Archiv: Oktober 2009

Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium hat im Rahmen einer Untersuchung Salmonellen in dem Produkt “Polnische Gänsebrust geräuchert” der Firma Frostpack festgestellt und eine entsprechende Information an die Länder weitergeleitet. Das Erzeugnis ist in geringen Mengen über den Einzelhandel auch in Mecklenburg-Vorpommern vertrieben worden. Die Handelszentralen wurden bereits informiert und haben die Ware gesperrt.
Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass Verbraucher dieses Produkt bereits gekauft haben, wird vor einem Verzehr öffentlich gewarnt.
Dabei handelt es sich um folgendes Erzeugnis:
• “Polnische Gänsebrust geräuchert” der Firma Frostpack
• Identitätskennzeichen DE NW 2009 EG
• MHD 20.12.2009, 21.12.2009 und 25.12.2009
Verbraucher, die dieses Produkt gekauft haben, werden gebeten es nicht zu verzehren und die Ware zurückzugeben.
Ducherow – Tragischer Unfall im Wald zwischen Rathebur und Schmuggerow. Zwei in Ducherow wohnhafte 49 und 50-jährige Männer waren seit Donnerstag mit dem Fällen von dafür extra gekennzeichneten Bäumen zur Beschaffung von Eigenholz beschäftigt, als es dabei am Freitag, 11:30 Uhr, beim Abholzen einer ca. 15 m hohen Esche zum tödlichen Unfall kam. Nach bisherigen Erkenntnissen fiel die durch den 49-jährigen Mann gefällte Esche zu früh. Der Verunglückte sah das Unglück kommen und versuchte sich noch zu retten. Dabei stolperte er wohl über einen Ast und fiel zu Boden. Der Baum, dessen Stamm einen Durchmesser von ca. 35 cm hatte, traf den Rücken des Mannes, der seinen Verletzungen noch am Unfallort erlag.
Klein Lehmhagen – Gegen 17.30 Uhr am gestrigen Freitag, 30. Oktober 2009, fuhr ein 38-jähriger Fahrzeugführer eines Pkw Honda auf einen 66-jährigen Fahrradfahrer auf. Beide befuhren die Gemeindestraße von Klein Lehmhagen in Richtung Stoltenhagen. Der Unfallverursacher stand unter Einwirkung von Alkohol, der Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,72 Promille. Er gab an den Radfahrer nicht gesehen und erst durch den lauten Knall der Kollision bemerkt zu haben. Eine entgegenkommende Fahrzeugführerin nahm den Radfahrer kurz vor dem Unfall nur durch die Scheinwerfer ihres Fahrzeugs wahr. Vermutlich fuhr der Radfahrer ohne eingeschaltete Beleuchtung. Der Fahrzeugführer erfasste das Fahrrad mit dem vorderen Kotflügel, dann schlug der Radfahrer auf der Windschutzscheibe auf. Er wurde regungslos im Straßengraben liegend festgestellt und erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.
Stralsund – Bei einem schweren Verkehrsunfall am frühen Morgen des 30.10.09 sind in der Nähe von Stralsund zwei Pkw-Insassen getötet wurden. Der 20-jährige Autofahrer ringt in einem Krankenhaus um sein Leben.
Insgesamt vier junge Männer aus dem Landkreis Nordvorpommern sind kurz nach 2.00 Uhr mit einem Dacia auf der Kreisstraße 11 aus Richtung Stralsund in Richtung Altenpleen gefahren. Ausgangs einer Linkskurve bei Preetz kam das Fahrzeug nach links von der Fahrbahn ab. Kurz vor einem Alleebaum riss der Fahrer das Lenkrad nach links, so dass der Wagen quer über den Fahrsteifen schoß und mit der Beifahrerseite gegen einen Baum prallte.Ein hinten links sitzender 17-Jähriger befreite sich selbst aus dem Wrack und informierte die Polizei.
Zwei Ersthelfer konnten noch den lebensgefährlich verletzten Fahrer aus dem Auto holen, bevor es in Flammen aufging und vollständig ausbrannte. Die beiden 19- und 20-jährigen Mitfahrer konnten nicht mehr gerettet werden und kamen in den Flammen ums Leben. Ein Sachverständiger der DEKRA unterstützte die Polizeibeamten bei der Unfallaufnahme vor Ort. Nach der Spurenlage war Geschwindigkeit mit unfallursächlich. Nach Zeugenaussagen war auch Alkohol mit im Spiel. Die K 11 war zur Unfallaufnahme und Fahrzeugbergung bis 7.40 Uhr voll gesperrt.
Schlotmann: Winterdienst ist startklar
Schwerin – Die Vorbereitungen für den Winterdienst sind seit dieser Woche im ganzen Land abgeschlossen. “Der Winterdienst ist startklar. Nun kann der Winter kommen – wir sind bereit”, sagte Verkehrsminister Volker Schlotmann heute. Von den 24 Straßen- und sieben Autobahnmeistereien des Landes wird ein Straßennetz von rund 6.500 Kilometern (2.000 Kilometer Bundesstraßen, 3.300 Kilometer Landesstraßen und 1.200 Kilometer Kreisstraßen) sowie zusätzlich 513 Kilometer Bundesautobahnen im Straßenwinterdienst betreut.
Auf die Räumeinsätze haben sich etwa 500 Straßenwärter und 200 Autobahnwärter im Land vorbereitet. Etwa 150 LKW inklusive Schneepflüge und Streugeräte stehen in den Straßen- und Autobahnmeistereien für den Einsatz im Winterdienst bereit. Weitere 180 Räumfahrzeuge können bei Bedarf kurzfristig angemietet werden. Es werden etwa 90 Kilometer Schneezäune vorgehalten und an verwehungsgefährdeten Stellen des Straßennetzes aufgestellt. Insgesamt sind etwa 33.000 Tonnen Streusalz eingelagert.
Schlotmann betonte: “In der Winterzeit ist die Unfallgefahr besonders hoch. Die Straßenwärterinnen und Straßenwärter haben sich gut auf den Winter vorbereitet, damit der Straßenverkehr auch bei Schneefall und Glättebildung aufrechterhalten werden kann. Sicherheit steht dabei an erster Stelle. Hundertprozentige Sicherheit kann aber niemand garantieren. Deshalb sollten alle Verkehrsteilnehmer im Winter besonders aufmerksam fahren, um sich und andere nicht zu gefährden.”
Die Straßenmeistereien und Autobahnmeistereien erhalten täglich Wetterberichte und Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes, um verkehrsgefährdende Wetterlagen rechtzeitig zu erkennen und schnell reagieren zu können. Autobahnen sollen nach Möglichkeit 24 Stunden am Tag geräumt und gestreut werden, Bundesstraßen werden täglich zwischen 6:00 Uhr und 22:00 Uhr innerhalb von drei Stunden geräumt und gestreut. Geräumt wird grundsätzlich entsprechend der Verkehrsbedeutung der jeweiligen Strecken: Viel befahrene Straßen haben Priorität.
Amerikanische Partnerregion Mecklenburg County wird ausgebaut
Schwerin – Nur wenige Wochen nach dem Besuch von Kultusminister Henry Tesch in der amerikanischen Partnerregion Mecklenburg County in North Carolina und seinem Gespräch mit dem dortigen Wissenschafts- und Wirtschaftsminister J. Keith Crisco empfängt Kultus-Staatssekretär Udo Michallik am Sonnabend, d. 31. Oktober 2009, eine Delegation aus der amerikanischen Partnerregion, um weiter über Kooperationsfragen im Bereich der Energieforschung und -wirtschaft zu beraten.
Der Senator von North Carolina, Dan Clodfelter, John Morrison, Staatssekretär für Energie, sowie Doug Esamann, Vizepräsident des Unternehmens Duke Energy, werden sich gemeinsam mit Staatssekretär Michallik über die verschiedensten Bereiche erneuerbarer Energien in Mecklenburg-Vorpommern informieren. So hat die Wirtschaftsfördergesellschaft für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern “INVEST MV” ein umfangreiches Programm zum Thema Windenergienutzung im Ostseeraum vorbereitet.
Die amerikanischen Partner arbeiten derzeit an einem Gesetz zu erneuerbaren Energien und zeigen sich interessiert an den umfassenden Erfahrungen Mecklenburg-Vorpommerns.
Mit diesem Treffen werden die durch Wirtschaftsminister Jürgen Seidel im Juni 2008 begonnenen Gespräche mit der Partnerregion Mecklenburg County fort gesetzt.
Gute Zusammenarbeit von Verwaltung und Wirtschaft als Erfolgsfaktor
Schwerin – Die genannten Institutionen haben heute als Partner das freiwillige Übereinkommen für bürger- und wirtschaftsfreundliche Verwaltungsverfahren beschlossen.
In den durch die Unterzeichner vertretenen Institutionen der Verwaltung und der Wirtschaft sind in den letzten Jahren vielfältige Maßnahmen zur Qualitätssteigerung in den Bereichen Verwaltungssteuerung, Kostenkontrolle, Kommunikation mit Unternehmen, anderen Verwaltungen und Bürgern sowie in anderen Bereichen ergriffen und erfolgreich umgesetzt worden. Um die Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Erfolg und die Weiterentwicklung leistungsfähiger Verwaltungen im Land weiter auszubauen, beschließen die Unterzeichner, diese Maßnahmen auf Grundlage des heute unterzeichneten Übereinkommens über die Grenzen der jeweiligen Kreise oder Städte hinaus im gegen-seitigen Dialog auf freiwilliger Basis auszubauen. Dies geschieht in dem Bewusstsein, dass auch bereits gut aufgestellte Institutionen im guten Austausch voneinander lernen können, und dass für eine Verbesserung der Zusammenarbeit von allen Beteiligten, auf Seiten der Verwaltungen wie auf Seiten der Wirtschaft und ihrer Verbände und Kammern, konkrete Beiträge erfolgen müssen.

Gruppenfoto der Unterzeichner/Foto: Innenministerium/C. Kettler
Für eine gute Zusammenarbeit der Beteiligten sind allen Ebenen angesprochen. Dies reicht von einfachen Informationsanfragen zu öffentlichen Serviceangeboten und der erleichterten Erledigung von Routineangelegenheiten bis zu Antragstellungen in einem konkreten Genehmigungsverfahren und der vertrauensvollen Kooperation mit bereits ansässigen Wirtschaftsunternehmen.
Die Unterzeichner wollen diese Erfolgsfaktoren im gemeinsamen Interesse im Land kreis- und gemeindegebietsübergreifend mit ihren jeweiligen Möglichkeiten stärken. Wesentliche Qualitätskriterien sind dabei
- die Beachtung der wirtschaftlichen Aspekte aus der Sicht des Antragstellers, wie der Kostenfolgen von materiellen Anforderungen (Sachkosten) und der formellen Anforderungen (Bürokratiekosten) und der wirtschaftlichen Folgen der Dauer des jeweiligen Verfahrens, und
- Bearbeitungen sollten sich auch außerhalb technisch planender Verwaltungstätigkeit an dem Bedürfnis nach Planungssicherheit des Antragstellers orientieren, dies gilt für die Terminsetzungen, die Bearbeitungsdauer und die Verbindlichkeit der Entscheidungen.
Konkrete Beispiele sind etwa die
- Einrichtung eines “Behördenlotsen” oder einer zentralen Ansprechstelle,
- zügige Benennung eine Ansprechpartners in Antragsverfahren,
- Erstberatungen zum Verfahren bei Antragsstellungen, insbesondere bei KMU (bei umfangreicheren Vorhaben zügige Anberaumung einer Antragskonferenz),
- Festlegung genereller Reaktionszeiten auf Anfragen,
- Verständigung über die Kriterien von vorgeschriebenen Un-ternehmenskontrollen,
- Einrichtung eines Beschwerdemanagements,
- regelmäßige Überprüfung der Aktualität von Informationsmaterial, vor allem in elektronischen Medien,
- Organisation von regelmäßigen Gedankenaustauschen mit Vertretern der Unterzeichner, Unternehmen und den leitenden Mitarbeitern der an Genehmigungsverfahren beteiligten Behörden, zum besseren Verständnis der jeweiligen Handlungsanforderungen.
Die Unterzeichner verpflichten sich, in ihrem Verantwortungsbe-reich dabei in angemessenem Umfang den Austausch guter Verwaltungspraxis in der Region und mit anderen Regionen weiter auszubauen und Qualitätskriterien wie die oben Genannten oder etwa die “Güte- und Prüfbestimmungen für mittelstandsorientierte Kommunalverwaltungen” oder andere vergleichbare Kriterien bei der Arbeitsorganisation zu berücksichtigen.
Die Unterzeichner werden dafür Sorge tragen, dass die für die Umsetzung der Aspekte dieses Übereinkommens nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten und die Entscheidungsfreude und Motivation der Mitarbeiter auf allen Ebenen durch Fortbildungen und guten Informationsaustausch und durch Unterstützung seitens der Führungskräfte weiterentwickelt bzw. gestärkt werden.
Die Unterzeichner erklären, die aus der praktischen Anwendung der obenstehenden Qualitätskriterien und aus der Reaktion der Unternehmen und Verwaltungen gewonnenen Ergebnisse künftig für die Zusammenarbeit von Verwaltungen und Bürgern entsprechend auszuwerten und umzusetzen.
Die Erstunterzeichner begrüßen den Beitritt weiterer Institutionen aus Verwaltung und Wirtschaft im Land oder aus anderen Bereichen des öffentlichen Lebens im Sinne des Übereinkommens ausdrücklich.
Verfahren gegen Deutschland wegen unzureichender Umsetzung der EU-Vogelschutzrichtlinie eingestellt – Naturschutzfachliche Gebietsauswahl des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz durch Europäische Kommission bestätigt
Schwerin – Die Europäische Kommission hat beschlossen, das 2001 gegen Deutschland eröffnete Verfahren wegen der unzureichenden Umsetzung der Vogelschutzrichtlinie einzustellen.
Die Vogelschutzrichtlinie verpflichtet die Mitgliedsstaaten unter anderem dazu, die wild lebenden Vogelarten langfristig zu erhalten und die für den Erhalt dieser Arten am meisten geeigneten Gebiete zu Europäischen Vogelschutzgebieten zu erklären. Das Land Mecklenburg-Vorpommern kam im Jahr 1992 dieser Verpflichtung erstmals nach. Gemeldet wurden 15 EU-Vogelschutzgebiete, die 13,9 % der Landesfläche umfassten.
Umfangreichere und bessere Datengrundlagen veranlassten die Kommission, die Mitgliedsstaaten zu weiteren Gebietsmeldungen aufzufordern. Da dieser Aufforderung zunächst nicht ausreichend gefolgt wurde, sah sich die Kommission gezwungen 2001 ein Vertragsverletzung gegen Deutschland mit der Androhung von Strafgeldern und Sanktionen einzuleiten. Davon betroffen war auch Mecklenburg-Vorpommern, da die 1992 erfolgte Gebietsmeldung seitens der Kommission für nicht ausreichend befunden wurde.
Auf Grundlage eines wissenschaftlichen Fachkonzeptes erfolgte in einer Arbeitsgruppe des Umweltministeriums und kompetenter Mitarbeiter der Staatlichen Ämter für Umwelt und Natur sowie des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie eine Auswahl nachzumeldender Gebiete. Diese wurden im Anschluss an ein umfangreiches, freiwilliges und öffentliches Beteiligungsverfahren vom Kabinett der Landesregierung am 24. September 2008 sowie am 29. Januar 2009 zur Meldung an die Kommission beschlossen. Diese Meldung beinhaltet 60 Gebiete mit einer Gesamtfläche von 927.000 Hektar, die nunmehr 29,9 % der Landesfläche umfassen.
“Damit ist die durch mein Haus naturschutzfachlich begründete Gebietsauswahl nunmehr auch durch die Europäische Kommission bestätigt worden”, so Landesumweltminister Dr. Till Backhaus. “Die Schwerpunkte der weiteren Anstrengungen liegen nun in der Umsetzung, dem Management und dem Vollzug des Naturschutzrechts in diesen Gebieten. Dazu gehören unter anderem die zügige Unterschutzstellung nach nationalem Recht sowie die Erfüllung des Monitorings und der Berichtspflichten sowie die Durchführung von Verträglichkeitsprüfungen nach Art. 6 der FFH-Richtlinie”, so Backhaus weiter.
Pasewalk (ots) – In den frühen Morgenstunden kontrollierten Beamte der Bundespolizei auf der BAB 11 an der Abfahrt Penkun einen litauischen Mercedes Benz. Von den sechs Insassen hatten lediglich der 27-jährige russische Kraftfahrer und seine 22-jährige polnische Beifahrerin aufenthaltslegitimierende Papiere. Die vier weiteren Insassen, tschetschenischer Herkunft waren Asylbewerber in Polen. Nach Aufnahme der Strafanzeigen wegen Schleusung gegen Fahrzeugführer und Beifahrerin und der unerlaubten Einreise gegen die vier Fahrzeuginsassen ist die Zurückschiebung nach Polen beabsichtigt.
Pasewalk (ots) – Am gestrigen Abend wurde auf der BAB 11 in Nadrensee ein polnischer Audi Avant mit deutschen Wohnanhänger der Marke “Hobby 550″ durch Bundespolizisten kontrolliert. Der 42-jährige Fahrer konnte für den Wohnanhänger keine Zulassungspapiere vorlegen Der polnischen Kraftfahrer konnte den Beamten lediglich einen handgeschriebenen Kaufvertrag vorlegen. Die fahndungsmäßige Überprüfung des Wohnanhängers ergab eine Ausschreibung des Landratsamtes Gütersloh zur Eigentumssicherung. Der Wohnwagen war am 29. April 2009 entwendet worden. Eine Nachfrage bei der Polizeiinspektion Gütersloh bestätigte die Aktualität der Ausschreibung. Die Beamten fertigten eine Strafanzeige wegen des Verdachts des Diebstahls und der Hehlerei und übergaben den Wohnwagen im geschätzten Wert von 660,- Euro an das Kriminalkommissariat in Pasewalk, dass nunmehr die weiteren Ermittlungen führt.
Schlotmann: Sicherer für Radfahrer
Schwerin – Am Montag (2. November) beginnt der Bau eines Radweges entlang der Bundesstraße 198 zwischen den Gemeinden Zinow und Carpin (Landkreis Mecklenburg-Strelitz). “Radfahrer sind dann auf dem neuen Radweg sicherer unterwegs”, sagte der Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung, Volker Schlotmann.
Der Radweg verläuft südlich der Bundesstraße 198 und wird rund 4,9 Kilometer lang sein. “Der überwiegende Teil des Radwegs führt durch den Müritz-Nationalpark. Somit können die Radler bequem und sicher durch den Park radeln und die Natur genießen”, so der Verkehrsminister weiter. Der erste Bauabschnitt beginnt in Zinow am Abzweig nach Serrahn und endet am Parkplatz vor Carpin. Am Großen Serrahner See wird der Radweg über eine Radwegbrücke geführt. Die Gesamtkosten von rund 606.000 Euro trägt der Bund. Geplant ist, den ersten Bauabschnitt im Frühsommer 2010 fertig zu stellen.
Die Planung für den zweiten Bauabschnitt ist bereits abgeschlossen. Nach Klärung des Grunderwerbs kann der Bau erfolgen. Der zweite Bauabschnitt soll dann am Parkplatz vor Carpin beginnen und endet in Carpin am Goldenbaumer Weg.
Bäume wachsen zu dicht an Hochspannungsleitung und bilden Gefahrenquelle
Neumühle – „Als Energieunternehmen haben wir die Aufgabe, eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten“, begründet Berd Glasow, Obermonteur für das 110-kV-Netz der WEMAG, die bevorstehenden Ausholzungsarbeiten am Neumühler See. Hier verläuft die Hochspannungsleitung von Görries kommend zum Stadtteil Lankow. Über eine zweite Leitung wird der Ortsteil Ziegelsee mit Strom versorgt. Da in den vergangenen Jahren die Bäume um den Neumühler See kräftig gewachsen sind und zudem die Vorschriften für den Sicherheitsabstand zu den Freileitungen vom Gesetzgeber verschärft wurden, sind dringend diese Ausholzungsarbeiten erforderlich. Dann können sich künftig auch die Wanderer und Radfahrer wieder sicherer im Bereich der Hochspannungsleitungen bewegen.
„Es ist immer wieder vorgekommen, dass Bäume erst Tage nach einem Sturm umfallen und die Leitung mitreißen“, weiß Bernd Glasow. Bei einem Ortstermin des Umweltamtes, der Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsgesellschaft WAG, Mitarbeitern der Bühner Baumpflege aus Laage und der WEMAG wurden die erforderlichen Arbeiten besprochen. „Um den Abstand von 15 Metern zwischen dem äußeren Leiterseil und der ersten Baumreihe zu gewährleisten, müssen an einigen Stellen auch Bäume komplett aus der Sicherheitszone genommen werden“, erläutert der WEMAG-Obermonteur. Dabei handelt es sich überwiegend um Pappeln, Kiefern und Birken. Das Holz wird anschließend geschreddert und die Fläche unter den Leitungen gemulcht. Die Bäume im Uferbereich bleiben unberührt. Es ist geplant, diese Arbeiten vom 2. bis 6. November durchzuführen. An diesen Tagen wird zur Sicherheit der Passanten der Weg voraussichtlich in der Zeit von 8 bis 15 Uhr gesperrt.
WEMAG-Obermonteur Berd Glasow verweist auf den dichten Baumwuchs entlang der Hochspannungsleitung am Neumühler See. Bei Sturm besteht die Gefahr, dass sie in die Leitung fallen. Foto: WEMAG/ Rudolph-Kramer
Über die WEMAG AG: Die WEMAG AG ist ein regionaler Energieversorger in Mecklenburg und der Westprignitz. Privat- und Gewerbekunden beziehen Strom, Gas und Netzdienstleistungen des Energieunternehmens. Regionale Verbundenheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind für die WEMAG AG wichtige Themen. So liefert das Unternehmen TÜV-zertifizierten Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen an alle Haushalte und an Sondervertragskunden aus allen Gewerbebranchen und der Landwirtschaft.
Güstrow – Manuela Schwesig, Ministerin für Soziales und Gesundheit, hat am Freitag in Güstrow den Grundstein für den Neubau des “CyberKnife”-Zentrums gelegt. “Die Landesregierung setzt bekanntlich auf die Gesundheitsbranche als Wachstumsmotor”, sagte Ministerin Schwesig. “Ich bin davon überzeugt, dass das “CyberKnife”-Zentrum ein weiterer Baustein für das Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern sein kann.”
In Güstrow wird künftig zur Strahlen-Therapie von bestimmten Krebserkrankungen ein robotergestützter Linear-Beschleuniger ( http://de.wikipedia.org/wiki/Linearbeschleuniger )eingesetzt. Das “CyberKnife”-Zentrum behandelt vor allem Patienten, die an einem Tumor des Zentralen Nervensystems erkranken. Das Güstrower Zentrum ist erst die zweite Einrichtung dieser Art in Deutschland. In München-Großhadern wird seit 2005 mit einem Linear-Beschleuniger gearbeitet. Der Vorteil der Methode: Sie “verzeiht” Bewegungen, die Patienten während der Operation machen, und schont wegen seiner extrem genauen Arbeitsweise das Gewebe neben den Tumoren.
Sozial- und Gesundheitsministerin Manuela Schwesig wies anlässlich der Grundsteinlegung darauf hin, dass Mecklenburg-Vorpommern mit den onkologischen Zentren an den Universitätskliniken Greifswald und Rostock, mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg und den Helios-Klinken Schwerin “bereits über ein flächendeckendes Versorgungssystem für die interdisziplinäre Behandlung von Krebspatienten” verfügt.
Graal-Müritz – Beim Brand eines Bungalows in Graal-Müritz (Landkreis Bad Doberan) ist in der Nacht zum 28.10.2009 ein Mann ums Leben kommen. Gegen 02:20 Uhr war aus bisher unbekannter Ursache ein Holzbungalow in der Alexandrastraße in Brand geraten. Im Rahmen der Löscharbeiten wurde in dem eingeschossigen Bau eine leblose Person aufgefunden. Der Tote konnte bisher noch nicht zweifelsfrei identifiziert werden. Ob es sich dabei um den Bewohner des Bungalows handelt, soll eine rechtsmedizinische Untersuchung klären. Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion sowie ein Brandsachverständiger suchten heute in den Überresten des Hauses nach Hinweisen auf die Ursache für das Feuer. Die Ermittlungen hat die Kriminalpolizieiinspektion Rostock übernommen.
Kritzow – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 31 bei Kritzow (LK NWM) ist am Donnerstag eine Fahrzeuginsassin ums Leben gekommen. Der zweite Insasse, es handelt sich dabei um den Fahrer des Wagens, musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Aus noch unbekannter Ursache kam am Vormittag das mit den zwei Personen besetze Auto von der Fahrbahn ab, stieß zunächst gegen ein Verkehrszeichen und prallte in weiterer Folge gegen einen Baum. Beide Insassen wurden im Fahrzeug eingeklemmt und mussten aus dem Unfallauto befreit werden. Trotz aller Reanimationsbemühungen verstarb die Frau wenig später an der Unfallstelle.
Insel Rügen – Die Polizei hat nach Hinweis eines Urlaubers am Nachmittag des 28.10.09 einen toten Mann in einem Mercedes Kleintransporter gefunden. Das Mietfahrzeug aus dem Hochsauerlandkreis stand nach ersten Erkenntnissen seit etwa einer Woche auf einem um diese Jahreszeit einsamen Parkplatz zwischen Lobbe und Thiessow. Der 38-Jährige aus Steinweiler (Rheinland-Pfalz) lag bekleidet im geschlossenen Laderaum des Mercedes Sprinter und ist vermutlich an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. Darauf deutet ein neben der Leiche stehender Holzkohlegrill hin. Gegenwärtig wird eine Straftat ausgeschlossen. Es kann sich eher um einen Unfall oder Suizid handeln. Durch die Staatsanwaltschaft Stralsund ist eine Obduktion angeordnet worden.
Senioren-Trainer beenden Ausbildung
Schwerin – 17 Senioren-Trainer haben am Donnerstag aus der Hand von Nikolaus Voss, Staatssekretär im Ministerium für Soziales und Gesundheit, Zertifikate erhalten, die das Ende ihrer Ausbildung anzeigen. Staatsekretär Voss freute sich darüber, “dass seit 2002 in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 300 Senioren zertifiziert wurden, die sich jetzt Trainer nennen dürfen”. Das, so Voss weiter, sei “schon etwas ganz Besonderes”.
Das Curriculum, mit dessen Hilfe die Senioren-Trainerinnen und –trainer ausgebildet wurden, basiert auf einem Bundes-Modellprojekt namens “Erfahrungswissen für Initiativen” (EfI), das die Fachhochschule Neubrandenburg verfeinert hat. Die Senior-Trainer haben inzwischen sogar ein landesweites Netzwerk aufgebaut. “Damit sind wir eines der wenigen Bundesländer, die eine solche flächendeckende Struktur geschaffen haben”, sagte Staatssekretär Nikolaus Voss. Er sprach dem Landesring Mecklenburg-Vorpommern des Deutschen Seniorenrings – vor allem dessen Vorsitzender Helga Bomplitz – seine Anerkennung aus: “Dem Landesring ist es wieder einmal gelungen, der Ausbildung Leben einzuhauchen.”
Die Angebote der Senioren-Trainer reichen von sportlichen und kulturellen Themen bis zur Produktion von Radio-Beiträgen.
Schlotmann: Qualität soll besser werden
Schwerin – Das Teilnetz Warnow, das nahezu den gesamten Schienenpersonennahverkehr (SPNV) um Rostock umfasst, wird derzeit europaweit ausgeschrieben. Auf den neu zu vergebenden Strecken werden jährlich rund vier Millionen Zugkilometer gefahren. “Wir wollen spürbare Verbesserungen für die Fahrgäste erreichen. Entsprechend haben wir die Ausschreibung formuliert”, sagte Verkehrsminister Volker Schlotmann heute. Alle Nahverkehrsstrecken im Land müssen regelmäßig nach Wettbewerbskriterien neu vergeben werden.
Bestandteil der Ausschreibung sind folgende Strecken:
* Rostocker S-Bahn-Linien S 1, S 2 und S 3
* Regionalbahnlinie RB 11 (Bad Doberan –) Rostock – Graal Müritz / Ribnitz-Damgarten West
* Regionalexpress-Linie RE 7 Wismar – Schwerin – Ludwigslust
* Linie Rostock – Laage – Güstrow
* Regionalexpresslinie RE 8 Wismar – Rostock – Tessin
Die Linie RE 7 und die Linie Rostock – Güstrow werden in die Ausschreibung einbezogen, um Qualitätsverbesserungen zu ermöglichen. Auch sollen die Züge zwischen dem Rostocker Hauptbahnhof und Warnemünde im Berufsverkehr und an den Sommerwochenenden künftig im 7,5-Minuten-Takt statt wie bisher im 10-Minuten-Takt verkehren. Und die etwa 20 Jahre alten und stark verschlissenen Doppelstockzüge sollen durch neue einstöckige und barrierefreie Elektrotriebzüge ersetzt werden. Saisonale Zusatzverkehre von Rostock nach Graal-Müritz werden ausgeweitet. Werktags sollen die Züge zwischen Güstrow und Rostock über Laage künftig durchgängig im Einstundentakt verkehren. Für den Schüler- und Berufsverkehr zwischen Schwerin und Wismar sollen Zusatzzüge eingesetzt werden.
Schlotmann betonte: “Die angestrebten Qualitätsverbesserungen dürfen aber nicht auf Kosten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Verkehrsunternehmen gehen. Deshalb enthält die Ausschreibung auch Vorgaben zur Tariftreue und zu Ausbildungsquoten.” Künftig, so Schlotmann, muss ein Tarifvertrag angewendet werden, der für Mecklenburg-Vorpommern repräsentativ und für SPNV-Leistungen anwendbar ist. Auch müssen mindestens 2,5 Prozent Auszubildende beim Verkehrsunternehmen beschäftigt sein.
Der neue Vertrag soll bis 2024 gelten und in zwei Stufen greifen: Ab Dezember 2011 werden die Linien RE 8 und RB 11 (Dieselantrieb) nach dem neu abzuschließenden Vertrag fahren, ab Dezember 2012 die übrigen Linien (Elektroantrieb). Über die Vergabe des europaweit ausgeschriebenen Teilnetzes Warnow wird voraussichtlich im Sommer 2010 entschieden.
Güstrow – “Die Vielzahl von Aktivitäten in Mecklenburg-Vorpommern, die in Schulen, in Vereinen und Verbänden geleistet wird, zeigt, dass umweltpädagogische Arbeit generationsübergreifend erfolgreich möglich ist”, sagte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute anlässlich der Verleihung des Umweltpreises für Kinder- und Jugendliteratur im Natur- und Umweltpark Güstrow.
Angebote im Rahmen von “Grünen Klassenzimmern” insbesondere in Zoos, Tiergärten und Umweltparken sowie in Schulland- und Jugendwaldheimen seien eine Bereicherung des formalen Bildungsbereiches.
“Der Natur- und Umweltpark hier in Güstrow ist seit vielen Jahren eine Attraktion in der Region und ein Anziehungspunkt für Besucher jeden Alters. Er stellt inzwischen eine bundesweit anerkannte Institution der Umweltbildung dar. Hier ist es gelungen, klassisches Naturerlebnis in einem Tierpark mit zeitgemäßen Methoden und Themenfeldern zu verbinden”, hob der Minister hervor. Dass dieses Konzept wertvoll ist und funktioniert, zeige die Anerkennung des NUP als “offizielles Dekade Projekt” durch das Nationalkomitee der UN-Dekade 2005-2014 zur Unterstützung der Bildung für Nachhaltigkeit.
Den Umweltpreis für Kinder- und Jugendliteratur erhielt die Hamburger Autorin Benigna Werthen für ihr Buch “Elin und das Geheimnis des Waldes”.
Es ist sowohl zum Vorlesen für 5- bis 10-Jährige als auch für Erstleser geeignet. Das Buch handelt von Freundschaft und Zusammenhalt. Das Trollmädchen Elin versucht mit seinen Freunden, die Bebauung der Wiesen in ihrem Buchenwald zu verhindern. Dabei zeigt sich, dass man gemeinsam viel erreichen kann.
Die 1967 geborenen Benigna Werthen studierte Psychologie und arbeitet im Gesundheitswesen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Hamburg.
Neben dem ausgezeichneten Werk erschienen von Benigna Werthen bereits “Elin und der Schattenkobold” sowie “Elin und die verborgene Welt”. Es sind die ersten drei Bücher der Autorin.




