeinsame Programm von NDR und Radio Bremen bleibt bei der Tagesreichweite stabil mit 1,1 Prozent.
Schleswig-Holstein
Der NDR erreicht in Schleswig-Holstein Bestwerte. Erstmals seit 1998 überholt die NDR 1 Welle Nord mit einem Marktanteil von 25,0 Prozent den privaten Konkurrenten Radio Schleswig-Holstein (23,5 Prozent) und ist Marktführer im Bundesland. An jedem Werktag hören bundesweit 651.000 Hörerinnen und Hörer die NDR 1 Welle Nord, in Schleswig-Holstein 24.000 mehr als bei der vorherigen Media-Analyse. NDR 2 hat im nördlichsten Bundesland einen Marktanteil von 12,0 Prozent. N-JOY steigert seine Tagesreichweite erneut auf nun 11,5 Prozent; dies ist der beste von N-JOY in diesem Bundesland bisher erreichte Wert. Der Marktanteil aller NDR Programme steigt erneut auf jetzt 54,0 Prozent (MA 2010 I: 53,4 Prozent). Damit baut der NDR seinen Vorsprung vor der privaten Konkurrenz weiter aus; diese kommt auf einen Marktanteil von 46,0 Prozent.
Mecklenburg-Vorpommern
NDR 1 Radio MV schalten täglich 547.000 Hörerinnen und Hörer ein. Das Landesprogramm für Mecklenburg-Vorpommern hat seinen Marktanteil auf 32,7 Prozent gesteigert (MA 2010 I: 28,9 Prozent) und bleibt alleiniger Marktführer im Bundesland. Die Tagesreichweite geht ebenfalls nach oben auf 32,5 Prozent (MA 2010 I: 31,8 Prozent). Damit bleibt NDR 1 Radio MV das bundesweit erfolgreichste Programm. NDR 2 kommt in Mecklenburg-Vorpommern auf eine Tagesreichweite von 10,8 Prozent und einen Marktanteil von 7,4 Prozent. N-JOY kann erneut Zugewinne verbuchen mit einer Tagesreichweite von 10,0 Prozent (MA 2010 I: 9,3 Prozent). Alle NDR Programme zusammen steigern ihren Marktanteil in Mecklenburg-Vorpommern auf 47,9 Prozent.
Hamburg
NDR 90,3 konnte seinen Marktanteil trotz vieler Konkurrenten in Hamburg auf jetzt 22,7 Prozent steigern. Täglich hat das Programm 462.000 Hörerinnen und Hörer. NDR 2 erreicht in der Hansestadt einen Marktanteil von 13,5 Prozent. N-JOY hat seine Tagesreichweite erhöht auf jetzt 6,3 Prozent (MA 2010 I: 5,6 Prozent), NDR Info gewinnt ebenfalls deutlich hinzu und erreicht nun eine Tagesreichweite von 6,6 Prozent (MA 2010 I: 5,8 Prozent). Insgesamt erreicht der NDR in der Hansestadt einen Gesamtmarktanteil von 49,1 Prozent.
Die Media Analyse wird zweimal jährlich von der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. (AG.MA) erstellt. Das nächste Ergebnis wird am 9. März 2011 veröffentlicht.




