Archiv: Dezember 2009

7. Januar: Dorfrepublik Rüterberg
Rüterberg – Eine bewegte Zeit kann in Rüterberg an der Elbe im Landkreis Ludwigslust nacherlebt werden. An die Jahrzehnte der Grenzlage der Gemeinde zwischen Ost und West erinnern heute unter anderem ein eisernes Grenztor, ein Gedenkstein, eine Informationstafel sowie Geschichten und Episoden der Einheimischen. In Anlehnung an ihre isolierte Lage hatten sich die Bewohner des Ortes in der Wendezeit 1989 nach dem Vorbild der schweizerischen Urkantone als “Dorfrepublik” ausgerufen. Damit wollten sie die Erinnerung an die lange Teilung Deutschlands durch Mauer und Stacheldraht wach halten.
Zu DDR-Zeiten lag Rüterberg in einer millitärischen Sperrzone und war damit isoliert. Zur Elbe im Westen riegelte ein Grenzzaun jeglichen Kontakt ab. Auch nach Osten hin gab es Einschränkungen der Bewegungsfreiheit für die Dorfbevölkerung. So konnte das Dorf ab 1967 nur mit Passierschein und durch ein bewachtes Tor betreten werden. Von 22.00 bis 5.00 Uhr war dieser Zugang verschlossen und besonders von den Grenztruppen bewacht worden.
Seit 2004 gehört Rüterberg zur Stadt Dömitz. Die örtliche Heimatstube informiert Besucher über die bewegende Zeit. Weitere Informationen: www.doemitz.de; Anmeldungen zu Führungen in der Heimatstube unter der Rufnummer 03875820333
6. Januar: Barockschloss zu Griebenow
Jahrelang war das Schloss in Griebenow in der Nähe der Hansestadt Greifswald nicht unbedingt als herrschaftliches Anwesen zu erkennen. Jetzt aber erhält es schrittweise innen und außen sein altes barockes Aussehen zurück. Damit gehört Griebenow zu den vielen Schmuckstücken Mecklenburg-Vorpommerns jenseits der grandiosen Ostseestrände, der einzigartigen Seenlandschaft und der vielerorts nahezu unberührten Natur. In der Schlossanlage aus dem frühen 18. Jahrhundert finden Gäste heute ein Schlosscafé, das montags bis freitags von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr und samstags und sonntags von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet hat.
Das ganze Jahr über finden im Schloss Lesungen, Konzerte und Ausstellungen statt. Jährlich wiederkehrende Veranstaltungen sind unter anderem der Frühjahrsmarkt zwei Wochen vor Ostern, der Parklauf am Ostersamstag und am dritten Samstag im September sowie der Herbstmarkt am zweiten Wochenende im November. Genaue Termine finden Gäste unter www.schloss-griebenow.de. Unweit des Schlosses finden Besucher die Schlosskapelle, einen 15-seitigen Bau, der eines der wenigen Beispiele protestantischen Kirchenbaus in Pommern war. Die Schlosskapelle kann nach Anmeldungen unter der Rufnummer 038332 88289 besucht werden. Weitere Informationen: www.schloss-griebenow.de, www.kirchen-im-ostseeland.de
Findling kann tauchend entdeckt werden
Insel Rügen – Etwa 300 Meter vor der Küste des Ostseebades Göhren auf der Insel Rügen im Gebiet des Biosphärenreservates Südost-Rügen liegt der “Buhskam”, der größte Findling Nordeuropas. Er hat einen Umfang von 40 Metern und ragt eineinhalb Meter aus dem Wasser. Um den 1.600 Tonnen schweren Stein ranken sich viele Legenden. So trägt er beispielsweise auch den Beinamen “Adebarstein” (Storchenstein), da von dort Störche die Rügener Babys holen sollen. Auf seiner pultartigen Oberfläche über Wasser finden bis zu 25 Personen Platz. Aber auch unter Wasser ist der Riesenstein eine Entdeckung wert. Schönis Tauchschule aus Sellin etwa bietet ganzjährig geführte Tauchgänge unter der Rufnummer 038303 86276 an. Wer nicht tauchen mag, kann den Teil, der aus dem Wasser ragt, auch vom Göhrener Strand aus bewundern. Weitere Informationen: www.schoenis-tauchschule.de
Kühlungsborn – In der Nacht vom 29. zum 30.12.2009 kam es im Ostseebad Kühlungsborn zu einem Brand im Keller eines Vier-Sterne-Hotels in der Ostseeallee. Durch den sich dabei entwickelnden Rauch, der sich schnell über alle Etagen des Hauses ausbreitete, sind acht Personen leicht verletzt worden.
Die ärztliche Versorgung dieser erwachsenen Personen erfolgte ambulant vor Ort durch einen Notarzt.
Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich insgesamt 95 Personen, darunter sechs Kinder, in dem nahezu ausgebuchten Hotel. Das Gebäude wurde durch Feuerwehr und Polizei vollständig evakuiert und die Gäste vorrübergehend in einem zum Hotel gehörenden, jedoch separat stehenden Restaurantgebäude untergebracht.
Ein Mitarbeiter des Hotels hatte das Feuer gegen 01.10 Uhr festgestellt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Insgesamt 40 Feuerwehrleute der Wehren aus Kühlungsborn, Wittenbeck und Basdorf waren bis in die frühen Morgenstunden am Brandort in der Kühlungsborner Ostseeallee im Einsatz. Der Zentrale Kriminaldienst der Rostocker Kriminalpolizeiinspektion übernahm die Spurensicherung. Nach ersten Erkenntnissen entstand das Feuer vermutlich durch einen technischen Defekt in einem der beiden Wäschetrockner, die sich in dem etwa 12 Quadratmeter großen Raum befanden.
Die Hotelleitung bemühte sich bereits in den Nachtstunden, die Gäste in benachbarten Hotels unterzubringen. Da von den entstandenen Rauchgasen das gesamte Gebäude betroffen ist, werden die Hotelgäste nach einer Einschätzung von Feuerwehr und Polizei zunächst nicht wieder ihre Zimmer beziehen können. Ihnen wurde inzwischen die Möglichkeit gegeben, gemeinsam mit der Polizei ihre persönlichen Gegenstände aus den Zimmern zu holen.
Die nähere Untersuchung der Wäschetrockner ist durch den Zentralen Kriminaldienst veranlasst worden. Die polizeilichen Ermittlungen am Brandort dauern gegenwärtig an.
Stralsund – Bisher unbekannte Täter haben am 29.12.09 kurz vor 22.00 Uhr eine Telefonzelle am Frankendamm/ Ecke Wulflamufer gesprengt. Es entstand ein Sachschaden von etwa 13.000 Euro. Die Wucht der Explosion war so groß, dass die Telefonzelle völlig unbrauchbar ist. Ein auf der anderen Straßenseite parkendes Auto wurde durch umherfliegende Splitter leicht beschädigt. Bei der kriminaltechnischen Untersuchung am Morgen des 30.12.09 wurden Reste von Silvester-Böllern gefunden.
Ribnitz-Damgarten – Ein 13-jähriges Mädchen musste am frühen Morgen des 30.12.09 mit einer Alkoholvergiftung in eine Klinik eingewiesen werden.
Sie hielt sich mit ihrem 15-jährigen Bruder und einer ebenfalls 13-jährigen Freundin in der Wohnung eines 24-jährigen Mannes auf. Nach dem Genuss von Bier und Schnaps wurde dem Mädchen schlecht, so dass der Wohnungsinhaber gegen 2.30 Uhr die Rettungsleitstelle informierte. Bei dem Mann stellten Polizeibeamte einen Atemalkoholwert von 3,47 Promille fest. Der 15-Jährige hatte 1,0 Promille “intus”, das zweite Mädchen war nüchtern.
Gegen den 24-Jährigen wird wegen fahrlässiger Körperverletzung und Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz ermittelt. Das Jugendamt wird über den Vorfall informiert.
Nach zwei Überfällen in Schwerin und Rostock bittet die Polizei die Bevölkerung erneut um Mithilfe bei der Aufklärung dieser Straftaten
Zwei Unbekannte hatten am 15. 12. 2009 in Rostock eine Frau in ihrer Wohnung überfallen, um Firmengelder zu erpressen Als das Tatvorhaben scheiterte, raubten sie den Wagen der Frau, der einen Tag später im Lankower See in Schwerin aufgefunden wurde. Am Abend des 22.12.2009 überfielen zwei als Weihnachtsmänner verkleidete Täter eine Familie in ihrem Haus in Schwerin- Friedrichsthal und versuchten vom Ehemann ebenfalls Firmengelder zu erpressen. Auch dieses Vorhaben scheiterte. Schließlich fuhren die Täter mit dem Opfer zu einem Geldautomaten im Landkreis Nordwestmecklenburg und hoben mit seiner Bankkarte 1000 Euro Bargeld ab. Der Mann wurde anschließend in Wohnortnähe abgesetzt, die Täter fuhren den schwarzen Opel des Opfers bei Jesendorf (LK NWM) in einen See.

Die Polizei geht nach bisherigen Ermittlungen weiterhin davon aus, dass beide Taten im Zusammenhang stehen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektionen Schwerin und Rostock laufen seither auf Hochtouren. Akribisch geht die eigens gebildete gemeinsame Ermittlungsgruppe jedem Hinweis bzw. jeder Spur nach. Bislang haben sich jedoch noch keine konkreten Hinweise auf die Täter ergeben. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Im Zusammenhang mit der Tat in Schwerin konnte die Polizei das Videomaterial einer Überwachungskamera sichern, worauf einer der beiden als Weihnachtsmänner verkleideten Täter zu erkennen ist.
Hierdurch erhoffen sich die Ermittler neue Anhaltspunkte zur Aufklärung des Falles. Gleichfalls wird die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Nach wie vor sucht die Polizei Zeugen, die am Abend des 22. Dezember zwei als Weihnachtsmänner verkleidete Personen mit Skimasken im Schweriner Stadtteil Friedrichsthal gesehen haben oder denen zwei als Weihnachtsmänner verkleidete Personen mit Skimasken in einem schwarzen Opel Vectra mit Schweriner Kennzeichen aufgefallen sind. Wer Hinweise zu der abgebildeten Person bzw. zu den geschilderten Geschehnissen in Rostock und Schwerin geben kann, wird gebeten, sich mit der Kriminalpolizeiinspektion Schwerin (Tel. 0385/ 20700), in dringenden Fällen auch über den Notruf der Polizei 110, in Verbindung zu setzen.
Bilanz des touristischen Rekordjahres 2009
Schwerin – Mehr Sommerurlauber als jedes andere Bundesland, Zuwächse im Landesinneren, steigende Zufriedenheitswerte, eine erfolgreiche Bundesgartenschau, hohe Zuwächse beim Camping, – Mecklenburg-Vorpommern blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2009 zurück.

Für das Gemeinschaftsprojekt des Tourismusverbandes und des NDR wanderten Axel Prahl und Jan Josef Liefers, hier am Schweriner Schloss, durch Mecklenburg-Vorpommern. (Foto: TMV)
Auch in diesem Jahr führt der Nordosten beim prozentualen Zuwachs von Übernachtungen die Statistik der deutschen Flächenländer an. Zu rechnen ist darüber hinaus auch 2009 mit einem Übernachtungsrekord. Einige Zahlen und Fakten zum vergangenen Tourismusjahr:
Übernachtungszahlen/Auslastung
- Die Tourismusbranche rechnet für 2009 zum dritten Mal in Folge mit einem Übernachtungsrekord. Dabei zeichnet sich trotz Wirtschaftskrise ein Wachstum von rund 3,5 Prozent auf bis zu 28,5 Millionen ab, was eine Million Übernachtungen mehr als 2008 bedeuten würde.
- Der Übernachtungszuwachs läge damit erneut merklich über dem Bundesdurchschnitt (Januar bis Oktober: -0,3 Prozent). Mit einem solchen Jahresergebnis bestätigt Mecklenburg-Vorpommern seine Rolle als Flächenland mit der größten Dynamik in der Tourismusentwicklung.
- Werden Übernachtungen in kleinen Pensionen, Privatzimmern und bei Bekannten/Verwandten mitgezählt, kommt Mecklenburg-Vorpommern infolge neuester Berechnungen des Statistischen Bundesamtes jährlich sogar auf mehr als 55 Millionen Übernachtungen bei fast elf Millionen Ankünften.
- Die Zahl der Ankünfte stieg 2009 (Januar bis Oktober: + 5,5 Prozent) noch deutlicher als die Zahl der Übernachtungen (Januar bis Oktober: + 3,8 Prozent), was eine Fortsetzung des Langfristtrends zu kürzeren Aufenthalten dokumentiert.
- Die Auslastung der angebotenen Betten dürfte in diesem Jahr bei leicht über 40 Prozent und damit wieder etwas höher als 2008 (39,8 Prozent) liegen. Auch damit behauptet sich Mecklenburg-Vorpommern im Spitzenfeld der Flächenländer.
- Im Vergleich der Regionen schnitten 2009 diejenigen Reiseziele am besten ab, die von der Bundesgartenschau 2009 in Schwerin, die mehr als 400.000 zusätzliche Übernachtungen brachte, profitieren konnten: So stieg die Zahl der Übernachtungen etwa in Westmecklenburg zwischen Januar und Oktober 2009 um 20,7 Prozent, in der Landeshauptstadt selbst sogar um 38,3 Prozent. Auch die Mecklenburgische Ostseeküste, die Mecklenburgische Schweiz und die Seenplatte legten überdurchschnittlich zu.
- Ein zweistelliges Plus erreichte Mecklenburg-Vorpommern 2009 beim Camping. Die Campingplätze rechnen mit rund 4 Millionen Übernachtungen, womit Mecklenburg-Vorpommern erstmals Deutschlands beliebteste Campingregion werden könnte.
- Die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern übernachtenden ausländischen Gäste war 2009 entgegen dem Bundestrend nicht deutlich sondern lediglich leicht rückläufig (-1,9 Prozent von Januar bis September). Zwar besuchten weniger Skandinavier und Polen den Nordosten Deutschlands, dafür aber mehr Niederländer und Schweizer.
- Der Tourismusverband hofft, dass die Branche im Jahr 2010 das Rekordergebnis von 2009 bestätigen kann. Eine Verbandsumfrage ergab, dass mehr als die Hälfte der Vermieter (51 Prozent) mit ähnlich guten Geschäften wie 2009 rechnen; sogar 26 Prozent rechnen mit einem noch erfolgreicheren Jahr. 23 Prozent der Befragten gehen allerdings davon aus, dass 2010 schwieriger wird als das Jahr 2009.
Gästebefragung des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern
(Quelle: Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus)
- Die Gäste vergeben durchschnittlich die Note 1,7 für ihren Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern. Damit hat sich die Zufriedenheit im Vergleich zum Vorjahr noch einmal leicht verbessert.
- Etwa die Hälfte der Urlauber Mecklenburg-Vorpommerns kommt in unregelmäßigen Abständen mehrfach ins Land; weitere 26 Prozent sind Stammgäste. Der Rest sind Erst- bzw. Zweitbesucher. Die meisten Stammgäste reisen in die Region Fischland-Darß-Zingst. Bei ihrem ersten Besuch fahren nirgendwohin so viele Touristen wie nach Rügen und überraschenderweise auch ins Landesinnere.
- Wichtigstes Kriterium für die Reiseentscheidung waren für 85 Prozent der Sommer-Urlauber 2009 Landschaft und Natur. Gute Luft und Klima liegen bei 76 Prozent auf Platz zwei. Kein anderes Bundesland kann in diesen Bereichen so hohe Werte vorweisen.
- Mecklenburg-Vorpommern hat zudem den höchsten Anteil an sportlichen Urlaubern (Rad-, Aktiv- und Badeurlauber). Während der Bundesdurchschnitt bei etwa 15 Prozent liegt, gehören rund 36 Prozent der Gäste im Land zu den sportlich Aktiven.
Splitter
- Sonnensieger 2009: Die Greifswalder Oie vor der Insel Rügen war 2009 mit 2.003 Sonnenstunden der sonnenreichste Ort Deutschlands. Damit führt Mecklenburg-Vorpommern mit durchschnittlich 1.835 Sonnenstunden auch die Länderstatistik an.
- Die Sommerreiseanalyse des Europäischen Tourismus Instituts (ETI) ergab, dass mit 26,1 Prozent mehr als jeder vierte deutsche Sommerurlauber in den Nordosten gereist ist. Mit Abstand folgen Bayern (17,7 Prozent) und Schleswig-Holstein (14,8 Prozent).
- Fast jeder zweite Radtourist verbringt seinen Urlaub im Nordosten. Die Region, der in einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums neben der Mecklenburgischen Seenplatte und der Ostseeküste mit Rügen und Usedom auch Berlin, der Spreewald und der Harz zugeordnet sind, kommt danach auf 43,1 Prozent aller von Radreiseveranstaltern organisierten Touren.
- 1,86 Millionen Gäste, und damit mehr als erwartet, besuchten die Bundesgartenschau mit ihren sieben Gärten rund um das Märchenschloss in der Landeshauptstadt Schwerin, die den Organisatoren zufolge als eine von wenigen Gartenschauen auch ein finanzieller Erfolg war. Im Jahr 2010 will Schwerin mit der ersten Auflage des Gartensommers und den Feierlichkeiten rund um das 850-jährige Stadtjubiläum an den Buga-Erfolg anknüpfen.
- Immer besser ist Mecklenburg-Vorpommern auch aus der Luft erreichbar. Nach Rostock führen Germanwings-Verbindungen von Stuttgart und Köln-Bonn; ab 2010 fliegen darüber hinaus Helvetic Airlines aus Zürich und Lufthansa aus München an die Ostsee. Auf die Sonneninsel Usedom fliegen im kommenden Jahr Maschinen der Air Berlin aus Dortmund, Düsseldorf, Nürnberg und Stuttgart. Die Gesellschaft OLT verbindet Heringsdorf mit Bremen, Köln-Bonn, Frankfurt/M., München und Zürich.
- Während des Germany Travel Mart 2009 (GTM) begrüßten die Deutsche Zentrale für Tourismus und der Tourismusverband Mecklenburg Vorpommern 1.400 Touristiker aus 40 Ländern in der Hansestadt Rostock. Auch die American Tourism Society (ATS), der Internationale Verband der Paketreiseveranstalter (VPR) und der Internationale Bustouristikverband (RDA) hielten 2009 Jahrestagungen in Mecklenburg-Vorpommern ab. Weitere 750 Multiplikatoren überzeugten sich während dieser Konferenzen mit Begleitprogramm von den Vorzügen des Nordostens.
- Neuer Trend: Mecklenburg-Vorpommern wird zum Wanderland. Jährlich machen zwei Millionen der Besucher im Nordosten einen Wanderurlaub. Als Wanderbotschafter eroberten die “Tatort”-Ermittler Axel Prahl und Jan Josef Liefers 2009 den Nordosten zu Fuß. Herausgekommen sind u.a. ein NDR-Film, die Internetseite www.einsatzort-mv.de und ein Buch des Hinstorff Verlages Rostock, das im Frühjahr 2010 vorgestellt wird.
- Seit Einführung der Waldaktie (www.waldaktie.de) vor zwei Jahren sind fast 10.000 Stück verkauft worden. Inzwischen wurden in Mecklenburg-Vorpommern acht Klimawälder eingerichtet; weitere folgen im Jahr 2010. Immer mehr entwickelt sich die Waldaktie zum Exportschlager: Sie findet nicht nur in anderen Teilen Deutschlands Nachahmer, sondern stieß unter anderem auch schon in Thailand, Togo und Chile auf Interesse. Zudem hatte kürzlich Berlins Umweltsenatorin vorgeschlagen, die Fläche des 2011 still gelegten Flughafens Tegel über den Verkauf von Waldaktien an Fluggäste aufzuforsten.
- Mehrere Hunderttausend Gäste besuchten im Jahr 2009 die Open-Air-Veranstaltungen im Land, davon rund 55.000 die Konzerte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und rund 380.000 die Störtebeker-Festspiele in Ralswiek auf der Insel Rügen.
- In den Museen des Landes wurden 2009 rund 3 Millionen Gäste begrüßt, 45 Prozent der Gäste des Landes besuchen im Urlaub Museen und Ausstellungen.
- 41 Hotels und Wellness-Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern können sich mit dem Gütesiegel des Deutschen Wellness Verbandes schmücken. Insgesamt haben sich im Nordosten rund 120 Hotels auf Wellness-Angebote ausgerichtet.
- Die Ostsee mit der Mecklenburgischen Seenplatte eroberte 2009 Platz eins im Ranking der Routenanfragen beim ADAC. Dieser hatte rund zwei Millionen Routenanfragen seiner Mitglieder für den Sommer 2009 ausgewertet.
- Das Grand Hotel Heiligendamm ist das “Deutsche Grand Hotel des Jahres”. Die Leser des “Diners Club Magazins” wählten die Weiße Stadt am Meer auf Platz eins.
- Das Travel Charme Kurhaus Binz erhielt 2009 erneut einen TUI Holly. Die Auszeichnung wurde dem Hotel in der Kategorie “Bestes Hotel Eigenanreise” verliehen.
- Bei der Wahl der beliebtesten Insel der Deutschen des touristischen Internetportals Trivago konnte sich Rügen auf Rang drei hinter Mallorca und Gran Canaria aber beispielsweise vor Teneriffa, Ibiza, Fuerteventura und allen deutschen Inseln platzieren.
- Rund 300.000 Gäste besuchten 2009 die Leuchttürme Mecklenburg-Vorpommerns.
- Beim touristischen Golfen legt Mecklenburg-Vorpommern immer weiter zu: Wurden 2006 noch rund 260.000 Übernachtungen von Golfspielern im Nordosten gezählt, sind es inzwischen ca. 400.000 Übernachtungen. (TMV)
Mit einer außergewöhnlichen Fotoausstellung startet das Landwirtschafts- und Umweltministerium in das Jahr 2010
Schwerin – Unter dem Titel “Natur-Momentaufnahmen” präsentieren Fotografen der Regionalgruppe M-V der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen e.V. (GDT) auf 45 Fine Art-Prints vertraute und überraschende Sichten auf die Natur Mecklenburg-Vorpommerns. Mit viel Gefühl für den richtigen Augenblick haben die Naturfotografen faszinierende Aufnahmen von Landschaften und Tieren gemacht, die Vertrautes oftmals in einem ganz neuen Licht darstellen. Vertraute Landschaften entfalten im dramatischen Licht einen ganz neuen Zauber.
Die Ausstellung wird am 5. Januar 2010 um 13.00 Uhr im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Schwerin, Paulshöher Weg 1, eröffnet.
Die Leiterin der GDT-Regionalgruppe M-V Claudia Müller sowie die Fotografen Dr. Lothar Wölfel und Walter Thiel werden durch die Ausstellung führen. Interessierte Bürger sind herzlich zur Ausstellungseröffnung eingeladen. Die Fotos sind bis Ende März jeweils von montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr zu sehen.
Hintergrund
Die Gesellschaft Deutscher Tierfotografen e.V. (GDT ist als größte Naturfotografen-Vereinigung Europas ein gemeinnütziger Verein mit über 900 Profi- und Hobby-Naturfotografen aus Deutschland, Europa und Übersee. In der Regionalgruppe Mecklenburg-Vorpommern sind ca. 30 Naturfotografen aktiv.
Mit der Ausstellung “Natur-Momentaufnahmen” verfolgen die Fotografen das Ziel, den Betrachter auf die Schönheit, Einmaligkeit und auch Verletzlichkeit der Natur aufmerksam zu machen. Die Bilder, die sowohl Tier- und Pflanzenporträts als auch Landschaftspanoramen zeigen, sollen beigeistern, faszinieren und neugierig machen.
M-V erhebt wichtige landwirtschaftliche Daten für alle ostdeutschen Länder
Schwerin – “Die Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik in Europa sind gekennzeichnet vom Zurückfahren der Marktordnungen, von schwankenden Preisen und von mehr marktwirtschaftlicher Verantwortung der Landwirte selbst. Vor diesem Hintergrund sind unabhängige Marktinformation und hohe Markttransparenz für die landwirtschaftlichen Unternehmen erforderlicher denn je”, so der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus.
Auf Initiative des Landes Mecklenburg-Vorpommern haben alle fünf ostdeutschen Bundesländer deshalb die Erhebung der Preis- und Marktdaten wichtiger landwirtschaftlicher Produkte gemeinsam neu organisiert. “Damit wurde die Informationslücke geschlossen, die nach der Liquidation der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) in Folge des Bundesverfassungsgerichtsurteils zum Absatzfonds in den Ländern entstanden war”, sagte der Minister.
Auf der Grundlage einer im Dezember 2009 geschlossenen und durch alle Agrarminister der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern unterzeichneten mehrjährigen Vereinbarung erfolgt die Datenerhebung künftig durch die Marktinformationsstelle Ost (MIO) beim Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF)in Rostock.
Derzeit werden durch die MIO in Rostock 68 Meldebetriebe betreut. Ziel ist die Beteiligung von mindestens 150 Landwirtschaftsbetrieben und Erzeugerorganisationen bis zum Ende des Jahres 2010. Auf der Homepage des LALLF (www.lallf.de) werden ab Januar 2010 auch die regionalisierten Marktdaten bereit gestellt.
“Damit dieses System auf der Grundlage vieler Marktdaten möglichst gut funktionieren kann, ist die Mitwirkung der Landwirte auch weiterhin dringend notwendig”, hob Minister Backhaus hervor und forderte daher die bisher in den ostdeutschen Ländern tätigen landwirtschaftlichen Meldebetriebe auf, mit der neuen Marktinformationsstelle Ost zusammenzuarbeiten.
Ansprechpartner der MIO im LALLF sind Klaus Hilse (klaus.hilse@lallf.mvnet.de) und Christine Schubert (christine.schubert@lallf.mvnet.de). Sie sind telefonisch unter 0381/4035-190 und -639, sowie per Fax unter 0381/4035-692 zu erreichen.
Hintergrund:
Die Bundesländer benötigen zur Erfüllung von Datenlieferverpflichtungen gegenüber dem Bund sowie der Europäischen Kommission umfassende und neutrale Marktinformationen zur Sicherung der Markttransparenz, aber auch als Basis für Wissenschaft und Forschung, Sachverständigenangelegenheiten sowie für die Rechtspflege.
Minister Tesch ruft alle Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme auf
Schwerin – Unter der Schirmherrschaft von Kultusminister Henry Tesch startet mit Beginn des neuen Jahres 2010 der landesweite Schülerwettbewerb “Bibel heute”. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto “Voll das Leben”.
Seit 1997 wird dieser Wettbewerb zum nunmehr fünften Mal vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bibel und Kultur Stuttgart und dem Niederdeutschen Bibelzentrum St. Jürgen in Barth ausgelobt.
Minister Tesch: “Ich möchte alle Schülerinnen und Schüler herzlich einladen, sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen, denn bei der Suche nach den Ursprüngen unseres Verhaltens und unserer Gewohnheiten gibt die Bibel spannende Einblicke und Erkenntnisse. Lasst Euch vom “Buch der Bücher” anregen und ihr werdet erstaunt sein, wie es auch heute unser Leben und Handeln im Alltag und in der Politik beeinflusst.”
Am Wettbewerb können sich alle Schülerinnen und Schüler beteiligen, egal wie alt sie sind. Ob Aufsatz oder Präsentation, Videoclip oder Film – der Phantasie bei der Umsetzung des Mottos “Voll das Leben” sind keine Grenzen gesetzt. Themenbereiche sind: Beginn des Lebens, Lebensgeschichten, füreinander leben und Sinn des Lebens.
Die Ausschreibungsunterlagen wurden im Dezember über die Schulämter an die Schulen verteilt.
Die Teilnahmeanmeldung läuft bis zum 31. Januar 2010. Einsendeschluss der Wettbewerbsbeiträge ist der 23. April 2010.
Die Anschrift ist:
Bildungsministerium
Referat 450
Werderstr. 124
19055 Schwerin
Ende Juni findet mit allen Teilnehmern eine Abschlussveranstaltung in Schwerin statt. Alle Informationen zum Bibelwettbewerb 2010 sind abzurufen unter www.bm.regierung-mv.de im Blickpunkt oder unter www.bildung-mv.de.
“Wirtschaftsfreundlichste Kommune des Landes Mecklenburg-Vorpommern”
Schwerin – Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, das Innenministerium, die Vereinigung der Unternehmensverbände, die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern und die kommunalen Landesverbände Mecklenburg-Vorpommerns vergeben deshalb seit dem Jahr 2004 die Auszeichnung “Wirtschaftsfreundlichste Kommune des Landes Mecklenburg-Vorpommern”.
“Die Wirtschaftsfreundlichkeit von Verwaltungen ist ein wichtiger Faktor bei Investitionsentscheidungen. Besonders eine reibungslos funktionierende Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Wirtschaft ist für kleine und mittlere Unternehmen, aber auch für Existenzgründer von großer Bedeutung”, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU).
Um die Auszeichnung des Jahres 2010 können sich bis zum 15. April 2010 Gemeinden, Städte und Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern selbst bewerben. Erwünscht sind auch Bewerbungen von Kommunen, die an diesem Wettbewerb in früheren Jahren bereits teilgenommen haben. Zudem können in Mecklenburg-Vorpommern ansässige Unternehmen Vorschläge für Kommunen mit besonders wirtschaftsfreundlichem Verwaltungshandeln einreichen.
Eine Jury unter Vorsitz des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus bewertet die eingereichten Bewerbungen und Vorschläge und entscheidet über die Vergabe der Auszeichnungen.
Die Kommunen werden mit Urkunde und Tafel ausgezeichnet und können den Titel zur Werbung für ihren Standort nutzen. “Gute Beispiele werden wir auf den Internetseiten des Landes präsentieren”, sagte Minister Seidel.
Die Wettbewerbsausschreibung ist inklusive der dazu erforderlichen Bewerbungsformulare im Internet unter der Adresse www.wm.mv-regierung.de/ Rubrik “Wettbewerbe” abrufbar. Die Bewerbungen bzw. Vorschläge sind in einfacher Ausfertigung bis zum 15. April 2010 im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, Referat 200, Johannes-Stelling-Straße 14, 19053 Schwerin, unter dem Stichwort “Wirtschaftsfreundlichste Kommune” einzureichen.
Schlotmann: Straßenbauinvestitionen bleiben auch 2010 auf hohem Niveau
Schwerin – Für Investitionen in Baumaßnahmen an Bundes- und Landesstraßen wird im neuen Jahr 2010 mit insgesamt rund 240 Millionen Euro in etwa so viel Geld zur Verfügung stehen wie im Jahr 2009. “Unsere Infrastruktur ist bereits gut ausgebaut. Nun geht es darum, diesen Standard zu erhalten und nach Bedarf gezielt weiter zu ergänzen. Beispielsweise brauchen viele Orte noch Ortsumgehungen, damit der Durchfahrtsverkehr nicht direkt durch die Innenstädte fließt”, sagte Verkehrsminister Volker Schlotmann. “Auch müssen wir konsequent gerade die Strecken ausbauen, die Unternehmen und Touristen besonders häufig nutzen.”
Beispielsweise werden die Brücken über die Peene in Loitz (L 261) und Jarmen (L 35) ab dem Sommer neu gebaut. Und für den Herbst 2010 sind die Spatenstiche für die Ortsumgehungen Anklam (B 109) und Levenhagen (L 35) geplant. Auch der Bau der Ortsumgehung Klütz (L 03) kann voraussichtlich noch im Jahr 2010 beginnen. Der Baustart für die B 96n auf Rügen kann im Herbst 2010 erfolgen, sofern es keine Klagen gibt. Und ab dem Frühjahr ist die Instandsetzung des alten Rügendammes geplant, auf dem über ein Jahr die komplette Fahrbahn erneuert wird. Abgeschlossen wird der Bau der aus dem Konjunkturpaket I finanzierten Ortsumgehung Loitz (B 194), die voraussichtlich am Jahresende für den Verkehr freigegeben werden kann.
Schwerpunkt der Baumaßnahmen an Autobahnen wird 2010 die Erneuerung der A 19 von der Anschlussstelle Rostock Ost bis zur Anschlussstelle Krummendorf sein. Diese Strecke inklusive Brücken wird in den nächsten Jahren erneuert, die Bauarbeiten werden das Jahr 2010 über andauern und bis 2013 komplett abgeschlossen sein. Erneuert werden sollen auch sechs Kilometer der Richtungsfahrbahn Berlin auf der A 11.
Darüber hinaus werden im kommenden Jahr die Planungen für wichtige Projekte weitergeführt. Dabei steht die Weiterführung der A 14 Richtung Magdeburg ganz vorn auf der Prioritätenliste. “Nachdem der Verkehr zwischen Wismar und Schwerin nun rollt, arbeiten wir mit Hochdruck weiter an den Planungen für den Bau der Folgeabschnitte. Denn die Weiterführung der A 14 Richtung Süden ist notwendig, um die Ostseehäfen besser an das überregionale Verkehrsnetz anzubinden”, so Verkehrsminister Volker Schlotmann. Mitte 2010 soll das Planfeststellungsverfahren für den nächsten zum Bau anstehenden Abschnitt vom Autobahndreieck Schwerin bis Ludwigslust Süd beginnen. Bis 2015 soll das Teilstück fertig gebaut sein.
Pasewalk (ots) – Gestern Vormittag geriet ein polnischer Mercedes Sprinter in eine bundespolizeiliche Kontrolle auf der BAB 11 in Höhe der Anschlussstelle Penkun. Neben den beiden polnischen Fahrzeugführern im Alter von 42 bzw. 45 Jahren befanden sich noch eine Mutter und ihre sechs Kinder im Alter von drei Monate bis 13 Jahren im Fahrzeug. Die russische Staatsangehörige tschetschenischer Herkunft konnte sich lediglich mit ihrem nationalen russischen Inlandspaß sowie einer polnischen Asylbewerberkarte ausweisen. Beide Dokumente legitimieren nicht den Aufenthalt in der Bundesrepublik. Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass die 34-jährige Russin mit ihren Kindern nach Paris wollte und sie dazu die Hilfe der beiden Stettiner in Anspruch nahm. Gegen die beiden polnischen Staatsangehörigen wurden Strafanzeigen wegen Einschleusung, gegen die Tschetschenin wegen unerlaubter Einreise aufgenommen. Die 34-Jährige wurde mit ihren Kindern nach Abschluss der ersten Ermittlungen in die Zentrale Aufnahmestelle nach Eisenhüttenstadt überstellt, die beiden polnischen Staatsangehörigen nach Abschluss der Maßnahmen aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen.
Ministerpräsident Erwin Sellering empfängt Sternsinger von der Insel Rügen
Ministerpräsident Erwin Sellering empfängt am 5. Januar 2010 in der Staatskanzlei 15 kleine Sternsinger aus der Katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius aus Bergen von der Insel Rügen.
Die Kinder werden Lieder singen, Segenswünsche überbringen und um Spenden für Kinder in armen Regionen der Welt bitten. Die Aktion Dreikönigssingen 2010 steht unter dem Leitwort “Kinder finden neue Wege”. Das Beispielland ist der Senegal. Mit ihrem Leitwort “Kinder finden neue Wege” wollen die Sternsinger darauf aufmerksam machen, dass sich Mädchen und Jungen in vielen Ländern der Welt unter schwierigsten Bedingungen auf den Weg machen, um ihre Fähigkeiten zu entwickeln, damit sie ihr Leben in die eigenen Hände nehmen können.
Im vergangenen Jahr haben in Mecklenburg-Vorpommern rund 1000 Sternsinger mehr als 100 000 Euro eingesammelt. Das war das bisher größte Sammelergebnis. Die Sternsingeraktion trug den Titel “Kinder suchen Frieden”. Beispielland war Kolumbien.
Der Ministerpräsident lobt das Engagement der Mädchen und Jungen: “Wenn Kinder für andere Kinder da sind, ihnen helfen, dann gehört das zu den schönsten und wichtigsten Dingen in unserem Leben. Außerdem bringen sie mit ihrem Gesang und ihren Darbietungen Freude ins Haus. Ich hoffe, dass sich auch 2010 ganz viele Mädchen und Jungen an der Sternsinger-Aktion beteiligen.”
4. Januar: Ruine Veste Landskron – Ehemalige Burg in Ostvorpommern dient als Kulisse für Hexenfeste und Partys
Janow – Mecklenburg-Vorpommern gilt als das Land der Schlösser und Herrenhäuser, aber auch Burgen, oder das, was von ihnen übrig blieb, zieren das Land. Eine besondere Entdeckung können Besucher im südwestlichen Winkel des Landkreises Ostvorpommern im Örtchen Janow machen. Dort steht eine Burgruine, die Veste Landskron, die zu den eindrucksvollsten des Landes zählt. In den Jahren 1576 bis 1579 wurde die Burg für Ulrich II. von Schwerin – er gehörte zu einem der ältesten Grafengeschlechter Pommerns – an der Grenze zwischen Mecklenburg und Pommern errichtet.
Sie fiel jedoch den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg zum Opfer. Bis heute lässt die Ruine die Ausmaße des ursprünglichen Aussehens erahnen. Der geräumige Burghof mit der Ruine der Burgkapelle ist erkennbar, und der südliche Eckturm kann besichtigt werden. Im westlichen Teil der Burgruine befindet sich ein kleiner Eichenhain mit Bastionen, die zum Schutz der Burg dienten. Die im Sommer grün überwucherten Burgmauern dienen als Kulisse für zahlreiche Veranstaltungen, von Hexenfesten bis zur Techno-Party mit bis zu 16.000 Besuchern. Weitere Informationen: www.vorpommern.de
3. Januar: Ernst Barlachs “Der Schwebende” im Dom zu Güstrow
Der Reiz der Residenzstadt Güstrow in der Mecklenburgischen Schweiz ist eng mit dem Schaffen des Bildhauers, Schriftstellers und Malers Ernst Barlach verbunden. Im Dom zu Güstrow, einem bedeutenden Zeugnis norddeutscher Backsteingotik, finden Besucher neben einer reichen Ausstattung aus der Zeit der späten Romanik mehrere Werke des Künstlers. Eins davon ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt: “Der Schwebende”. Bei dieser Bronzeplastik, die neben den Arbeiten “Der Gekreuzigte” und “Der Apostel” im Nordschiff des Doms zu finden ist, handelt es sich um ein Ehrenmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges.
1927 schuf Ernst Barlach dieses Werk, das 1937 als so genannte “entartete Kunst” aus dem Dom entfernt werden musste und später eingeschmolzen wurde. 1953 kam ein neuer Guss wieder in den Dom, der heute bestaunt werden kann. Weitere Werke Barlachs befinden sich in seinem ehemaligen Atelier am Inselsee sowie in der Gertrudenkapelle in Güstrow. Der Dom ist ganzjährig geöffnet, bis zum 31. März dienstags bis samstags von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr sowie an den Sonntagen nach dem Gottesdienst bis 12.00 Uhr sowie von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr. Führungen sind nach Anmeldung möglich. Weitere Informationen: www.dom-guestrow.de
Altentreptow – Ein besonderes Juwel der Backsteinbaukunst finden die Gäste mit der St. Petrikirche in Altentreptow bei Neubrandenburg. Wie vielerorts im Urlaubsland überrascht der kleine Ort mit knapp 6.000 Einwohnern an der Tollense mit einem mächtigen Kirchenbau, der eine Reise in die Architekturgeschichte bietet. Die Kirche entstand in gotischer Backsteinbauweise zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert. Sie ersetzte einen einfachen Vorgängerbau, der vermutlich in Holzbauweise entstand. Aus dem frühen 14. Jahrhundert stammt das Kirchenschiff mit dem einfachen Kreuzrippengewölbe. Der mächtige, quadratische Westturm mit Fenstern und Blenden an allen Seiten wurde im 15. Jahrhundert fertiggestellt.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts lieferte der Schinkel-Schüler Friedrich August Stüler einen Entwurf für die umfassende Instandsetzung der Petrikirche. Im Zuge seiner Umsetzung erfolgte unter anderem die Erneuerung der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Kapellenanbauten im Süden sowie die Restauration der Glasbemalung der Fenster. Besonders sehenswert sind der Schnitzaltar mit Chorgestühl aus der Mitte des 15. Jahrhunderts sowie ein aus dem 13. Jahrhundert stammender, romanischer Taufstein mit verzierten Relieffiguren und -köpfen. Die Kirche kann ganzjährig besucht werden. Zwischen Mai und September ist sie täglich geöffnet. In den restlichen Monaten kann sie nach voriger Anmeldung bestaunt werden. Weitere Information: www.kirche-altentreptow.de
Wahrzeichen des Ostseebades steht zum Jahresauftakt “in Flammen”
Rostock – Einen feurigen Jahresauftakt bietet das Rostocker Seebad Warnemünde rund um den Leuchtturm. Das Jahr 2010 wird mit dem Spektakel “Leuchtturm in Flammen” eingeläutet, zu dem etwa 70.000 Besucher erwartet werden. Das Ereignis setzt das bekannteste Wahrzeichen Warnemündes in Szene, den 31 Meter hohen Leuchtturm aus weiß glasierten Ziegelsteinen, der 1897/98 als Seezeichen erbaut wurde. Dieser weist nicht nur Schiffen den sicheren Weg in den Hafen, sondern ermöglicht Gästen einen unvergleichlichen Rundumblick auf Warnemünde mit der Ostsee und dem breiten Sandstrand. Am Fuße des Leuchtturms steht der “Teepott”, ein 1967/68 entstandener Rundbau mit einem eigentümlich geschwungenen Dach. In den hier befindlichen Restaurants und Bars können Besucher gleich hinter den Dünen speisen. Der Startschuss für das Schauspiel “Leuchtturm im Flammen”, einer Inszenierung aus Feuerwerk, Licht- und Lasershow, fällt um 18.00 Uhr. Weitere Informationen: www.warnemuende.de, www.rostock.travel




