Archiv: Januar 2010
Wer Schule witterungsbedingt nicht erreichen kann, ist entschuldigt
Schwerin – Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern informiert, dass der Unterricht morgen, am Montag, d. 01.02.2010 planmäßig stattfindet. Dort, wo der Öffentliche Nahverkehr oder die Sicherheit des Schulweges jedoch nicht gewährleistet werden kann, gilt für betroffene Schülerinnen und Schüler die Schulbefreiung.
Informationen können bei den Schulen oder bei den Kreisverwaltungen eingeholt werden. Darüber hinaus informieren die Landkreise ihre Bevölkerung über Einschränkungen im Schülerverkehr durch die Medien.

Aufnahme vom 30. Januar 2010
Hagenow – Ein Feuer hat in der Nacht zu Freitag das Werkstattgebäude eines Autohauses in Hagenow zerstört. Auch eine zum Gebäudekomplex zugehörige Einliegerwohnung und eine Lackiererei wurden durch das Feuer vernichtet. Darüber hinaus sind mehrere Kundenfahrzeuge durch das Feuer zerstört worden. Personen wurden nicht verletzt. Die Polizei geht von einem hohen Gesamtschaden aus, der gegenwärtig noch nicht bezifferbar ist.
Das Feuer ist der Polizei kurz nach 03 Uhr gemeldet worden. Mehrere Feuerwehren aus Hagenow und der Region rückten daraufhin zum Löscheinsatz aus. Im Zuge der Löscharbeiten musste eine angrenzende Straße bis in die Morgenstunden voll gesperrt werden. Die Brandursache ist gegenwärtig noch nicht bekannt, Brandstiftung kann nach bisherigen Erkenntnissen nicht ausgeschlossen werden. Kriminalisten suchen gegenwärtig am Brandort nach verwertbaren Spuren bzw. Beweismitteln.
Die Kriminalpolizeiinspektion Schwerin ermittelt in diesem Fall, auch ein Brandgutachter wurde hinzugezogen. Unterdessen sucht die Polizei noch dringend Zeugen, die Hinweise zum Brandgeschehen gegen können. Hinweise nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Schwerin (Tel. 0385/ 20700) oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Fußballspiel der 2. Bundesliga F.C. Hansa Rostock gegen 1. FC Union Berlin
Rostock (ots) – Das am Samstag, den 30. Januar 2010 in Rostock geplante Punktspiel der 2. Bundesliga zwischen F.C. Hansa Rostock und 1. FC Union Berlin ist heute um 07:45 Uhr abgesagt worden. Das Fußballspiel findet auf Grund der Witterung nicht statt.
Alle Fans werden gebeten, nicht anzureisen. Anreisende Fußballfans beider Mannschaften werden durch die Polizei aufgefordert, die sofortige Rückreise anzutreten. Auf Grund der Witterungsverhältnisse ist der öffentliche Personennahverkehr in Rostock eingestellt. Von Fahrten mit PKW wird dringend abgeraten.
„NDR aktuell“: Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns bekräftigt Forderung nach NPD-Verbot
Schwerin – Der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (CDU), hat in der Sendung „NDR aktuell“ im NDR Fernsehen seine Forderung nach einem NPD-Verbot bekräftigt. Hintergrund ist die Äußerung des NDP-Fraktionschefs im Schweriner Landtag, Udo Pastörs. Dieser hatte während einer Debatte über die von seiner Partei beantragte Errichtung eines Denkmals für die Opfer des untergegangenen Flüchtlingsschiffs „Wilhelm Gustloff“ Hitlers Kriegsziel, „die Vernichtung des jüdischen Bolschewismus“, in einem Zwischenruf als „eine gute Idee“ bezeichnet. Pastörs war daraufhin von der Sitzung ausgeschlossen worden.
Die Äußerung sei ein weiterer Baustein „in den Anstrengungen, die ich hier unternehme, auch nach wie vor dafür zu werben, dass der Weg für ein NPD-Verbot der einzig richtige ist“, so Caffier. Darüber hinaus forderte der CDU-Politiker alle demokratischen Kräfte im Land auf, sich intensiv mit der NDP auseinanderzusetzen. „Das ist nicht nur eine Aufgabe der Landesregierung oder des Landtages: Hier haben wir im gesamten Land die Verpflichtung mit unseren Zentren für Demokratie, die bereits eine sehr intensive Arbeit leisten.“ Aber auch die Kommunalparlamente im Land müssten deutlich aktiver werden, als es bisher der Fall ist. Man müsse stärker als bisher die Auseinandersetzung mit den NPD-Abgeordneten suchen.
Schwesig bittet von der Leyen auf Kindergeld-Rückforderung zu verzichten
Schwerin – Sozialministerin Manuela Schwesig hat Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen gebeten, auf die Rückzahlung des gezahlten Kindergeldes an Hartz-IV-Empfänger zu verzichten. In einem Brief an von der Leyen schreibt Schwesig, dass die geplante Rückforderung zu einer nicht hinnehmbaren Belastung der Hartz-IV-Familien führe.
“Neben der Enttäuschung über die Nichtteilnahme an der Erhöhung des Kindergeldes wird damit bei den Familien, die am wenigsten haben, eine zusätzliche Belastung erzeugt”, heißt es in dem Brief. Sie plädiere für eine Übergangslösung wie schon bei der Kindergelderhöhung im Jahr 2009.
Jochen Schulte: Klare Absage an Pkw-Maut ist überfällig!
Schwerin – Vor dem Hintergrund der erneuten Forderungen nach Einführung einer PKW-Maut forderte der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Schulte, von Bundesverkehrsminister Ramsauer eine klare und unmissverständliche Absage an die Einführung einer PKW-Maut.
„Angesichts der weiteren Diskussionen um die Einführung einer bundesweiten PKW-Maut auf dem Verkehrsgerichtstag lässt das beharrliche Schweigen des Bundesverkehrsministers zum Thema PKW-Maut Schlimmes befürchten. Ich vermute, dass die Pkw-Maut trotz gegenteiliger Versprechungen des Verkehrsministers bei der schwarz-gelben Bundesregierung noch aktuell ist“, so Jochen Schulte. “Wenn Herr Ramsauer nicht endlich ein eindeutiges Nein zur PKW-Maut abgibt, können wir sicher sein, dass die Bundesregierung das Thema wieder auf die Tagesordnung setzen wird, um Millionen von Autofahrern tiefer in die Tasche zu greifen – wahrscheinlich aber erst nach den Wahlen in Nordrhein-Westfalen.”
Nach Auffassung von Jochen Schulte ist die Aussicht auf eine solche zusätzliche Einnahmequelle einfach zu verlockend angesichts der Rekordverschuldung des Bundes. Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion hält eine weitere Belastung der Autofahrer aber für nicht akzeptabel. Nach seiner Überzeugung ist auch der Verweis auf eine gleichzeitige Entlastung bei der Kfz-Steuer völlig unglaubwürdig. “Im Übrigen sollte man vielleicht erst einmal prüfen, wie sinnvoll die Einführung einer LKW-Maut war, bevor man plant, jetzt auch noch die PKW-Fahrer zu schröpfen. Bereits die letzte Erhöhung der LKW-Maut war eine unzumutbare Belastung für die Speditionsbranche”, so Jochen Schulte abschließend.
Schlotmann: Bei Überprüfung von MPU-Verfahren sorgfältig vorgehen – keine Pflicht zur Videoaufzeichnung
Schwerin – Verkehrsminister Volker Schlotmann begrüßte heute die auf dem Verkehrsgerichtstag geführte Diskussion über Änderungen bei der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) und eine regelmäßige Überprüfung des Verfahrens. Er sprach sich aber gegen die obligatorische Videoaufzeichnung von geführten Gesprächen aus.
“Die Ergebnisse des Gutachtens müssen objektiv, transparent und fair gegenüber den Betroffenen sein. Gerade auf dem Land kann der Verlust des Führerscheins schwerwiegende Konsequenzen für den Beruf und das Privatleben nach sich ziehen. Andererseits müssen die anderen Verkehrsteilnehmer vor Fahrern geschützt werden, die nicht zum Führen eines Kraftfahrzeugs geeignet sind. Eine Überprüfung des Testverfahrens macht Sinn. Dabei sollte aber das Motto “Gründlichkeit und Sorgfalt vor Schnelligkeit” gelten. Videoaufzeichnungen der bei der MPU geführten Gespräche zur Pflicht zu machen, ist keine gute Lösung. Jeder sollte das Recht haben, Gespräche über teilweise sehr persönliche Fragen nicht aufzeichnen zu lassen”, sagte Schlotmann.
Im Jahr 2008 wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 1.079 Führerscheininhaber mit der MPU überprüft. Grund für die Überprüfung waren überwiegend Auffälligkeiten wegen Alkohol- oder Medikamentenkonsums.
Mecklenburg-Vorpommern nahm an länderübergreifender Krisenmanagementübung teil – Innenminister Lorenz Caffier: Bestmöglicher Schutz im Ernstfall ist entscheidend
Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern war am 27. und 28. Januar in die gemeinsame Katastrophenschutzübung von Bund und Ländern LÜKEX 2009/2010 eingebunden. Das Übungsszenario ging von mehreren terroristischen Anschlagsdrohungen und Anschlägen sowohl mit konventionellen Sprengstoffen als auch mit chemischen und radioaktiven Stoffen aus. Obwohl Mecklenburg-Vorpommern kein “Kernübungsland” war, hat ein Arbeitsstab im Innenministerium die verschiedenen Übungsszenarien in den aktiv übenden Bundesländern aufmerksam verfolgt. Außerdem wurden vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) auf unser Bundesland zugeschnittene Übungseinlagen eingespielt, für die der Arbeitsstab das jeweilige Krisenmanagement abzuarbeiten hatte.
“Auch wenn wir an der zweitägigen Übung nicht direkt beteiligt waren, haben wir wertvolle Erfahrungen für unser eigenes Krisenmanagement im Falle terroristischer Anschläge machen können”, so Innenminister Lorenz Caffier. “Im Ernstfall ist der bestmöglichste Schutz der Bevölkerung das Allerwichtigste. Um dieses sicherzustellen, muss das Zusammenspiel von Bund, Ländern, Polizei, Feuerwehr und privaten Hilfsorganisationen sowie des Gesundheitswesens klappen. “Nicht nur die im Hinblick auf Katastrophenschutzmaßnahmen entwickelten Konzepte unseres Landes müssen stimmig sein, sondern darüber hinaus müssen auch die Verfahrensweisen und Mechanismen im Krisenmanagement aller Länder und des Bundes gut aufeinander abgestimmt funktionieren.” Die Übungsserie LÜKEX leistet dabei einen wichtigen Beitrag, um die gesamtstaatlichen Schutzmaßnahmen weiterzuentwickeln und Verfahren sowie Mechanismen in der Krisenreaktion im föderalen System der Bundesrepublik Deutschland zu optimieren.
Insel Rügen – Die Tatsache, dass es derzeit zum Auffinden toter Schwäne kommt, ist vor allem der Witterung geschuldet. Lang anhaltende Frostperioden mit immer weniger offenen Wasserstellen, Kälte und weniger Futter führen zu einer Entkräftung der Tiere. In Anbetracht der derzeit extremen Witterung im Nordosten Deutschlands ist die Anzahl toter Schwäne allerdings gering. Weniger als 100 tote Vögel wurden an der Westküste Rügens im Bereich Rassower Strom/Breetzer Bodden, Trenter Platte – dem hauptsächlichen Rastgebiet – aktuell gesichtet. Hier halten sich derzeit rund 10.000 Wasservögel auf, vor wenigen Tagen waren es noch fast viermal so viele. Ein Teil der Vögel ist aufgrund der Vereisung der Boddengewässer zwischenzeitlich weiter gezogen.
In Relation dazu fällt natürlich auch die Anzahl der Tiere, die auf Influenzaviren stichprobenartig untersucht werden, relativ klein aus. Obwohl die bisherigen Proben alle negativ waren, kann nicht mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass bei keinem der Vögel z.B. das aviäre Influenzavirus H5N1 vorhanden ist.

Es ist nicht verboten, die Schwäne vereinzelt oder gelegentlich zu füttern. Es wird jedoch empfohlen, das Futter nicht in Massen auf einer Stelle auszubringen, um große Ansammlungen von Schwänen zu vermeiden. So soll vorgebeugt werden, dass das H5N1-Virus – falls vorhanden – schnell übertragen und verbreitet wird.
Die toten Tiere werden, so weit es möglich und notwendig ist, entsprechend eingesammelt. Tiere, die auf den Eisflächen oder in schwer zugänglichen Gebieten liegen, bleiben dort, wenn das Einsammeln für die Einsatzkräfte zu gefährlich ist. Aus biologischer Sicht ist es unproblematisch, wenn die toten Vögel liegen bleiben, weil sich andere Tiere davon ernähren und so der natürliche Kreislauf wieder geschlossen wird. Für die hier auf Rügen oft zu beobachtenden Seeadler ist diese Nahrungsquelle in dieser Jahreszeit überlebensnotwendig. (Landkreis Rügen)
Polzin: Zukunftsinvestitionsprogramm wird vollständig umgesetzt
Schwerin – Auf der gestrigen Sitzung des Bundesratsfinanzausschusses einigten sich die Finanzminister der Länder mehrheitlich auf den Vorschlag, bei der Abrechnung des Investitionsprogramms aus dem Konjunkturpaket 2 einen vereinfachten Nachweis der Zusätzlichkeit anzuwenden.
Bislang galten zwei Nachweiskriterien für die Zusätzlichkeit als verbindlich:
1. Durften die konkreten Einzelmaßnahmen nicht schon Bestandteil eines beschlossenen Haushalts sein und
2. müssen Land und Kommunen gegenüber dem Bund in einer komplizierten Berechnung nachweisen, dass die neuen Investitionen im Vergleich zu den Vorjahren als zusätzliche Investitionsausgaben auch in den Haushaltszahlen erkennbar sind.
Aufgrund der sehr komplexen Berechnungsformel sahen jedoch insbesondere die Länder und Kommunen im zweiten Punkt Rechtsunsicherheiten und drohende Rückzahlungen auf sich zu kommen. In Abstimmung mit Vertretern der Bundesregierung schlagen die Finanzminister der Länder daher vor, dieses Nachweiskriterium fallen zu lassen. Die vorhabenbezogene Zusätzlichkeit soll jedoch weiterhin gelten.
Für die Umsetzung des Zukunftsinvestitionsprogramms in Mecklenburg-Vorpommern würden sich hierdurch jedoch keine Veränderungen ergeben. “Nahezu das gesamte Investitionsvolumen in Höhe von 316 Mio. Euro ist verplant und rund 78 % der Mittel sind schon in laufenden Projekten gebunden. Die Bauwirtschaft des Landes wird hiervon insbesondere in diesem Jahr spürbar profitieren. Ich sehe daher keinen Grund zur Aufregung. Unser Zukunftsinvestitionsprogramm wird wie geplant umgesetzt”, so Finanzministerin Heike Polzin.
Seidel: MV mit acht Projekten in der 3. Runde
Schwerin – In der dritten Antragsrunde zum EU-Großprogramm “Region Südliche Ostsee” wurden acht Projekte mit Beteiligung von Partnern aus Mecklenburg-Vorpommern bestätigt. “Für die Projektideen aus MV steht insgesamt eine Fördersumme in Höhe von 8,6 Millionen Euro bereit”, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Freitag in Schwerin.
In der dritten Antragsrunde zum EU-Großprogramm “Region Südliche Ostsee” wurden von den 17 eingereichten Projektanträgen insgesamt neun bewilligt. Die Auswertung dieser Bewerbungsrunde fand in dieser Woche in der litauischen Stadt Palanga statt. “Wichtige Schwerpunkte im Großprogramm sind Aktivitäten zur Unternehmensentwicklung, zum Wissens- und Know-how-Transfer zwischen öffentlichen und privaten Einrichtungen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsanbindung”, sagte Seidel. Ausgewählt wurden diesmal unter anderem Projekte mit meereswissenschaftlichen Bezügen und zur Windkraftnutzung.
In dem vom Leibniz Institut für Ostseeforschung Warnemünde initiierten Projekt “Baltic Web Lab” erfahren Schüler und Berufsschüler in einem virtuellen Labor mehr über Meereswissenschaften. Dazu gehören auch e-Learning-Module, Datenbanken und jährlich stattfindende Wissenschaftscamps. Unter Leitung der Hansestadt Rostock steht das Projekt “WEBSR 2″, mit dem Hürden bei der Nutzung von Onshore-Windenergie in der südlichen Ostseeregion aus dem Weg geräumt werden sollen.
Das Projekt “South Baltic Offer” von der Rostocker Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock mbH beschäftigt sich mit der Bündelung der Ressourcen im Bereich Offshore Windenergie (OWE). Dabei soll ein grenzüberschreitendes Netzwerk zwischen Akteuren aus Wirtschaft und Regionalpolitik entstehen. Durch Wissens- und Erfahrungsaustausch soll der Bau von Offshore Windenergieanlagen im südlichen Ostseeraum forciert werden.
In der Förderperiode 2007-2013 ist Mecklenburg-Vorpommern Programmpartner im Großprogramm “Region südliche Ostsee” mit einem Gesamtvolumen von 60,7 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Neben den Ostsee-Küstengebieten der Länder Dänemark, Schweden, Litauen und Polen umfasst das Fördergebiet die Landkreise Nordwestmecklenburg, Bad Doberan, Nordvorpommern, Rügen, Ostvorpommern, Uecker-Randow sowie die Hansestädte Wismar, Rostock, Stralsund und Greifswald.
Die nächste Antragsrunde wird vom 01. April bis 21. Mai 2010 durchgeführt. Gesucht werden weiterhin Vorhaben von Unternehmen, Institutionen sowie Kommunen und Gemeinden aus Mecklenburg-Vorpommern, die in Zusammenarbeit mit Partnern aus den Nachbarländern neue Wege beschreiten wollen. Interessierten Antragstellern steht der Contact Point in Rostock als Ansprechpartner zur Seite.
Ansprechpartner:
Contact Point Mecklenburg-Vorpommern
Ronald Lieske
Grubenstraße 20, 18055 Rostock
Telefon: 0381 / 45 484 52 84
Email: ronald.lieske@eu.baltic.net
Detaillierte Informationen und alle bewilligten Projekte: www.southbaltic.eu
Deutschland beantragt Aufnahme in UNESCO-Welterbeliste
Deutschland wird heute die Aufnahme herausragender deutscher Buchenwälder in die Welterbeliste der UNESCO beantragen. Für dieses ehrgeizige Vorhaben wurde gemeinsam vom Bundesumweltministerium und den Ländern Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen ein umfassender Antrag erarbeitet. Fachlich unterstützt wurden die Arbeiten vom Bundesamt für Naturschutz (BfN). Der Antrag wird am Nachmittag in Paris der UNESCO übergeben. Die “Alten Buchenwälder Deutschlands” sollen das bereits bestehende Weltnaturerbe der slowakisch-ukrainischen “Buchenurwälder der Karpaten” ergänzen. Eine Entscheidung der UNESCO wird im Sommer 2011 erwartet.
Das UNESCO-Welterbeübereinkommen stellt herausragende, einmalige Natur- und Kulturgüter unter weltweiten Schutz. Dabei legt die UNESCO strenge Kriterien an. Das Antragsverfahren ist sehr anspruchsvoll und erfordert eine hoch qualifizierte Vorbereitung. Der gemeinsame Nominierungsantrag umfasst insbesondere eine ausführliche Darstellung der Gebiete und begründet deren weltweite Einzigartigkeit. Des Weiteren werden die Maßnahmen zur dauerhaften Sicherung des beantragten Welterbes beschrieben.
Für die Nominierung der deutschen Buchenwälder werden der UNESCO ausgewählte Bereiche aus fünf Schutzgebieten Deutschlands vorgeschlagen:
Ø Nationalpark Jasmund (Mecklenburg-Vorpommern)
Ø Serrahn im Müritz-Nationalpark (Mecklenburg-Vorpommern)
Ø Grumsin im UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (Brandenburg)
Ø Nationalpark Hainich (Thüringen)
Ø Nationalpark Kellerwald-Edersee (Hessen).
Sie repräsentieren die wertvollsten Relikte großflächiger naturnaher Buchenwälder in Deutschland und ergänzen hervorragend das seit 2007 bestehende UNESCO-Weltnaturerbe Buchenurwälder der Karpaten.
Die europäischen Buchenwälder sind ein einzigartiges Naturerbe: Mächtige silbergraue Stämme tragen ein Kronendach, dessen Ästhetik im Wechsel der Jahreszeiten einzigartig ist. Diese Buchenwälder sind ein rein europäisches Phänomen. Deutschland liegt im Zentrum ihres Verbreitungsgebietes. Heute sind die natürlichen Buchenwälder Europas auf wenige Gebiete zurück gedrängt.
Der Status als Weltnaturerbe wäre eine besondere Auszeichnung, diese Buchenwälder Deutschlands stünden dann auf gleicher Stufe wie der Grand Canyon in den USA, das Große Barriereriff in Australien – oder wie das Wattenmeer, dem bisher einzigen großflächigen Weltnaturerbe in Deutschland, das 2009 aufgenommen wurde.
Bereits im März 2008 wurde eine Öffentlichkeitskampagne gestartet, die den gesamten Prozess der Antragstellung an die UNESCO begleitet. Damit soll die Bevölkerung kontinuierlich über wichtige Schritte des gesamten Verfahrens informiert und eine enge Einbeziehung der Öffentlichkeit in den Regionen gewährleistet werden.
Hinweis: Weitere Informationen sind im Internet unter www.weltnaturerbe-buchenwälder.de eingestellt.
Schwerin – Die Parlamentarische Staatsekretärin für Frauen und Gleichstellung, Dr. Margret Seemann (SPD), ermutigt Männer, sich auch verstärkt für eine Arbeit im Pflegebereich zu entscheiden. Seemann: In Deutschland sind ca. 85 Prozent des ambulanten und stationären Pflegepersonals weiblich. Hier spiegelt sich eine Rollenaufteilung wider, in der die Fürsorge um Mitmenschen eher den Frauen zugeschrieben wird. Solche Rollenbilder werden jedoch den Fähigkeiten von Frauen und Männern nicht gerecht und beschränken das Berufswahlverhalten von Frauen und – wie in diesem Fall – von Männern!”
Seemann sagt weiter, es sei nicht einzusehen, warum unseren Kindern durch die Vermittlung überkommener Geschlechterbilder eine freie Berufswahl erschwert wird. “Wer gerne mit anderen Menschen arbeitet, sich gerne um andere Menschen kümmert, der soll auch einen entsprechenden Beruf ausüben können, egal, welches Geschlecht er hat. Dass die Bedeutung alter Rollenbilder in anderen Berufsfeldern immer weiter abnimmt, zeigt zum Beispiel die hohe Akzeptanz der vielen Ärztinnen”, so Seemann.
Seemann weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass der Anteil der älteren Menschen aufgrund der demographischen Entwicklung zukünftig weiter ansteige und das Berufsfeld der Pflege dadurch an Bedeutung gewinne. “Der Bedarf an Pflegepersonal wird in Zukunft wachsen”, so Seemann. Der Pflegesektor sei daher eine Branche mit beruflicher Perspektive.
Anlass für Seemanns Äußerung ist der landesweite Tag der Pflege, der am heutigen 28. Januar erstmals stattfindet. Der Tag der Pflege wird unter Federführung des Ministeriums für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern von den Landesverbänden der Pflegekassen und Trägern von ambulanten, teilstationären und stationären Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Anliegen der Initiative ist es, vor allem jungen Menschen den Beruf der Altenpflege näher zu bringen.
Stralsund/Greifswald – Die Geschäftsführung der Theater Vorpommern GmbH reagiert mit einer Änderung der Konzeption für die Ostseefestspiele auf die weiterhin finanzielle Unsicherheit bei der FAG-Mittelverteilung durch das Land. Bis heute liegt dem Theater Vorpommern der Erlass für die Zuweisung der Mittel 2010 nicht vor. Fest steht, dass die Bemühungen der vergangenen Jahre hinsichtlich Kooperationen und Fusionen bisher nicht honoriert wurden. Angesichts der finanziellen Lage und dieser Unsicherheit vonseiten der Landesregierung hat das Theater Vorpommern ein neues, weniger riskantes Konzept für die Ostseefestspiele entwickelt.
Als kulturelles Highlight können Einheimische und Touristen nun auch in den Sommermonaten Aufführungen im prachtvoll rekonstruierten Stralsunder Jugendstiltheater und in der ebenfalls wunderschönen historisch rekonstruierten Greifswalder Stadthalle erleben. Im Stralsunder Theater, das seit seiner im Jahr 2008 abgeschlossenen Sanierung als „Juwel der Ostseeküste“ gilt, finden im Juli und August Vorstellungen von Richard Wagners romantischer Oper „Der fliegende Holländer“ sowie konzertante Aufführungen von Carl Orffs „Carmina Burana“ und „Symphonic Pink Floyd“ von Roger Waters und David Gilmour statt. Im Kaisersaal der Greifswalder Stadthalle mit seiner vorzüglichen Akkustik wird ebenfalls der Konzertabend „Carmina Burana“ / „Symphonic Pink Floyd“ angeboten. Das Kinder- und Familienmusical „Eine Woche voller Samstage“ von Paul Maar und Rainer Bielfeldt in der Klosterruine Eldena rundet das Sommerprogramm ab. Die Open-Air-Veranstaltungen im Hafen Stralsund und am Museumshafen Greifswald werden entfallen.
Durch diese Entscheidung wird sichergestellt, dass es während der gesamten Spielzeit zu keinen künstlerischen qualitativen Einbussen kommt. Zudem kann dadurch der Beschäftigtenstand des Theaters gehalten werden.
Zwei Jugendunterkünfte aus MV auf Kinder- und Jugendreisegipfel in Berlin ausgezeichnet
Berlin – Mehr Qualität für junge Gäste: Im Rahmen des 2. Kinder- und Jugendreisegipfels am 28. Januar 2010 in Berlin wurden zwei Einrichtungen aus Mecklenburg-Vorpommern mit dem deutschlandweit geltenden Gütesiegel “Qualitätsmanagement Kinder- und Jugendreisen” ausgezeichnet. Das Schullandheim und Hochseilgarten Neukloster wurde mit dem Basiszertifikat ausgezeichnet; das AWO-Haus in Kühlungsborn erhielt zwei Sterne. Damit führen derzeit 87 Jugendübernachtungsstätten aus Mecklenburg-Vorpommern das Zertifikat. Das vor sechs Jahren im Nordosten eingeführte Siegel wurde im Jahr 2007 vom Bundesforum für Kinder- und Jugendreisen übernommen. Bundesweit können sich 180 Jugendübernachtungsstätten damit schmücken.
Bei der Qualitätsprüfung spielen Ausstattungsmerkmale wie Sanitärbereiche oder Lagerräume ebenso wie Service-Angebote vom Frühstück bis zur Auskunftsfähigkeit und die Qualifikation der Mitarbeiter eine Rolle.
Mit rund zehn Prozent Anteil am Gesamttourismus haben sich Kinder- und Jugendreisen zu einem wichtigen Standbein des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. Im Jahr 2009 wurden in 271 jugendtouristischen Einrichtungen knapp 2,7 Millionen Übernachtungen junger Leute gezählt.
Weitere Informationen: www.mcpom.com; www.awo-reise.de; www.jugendscheune-neukloster.de
Insel Rügen – Am Mittwoch, den 3. Februar 2010 findet am IT-College Putbus in der Zeit von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr das nächste Assessmentcenter für Bewerber um einen Arbeitsplatz im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien, insbesondere für den Rügener IT-Firmenverbund statt. Gesucht werden in erster Linie IT-Fachkräfte mit schon vorhandener Berufserfahrung für einen sofortigen Einstieg in die Branche.
Aber auch nachzuholende Qualifizierungen für vorhandene Arbeitsplätze, die gegebenenfalls mit Hilfe von Bildungsgutscheinen der Agentur für Arbeit zu erwerben sind, können vermittelt werden. Das Assessmentcenter dient der Feststellung der Eignung von Bewerbern für den aktuellen Bedarf zur Besetzung freier Stellen in IT-Unternehmen der Region. Zur Durchführung gehört neben einem ausführlichem Beratungsgespräch ein kleiner Test zur Feststellung des aktuellen Wissensstandes. Zur Gewährleistung eines reibungslosen Ablaufes werden Interessenten um eine Anmeldung für die Teilnahme gebeten.
Für Rückfragen und Terminvereinbarungen steht die Telefonnummer 038301-885233 bzw. die e-mail:bewerben@itc-putbus.de zur Verfügung.
Stralsund – Am Samstag, 23. Januar 2010 kam es in Stralsund, Barther Straße zu einem versuchten Raub. Gegen 04.50 Uhr gingen zwei Stralsunder (24 und 28 Jahre) vom Bahnhof aus in Richtung Barther Straße. In der Barther Straße waren plötzlich mehre Personen hinter ihnen, die auf sie einschlugen und Bargeld verlangten. Zunächst wurde die Geldbörse hervorgeholt, dann aber doch kein Geld übergeben.
Die beiden Stralsunder erlitten Hämatome und Abschürfungen am Kopf und im Gesicht. Sie mussten ärztlich versorgt werden. Zu den Tätern konnten sie keine genauen Angaben und Beschreibungen machen.
Die Kriminalisten im Kriminalkommissariat Stralsund ermitteln wegen des Verdachtes des versuchten Raubes und fragen, wer hat diese Straftat beobachtet, wer hat die Täter gesehen, wer kann zum Ablauf was aussagen? Hinweise bitte persönlich in der Böttcherstraße 19 in Stralsund melden oder telefonisch unter (03831)245600.
Rostock – In insgesamt 12 Gartenlauben und Geräteschuppen einer Kleingartenanlage in Rostock/Stadtweide sind unbekannte Täter eingestiegen. Vermutlich in der Zeit vom 26. zum 27.01.2010 haben sich die Einbrecher gewaltsam Zutritt zu den Lauben und Schuppen verschafft. Es wurden jeweils alle Schränke und Behältnisse durchwühlt. Von der Kuchengabel bis zum Flachbildschirm ließen die Täter scheinbar alles Tragbare mitgehen. So gehören u.a. auch alkoholische Getränke, Werkzeug, Angelsachen und sogar Gardinen zum Diebesgut. Zum Gesamtschaden liegen hier keine Angaben vor. Die Ermittlungen in diesen Fällen hat das Kriminalkommissariat Rostock übernommen.
Jochen Schulte: Verbesserungen: ja – Grundsätzliche Ablehnung: nein!
Schwerin – In der heutigen Landtagsdebatte zum Thema Hartz IV mahnte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Schulte, eine sachliche und differenzierte Diskussion an: „Es bringt keinem Arbeitslosen etwas, Hartz IV in Bausch und Bogen als „Armut per Gesetz“ zu verdammen. Hartz IV ist aus unserer Sicht im Prinzip der richtige Ansatz gewesen: die Reform hat die zu betreuenden Langzeitarbeitslosen aus dem Dschungel der verschiedenen Zuständigkeiten befreit und einen einzigen Ansprechpartner geschaffen. Und auch den Anspruch von Hartz IV, die Menschen so schnell wie möglich wieder in Arbeit zu bringen, sollten wir nicht aufgeben. Zugleich ist richtig: es gibt durchaus einzelne ungerechte Regelungen, die wir klar benennen und beseitigen müssen. Dort, wo es erforderlich ist, muss die Betreuung der Arbeitslosen bei Umschulungen und Fortbildungen besser und die Vermittlung effizienter auf den einzelnen Arbeitslosen zugeschnitten werden. Und dort, wo keine Chance auf eine Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt besteht, müssen Alternativen geschaffen werden. Wichtig ist auch, die Kinder von Langzeitarbeitslosen angemessen zu unterstützen: dazu gehören nicht nur eigene bedarfsgerechte Regelsätze für Kinder, sondern auch der Zugang zu Bildungs- und Gesundheitsangeboten sowie ein verlässliches soziales Netz.“




