Archiv: März 2010
Schwerin – Im Vorfeld der Osterfeiertage wurden im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF) in Rostock im Handel erhältliche hart gekochte, gefärbte Eier untersucht.
“Alle 25 Proben waren sensorisch in Ordnung, das heißt nach Geschmack und Geruch nicht zu beanstanden”, teilt der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus mit.
18 Proben wurden chemisch untersucht. Dabei wurde kontrolliert, ob die verwendeten Farbstoffe korrekt gekennzeichnet und zugelassen sind. Alle Proben wiesen nur die Farbstoffe, die auf der Verpackung ausgewiesen waren.
Sieben Proben wurden mikrobiologisch im Rahmen des Mindesthaltbarkeitsdatums untersucht. Dabei wurden keine Auffälligkeiten bezüglich des Keimgehaltes festgestellt.
Hart gekochte, gefärbte Eier aus industrieller Herstellung sind mit einem Schutzlack überzogen, der das Eindringen von Keimen verhindert. Sofern die Schale nicht beschädigt ist, sind diese Eier mehrere Wochen bei Raumtemperatur haltbar. Trotzdem werden die Aufbewahrung im Kühlschrank und ein Verzehr innerhalb von vier Wochen empfohlen.
“Beim Kauf von gekochten und gefärbten Eiern sollten die Verbraucher unbedingt auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten. Die Schale sollte keine Risse oder Löcher haben, da sonst Keime in das Ei eindringen und zum Verderb führen können. Eier, die von den Verbrauchern selbst gefärbt werden, sollten aus diesem Grund nach dem Kochen nicht abgeschreckt werden”, empfiehlt Minister Backhaus.
Schlotmann: Hauptgeschäftsstraße der Stadt
Röbel – Am kommenden Dienstag wird mit der Erneuerung der Hohen Straße in Röbel/Müritz (Landkreis Müritz) begonnen. Insgesamt kostet die Sanierung 895.000 Euro. Das Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung unterstützt das Vorhaben in der Stadt in der Mecklenburgischen Seenplatte. Mehr als 400.000 Euro werden über die Städtebauförderung finanziert. Zusätzlich fließen 250.000 Euro als Zuwendung für den kommunalen Straßenbau in diese Maßnahme. “Damit unterstützen wir ein wichtiges Projekt, denn die Hohe Straße ist die Hauptgeschäftsstraße der Stadt und wird von vielen Fußgängern und Autofahrern genutzt”, sagte Bauminister Volker Schlotmann.
Die Fahrbahn soll auf einer Länge von gut 260 Metern auf sechs Meter verbreitert werden und einen mit hellem Splitt abgestreuten Asphalt mit seitlichen Naturstein-Pflasterrinnen erhalten. Diese ermöglichen breitere Gehwege im mittleren Abschnitt und erhöhen die Aufenthaltsqualität für Fußgänger erheblich. Die Befestigung erfolgt mit für die Altstadt typischen Klinker- und Natursteinbelägen. Längs der Fahrbahn entstehen beidseitig 17 Stellplätze. “Zur Aufwertung der Hohen Straße sollen Bäume im Verlauf der Parkstreifen gepflanzt werden”, so Schlotmann. “Ende November soll die Geschäftsstraße in neuem Glanz erstrahlen. Damit fügt sie sich dann gut in die historisch gut erhaltene und bunte Fachwerkstadt ein”, sagte der Minister.
Schwerin – Im März 2010 wurden von der Agentur für Arbeit 129 940 Arbeitslose in Mecklenburg-Vorpommern gezählt. Das sind knapp 4 900 weniger als vor exakt einem Jahr.
“Es ist erfreulich, dass die Arbeitslosigkeit auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiter zurückgeht. Die Zahlen unterstreichen, dass Mecklenburg-Vorpommern besser durch die Krise kommt als andere Bundesländer”, sagte Ministerpräsident Erwin Sellering am Rande einer Veranstaltung in Hamburg.
Die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern und den anderen ostdeutschen Bundesländern liege immer noch höher als in den westdeutschen Bundesländern. “Das zeigt: Wir sind mit dem Aufbau Ost noch nicht durch”, so Sellering. ” Wir müssen alles tun, damit der Aufholprozess fortgesetzt werden kann.”
Hamburg – Auf dem Jahresempfang des DGB Nord in Hamburg hat Ministerpräsident Erwin Sellering dem bisherigen Vorsitzenden Peter Deutschland für seine Arbeit gedankt. Als langjähriger Vorsitzender des DGB in Mecklenburg-Vorpommern und als Vorsitzender des DGB Nord habe Deutschland den Aufbau des Landes “entscheidend mitgeprägt”.
Sellering erinnerte in seiner Rede an die Jahre nach der Deutschen Einheit, die mit schweren wirtschaftlichen Umbrüchen verbunden gewesen seien. “Das waren keine einfachen Zeiten für die Gewerkschaften, galt es doch zugleich für den Erhalt von Arbeitsplätzen zu kämpfen, Arbeitnehmerrechte zu sichern und die arbeitslos Gewordenen nicht aus dem Blick zu verlieren. Ich finde, das ist dem DGB und seinen Einzelgewerkschaften gut gelungen”, sagte Sellering.
20 Jahre nach Gründung des Landes könne trotz aller noch bestehenden Schwierigkeiten eine insgesamt positive Bilanz gezogen werden. “Die Gewerkschaften haben mit ihrem sehr verantwortungsbewussten Handeln einen bedeutenden Anteil daran, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern in den letzten zwanzig Jahren deutlich voran gekommen sind”, so Sellering.
Dazu habe auch das Bündnis für Arbeit und Wettbewerbsfähigkeit beigetragen, das von Deutschland mit auf den Weg gebracht wurde. Sellering äußerte die Hoffnung, dass die gute Zusammenarbeit im Bündnis unter dem neuen Vorsitzenden Uwe Polkaehn fortgesetzt wird. “Es ist wichtig, dass Regierung, Wirtschaft und Gewerkschaften in wichtigen Fragen eng zusammen stehen und dass es einen fairen Ausgleich zwischen den Interessen der Wirtschaft und der Arbeitnehmer gibt.”
Seidel: Weniger Arbeitslose – mehr freie Stellen
Schwerin – Trotz des harten Winters ist die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern im März um 3.500 auf 129.900 zurückgegangen. “Der Rückgang ist jahreszeitbedingt und zeigt die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt an”, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Jürgen Seidel am Mittwoch in Schwerin. “Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Quote sogar um 0,5 Prozentpunkte von 15,4 auf 14,9 Prozent (-4.900 Arbeitslose).”
“Erfreulich ist auch, dass die Zahl der offenen Stellen deutlich zugenommen hat. Mit 3.900 neu angebotenen ungeförderten Stellen waren es 300 mehr als im Vorjahr”, sagte Seidel. Bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen lagen die Werte in Mecklenburg-Vorpommern im Januar mit 502.100 Beschäftigten etwa auf dem Niveau des Vorjahres (-600).
Die Beschäftigungssituation zeigt sich damit in Mecklenburg-Vorpommern weitgehend stabil. Im Gesundheitswesen, der Energiewirtschaft und dem Gastgewerbe entstehen neue Arbeitsplätze; Zeitarbeit, das Verarbeitende Gewerbe (-2.300) haben im Vergleich zum Vorjahr Arbeitsplätze abgebaut. “Das zeigt, die Krise und ihre Folgen sind noch längst nicht überwunden”, sagte Seidel. “Wir bleiben in einer schwierigen Situation und müssen alles dafür tun, die industrielle Basis im Lande zu erhalten und das Verarbeitende Gewerbe zu unterstützen.”
Land wirbt mit Golfmagazin um neue Zielgruppen
Im Land Fleesensee in Göhren-Lebbin ist heute das neue Golfmagazin „Golf – hier bei uns in Mecklenburg-Vorpommern“ vorgestellt worden. „Das Interesse am Golfsport in Mecklenburg-Vorpommern ist groß und wächst jährlich. Fast 60 Prozent aller Golfrunden werden bei uns im Land von Golftouristen gespielt. Dies unterstreicht auch die touristische Bedeutung des Golfsports für unser Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Jürgen Seidel am Mittwoch vor Ort. „Zudem binden Golfanlagen neue Zielgruppen, die zur Auslastung der Platz- und Hotelkapazität der touristischen Orte beitragen können. Über das Thema Golf werden Image- und Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Regionen realisiert.“
Golfen ist längst kein Randsport mehr, sondern eine Trend- und Breitensportart. „Allerdings gibt es bei den golf-interessierten Besuchern noch viel Potenzial, welches noch erschlossen werden sollte. Hier müssen wir noch aktiver für unser Bundesland werben. Mit dem neuen Golfmagazin ‚Golf – hier bei uns in Mecklenburg-Vorpommern’ wollen wir in- und ausländische Touristen sowohl für den Golfsport begeistern, als auch touristische Möglichkeiten, die MV bietet, bekannter machen. Die Publikation lädt zu einer Entdeckungsreise durch unser Land ein“, so Seidel weiter.
Erstmalig werden in bebilderten Berichten alle Golfregionen des Landes mit ihren Golfplätzen in einem Tourismus-Golfmagazin präsentiert. Investoren und Betreiber von Golfplätzen berichten in Anekdoten, warum sie in MV investiert haben. Prominente, wie beispielsweise der Boxer Sven Ottke, Ex-Fußball-Profi Uwe Seeler oder der Golf-Bundestrainer Ulrich Zilg erzählen in Interviews, aus welchen Gründen Golfen für sie so faszinierend ist und was sie am Land begeistert. Das Magazin ist in deutscher und englischer Sprache erschienen und in Zusammenarbeit mit dem Golfverband MV und dem Tourismusverband MV entstanden. Das Golfmagazin wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.
Die Nachfrage nach Golfplätzen steigt beispielsweise für das Segment Kurzreisen. „Für die regionalen Anbieter sind nicht allein die fortgeschrittenen Golfer die Zielgruppe, sondern ebenfalls die große Anzahl an interessierten Nicht-Golfern, die erst während des Urlaubs die Sportart ausprobieren. Somit trägt Golf generell zu einer Attraktivitätssteigerung des Freizeitangebotes in einer Region bei. Die Verweildauer der Gäste wird verlängert“, unterstrich Seidel. Zu den interessanten Quellmärkten gehören unter anderem Skandinavien, Mittel- und Norddeutschland sowie der Großraum Berlin. Im vergangenen Jahr sind rund 360.000 Übernachtungen durch Golftouristen erzielt worden.
In MV kann zwischen 16 Golfanlagen mit für Einsteiger günstigen 9-Loch-Anlagen sowie mit 18-Loch-Meisterschaftsplätzen gewählt werden. Golfkurse für Anfänger und Fortgeschrittene runden das Angebot ab. „Mit circa 10.000 Mitgliedern in 16 Golfvereinen erfreut sich der Golfsport einer wachsenden Beliebtheit“, sagte Seidel.
Mit den vorhandenen und neu entstehenden Golfdestinationen im Land werden auch Wertschöpfungsketten verlängert. „Um attraktive Angebote für Touristen zu schaffen, müssen sich der Sport- und der Gesundheitstourismus mit Branchen wie der Medizintechnik oder der Ernährungsindustrie vernetzen. Besonders viel versprechend sind dabei Komplettpakete für Golf-Touristen. Dazu gehören unter anderem medizinische Informationen, gute Übernachtungsmöglichkeiten, gesunde Ernährung und Präventionsangebote“, betonte Seidel.
Golfsport wird als Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze und durch seine Bereicherung der touristischen Vor- und Nachsaison weiter an Bedeutung gewinnen. In die Golfplatzinfrastruktur sind in Mecklenburg-Vorpommern bislang rund 55 Millionen Euro investiert worden. Im Bereich des Golftourismus arbeiten derzeit rund 600 Beschäftigte.
Die Golfplätze im Land verfügen weitgehend über verkehrsgünstige Anbindungen an Autobahnen und an den Fährverkehr. „So sind sie leicht erreichbar. Das ist für alle Gäste attraktiv, beispielsweise auch für die Skandinavier, die im Vergleich zu ihren Heimatländern in Mecklenburg-Vorpommern bereits einen Monat früher und auch einen Monat länger Golf spielen können“, so Seidel.
Vor Ort haben gleichzeitig 15 Green Keeper des Golf & Country Clubs Fleesensee ihr Ausbildungszertifikat erhalten. Die in Mecklenburg-Vorpommern bislang einmalige Ausbildung erstreckte sich im ersten Abschnitt über fünf Monate. Den professionellen Green Keepern fällt auf dem Golfplatz eine entscheidende Rolle zu, da sie für die korrekte und fachgerechte Instandhaltung sowie die Pflege der gesamten, hoch komplexen Anlage verantwortlich sind. „Es ist wichtig, dass für spezifische Aufgaben rechtzeitig entsprechend Fachkräfte ausgebildet werden“, erklärte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel. Der Minister warb für die im Oktober des vergangenen Jahres gestartete Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV – Dein Land, Deine Chance“ (www.durchstarten-in-mv.de). Die Kampagne wird mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt.
Schwerin – “Die Identifikation der Menschen in den ländlichen Räumen mit ihrem Lebensumfeld und ihr Mitwirken an dessen Entwicklung sind der Grundstein einer nachhaltigen, auf die jeweilige Region abgestimmten Entwicklung”, sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute in Kuchelmiß (Landkreis Güstrow) anlässlich einer Veranstaltung zum Regionalmanagement im Bereich der Ämter Goldberg-Mildenitz, Krakow am See sowie Mecklenburgische Schweiz. Gerade in der heutigen Zeit, in der für den neuen Förderzeitraum ab 2013 mit einem reduzierten Fördermittelvolumen von EU und Bund zu rechnen ist, seien optimierte Strukturen und ein effizienter Einsatz der vorhandenen Fördermittel von großer Bedeutung.
“Zukünftig werden gerade solche auf die einzelne Region abgestimmten Entwicklungen im Focus der Förderpolitik des Landes stehen. Diese regionalen Entwicklungen müssen sich jedoch immer auch im Rahmen der gültigen rechtlichen Vorschriften und vorhandenen Standardförderinstrumente bewegen. Nach diesen sind beispielsweise die Flurneuordnung und die Dorferneuerung sowie Maßnahmen der ländlichen und der kleintouristischen Infrastruktur förderbar”, sagte Minister Backhaus.
Im Bereich der Ämter Mecklenburgische Schweiz und Krakow am See wurden im Zeitraum 2006 bis 2010 über das Amt für Landwirtschaft Bützow rund 12 Millionen Euro Fördermittel bereit gestellt, die Gesamtinvestitionen in Höhe von mehr als 16 Millionen Euro auslösten. In den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns wurden seit 1991 rund 1,3 Milliarden Fördermittel allein über das Ministerium bewilligt, die Investitionen in doppelter Höhe absicherten. Gegenwärtig sind mehr als 350 Flurneuordnungsverfahren mit einer Fläche von rund 450.000 Hektar im Land angeordnet.
“Seit 1990 wurden über 5.000 Kilometer ländliche Wege und Ortsstraßen ausgebaut, die multifunktional von Einwohnern, von Landwirtschaftsbetrieben und ansässigen Unternehmen anderer Branchen genutzt werden können. Die ländlichen Wege sind überdies ein wichtiges Element der Tourismuskonzepte, beispielsweise der Radfernwegenetze. Im Rahmen der Dorferneuerung konnten bisher 40.000 Wohn- und Wirtschaftsgebäude erneuert werden”, hob der Minister hervor.
Die Anwendung der Standardfördermittel unterstützt die Entwicklung der Gemeinden mit deren Bewohnern und den wirtschaftenden Betrieben durch die Realisierung einer Vielzahl von einzelnen Projekten. Der Einsatz eines koordinierenden und steuernden Regionalmanagements kann aber auch komplexe Sachverhalte, die sich nicht mit dem Einsatz eines einzelnen Förderinstrumentes allein erklären lassen, auflösen”, so Dr. Backhaus.
“Das Regionalmanagement führt weiterhin zu einem optimierten und damit effizienten Einsatz der vorhandenen Ressourcen”, sagte der Minister. “Förderungen und die Durchführung der damit verbundenen Maßnahmen sollen nicht als “von oben” verordnet empfunden werden, sondern auf den Bedarf der Menschen und mit ihnen abgestimmt umgesetzt werden”, sagte er. Ein gutes Beispiel dafür sei die Zuweisung von Mitteln aus dem Ministerium an die lokalen LEADER-Aktionsgruppen im Land, mit denen die Menschen vor Ort Projekte und Maßnahmen schnell und direkt umsetzen können. “Dadurch kommt jedem Einzelnen auch ein zusätzliches Maß an Verantwortung zu. Mitbestimmung bei der Gestaltung bedeutet auch selbst Verantwortung zu übernehmen”, betonte Minister Backhaus.
Bruttoinlandsprodukt 2009 infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise um 2,3 Prozent gesunken
Schwerin – Das Bruttoinlandsprodukt, umfassender Ausdruck für die volkswirtschaftliche Gesamtleistung, ist in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2009 infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise preisbereinigt um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Das ist das Ergebnis aktueller Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört. Danach sank das Bruttoinlandsprodukt im Durchschnitt der neuen Länder (ohne Berlin) um 3,5 Prozent, im früheren Bundesgebiet (einschließlich Berlin) um 5,2 Prozent und im Bundesdurchschnitt um 5,0 Prozent. An der Gesamtwirtschaftsleistung Deutschlands hatte Mecklenburg-Vorpommern einen Anteil von 1,5 Prozent (Bevölkerungsanteil: 2,0 Prozent).
Einen sehr starken Leistungsrückgang hatte 2009 das Verarbeitende Gewerbe. In diesem wichtigen Bereich der Wirtschaft sank die Bruttowertschöpfung preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 10,6 Prozent. Damit war das Minuswachstum aber wesentlich geringer als im Bundesdurchschnitt (- 18,2 Prozent) bzw. im Durchschnitt des früheren Bundesgebiets einschließlich Berlin (- 18,6 Prozent). In den neuen Ländern ohne Berlin kam es zu einem Rückgang um 15,0 Prozent. Das Verarbeitende Gewerbe hat nur noch einen Anteil an der Wirtschaftsleistung des Landes von 11,1 Prozent (2008: 12,3 Prozent).
Rückläufig war die Entwicklung auch in den Bereichen Handel, Gastgewerbe und Verkehr (- 3,9 Prozent;neue Länder: – 3,6 Prozent; alte Länder: – 5,2 Prozent) sowie Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister (- 1,9 Prozent; neue Länder: – 2,2 Prozent; alte Länder: – 1,6 Prozent).
Im Baugewerbe sank die Wirtschaftsleistung um 2,9 Prozent, deutlich stärker als im Durchschnitt der anderen Länder (neue Länder und alte Länder jeweils – 1,1 Prozent). Im Bereich der öffentlichen und privaten Dienstleister (- 0,1 Prozent; neue Länder: + 0,5 Prozent; alte Länder: + 1,0 Prozent) stagnierte die Entwicklung.
Als einziger Wirtschaftsbereich hatte der Bereich Land- und Forstwirtschaft einschließlich Fischerei mit + 2,6 Prozent (neue Länder: + 0,7 Prozent; alte Länder: + 0,3 Prozent) preisbereinigt ein Leistungswachstum. Sein Anteil an der Gesamtwirtschaftsleistung betrug allerdings nur 2,4 Prozent.
Da die Zahl der Erwerbstätigen (- 0,1 Prozent) im Jahr 2009 wesentlich weniger stark rückläufig war als das Bruttoinlandsprodukt, sank das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen in Mecklenburg-Vorpommern preisbereinigt mit 2,2 Prozent langsamer als im Durchschnitt der neuen Länder ohne Berlin (- 3,1 Prozent; aber alte Länder: – 5,2 Prozent). Die Produktivität war damit erstmals seit dem Bestehen des Landes rückläufig. Das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen je Erwerbstätigen erreichte 2009 80,6 Prozent des Bundesdurchschnitts, das waren 48 168 EUR je Erwerbstätigen.
Je Stunde geleisteter Arbeitszeit erarbeiteten die Erwerbstätigen 2009 ein Bruttoinlandsprodukt von 33,53 EUR, das waren 77,9 Prozent des Bundesdurchschnitts und preisbereinigt 0,4 Prozent weniger als 2008 (neue Länder: – 0,9 Prozent; alte Länder: – 2,4 Prozent). Die geleisteten Arbeitsstunden der Erwerbstätigen waren hierbei gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent gesunken. (Stat. Amt MV)
Schwerin – Bei einem Feuer in einer Tischlerei in Wismar ist ein 57-jähriger Mann schwer verletzt worden. Der Besitzer der Tischlerei musste wenig später mit Brandverletzungen und einer erlittenen Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden. Weitere Bewohner des Hauses kamen mit dem Schrecken davon. An dem kombinierten Werkstatt- und Wohngebäude entstand bisherigen Schätzungen zufolge ein Sachschaden von rund 300 T€.
Nach derzeitigen Ermittlungen brach das Feuer gegen 02:30 Uhr aus noch unbekannter Ursache in den Werkstatträumen aus. Beim Eintreffen mehrerer Feuerwehren aus Wismar brannte der Werkstatttrakt bereits in voller Ausdehnung. Haushohe Flammen schlugen den Feuerwehrleuten entgegen.
Durch den Brand wurde auch eine im Dachgeschoss befindliche Wohnung zerstört, in der zwei Hunde umkamen. Die Feuerwehr konnte im Verlaufe des Löscheinsatzes ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohnhaus verhindern.
Die Löscharbeiten dauerten bis zum Vormittag an. Aus diesem Grunde musste die angrenzende B 105 voll gesperrt werden. Die Sperrung der B 105 wird voraussichtlich bis zum Nachmittag andauern. Der Verkehr wird lokal umgeleitet. Die Kriminalpolizeiinspektion Schwerin ermittelt jetzt zur Brandursache.
Stralsund – Nach einem Unfall auf der L 30 zwischen Reinberg und Milzow ist Gülle aus einem aufgerissenen Tankauflieger ausgetreten. Die untere Wasserbehörde war vor Ort und hat Maßnahmen zur Schadensbegrenzung eingeleitet.

Der 27-jährige Fahrer einer Firma aus dem Landkreis Demmin kam gegen 9.30 Uhr mit seiner Sattelzugmaschine nach einer Rechtskurve nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug durchpflügte das Bankett und streife einen Alleebaum. Dabei riss der Tankauflieger im oberen Drittel auf, so dass die Menge der ausgetreten Gülle relativ gering war. Personen wurden nicht verletzt. Der Baum muss in naher Zukunft gefällt werden. Der Sachschaden wird auf rund 60.000 Euro geschätzt. Die L 30 war zum Umpumpen der Gülle bis 13.00 Uhr teilweise voll gesperrt.
Stralsund – Die Polizei in Grimmen sucht nach dem Fahrer/ Besitzer eines BMW 530i Touring.

Der dunkelblaue Kombi sollte am 21.03.2010 gegen 8.25 Uhr am Ortsausgang von Zarrendorf kontrolliert werden, weil die Beleuchtung nicht in Ordnung war. Als die Beamten deshalb ihr Fahrzeug wendeten, gab der BWM-Fahrer Gas. Er fuhr über die Waldstraße in den Krummenhagener Forst. Der Wagen wurde danach verlassen und verschlossen im Wald am Verbindungsweg Krummenhagen-Negast aufgefunden. An dem Fahrzeug befanden sich die Kennzeichen HGW-YE 88, die seit September 2006 in Fahndung standen und ursprünglich für einen Rover ausgegeben worden sind.
Der Fahrer wird auf etwa 35 bis 45 Jahre geschätzt und hatte einen gestutzten Vollbart. Er dürfte Ortskenntnisse haben. Beifahrer war vermutlich ein Kind.
Sachdienliche Hinweise zu dem Fahrzeug nimmt das Kriminalkommissariat Grimmen unter der Telefonnummer 038326/ 570 entgegen
Schwerin – Mit Befremden hat die Staatskanzlei auf die Kritik des Präsidenten des Landesrechnungshofs Dr. Tilmann Schweisfurth an der Ernennung von Reinhard Arenskrieger zum neuen Vizepräsidenten reagiert. “Ministerpräsident Sellering hat die Entscheidung des Landesverfassungsgerichts abgewartet, bevor er Herrn Arenskrieger ernannt hat. Der Beschluss des Verfassungsgerichts ist eindeutig. Umso befremdlicher ist es, wenn Herr Schweisfurth den Ministerpräsidenten dafür kritisiert, dass er die Entscheidung in der Hauptsache nicht abgewartet hat”, sagte Regierungssprecher Andreas Timm.
Das Landesverfassungsgericht hatte gestern einen Antrag der Fraktion die LINKE auf Erlass einer einstweiligen Anordnung zurückgewiesen, mit dem diese dem Ministerpräsidenten die Ernennung untersagen wollte. In der Begründung heißt es wörtlich: “Gerade weil die Vakanz eine auch verfassungsrechtlich problematische Dauer erreicht hat, ist ein weiteres Zuwarten nicht hinnehmbar.” Die Entscheidung in der Hauptsache wird zu einem späteren Zeitpunkt fallen.
Die Staatskanzlei wies zudem die Kritik am Auswahlverfahren zurück. “Unsere Landesverfassung macht klare Vorgaben für ein geordnetes Verfahren. Die Landesregierung macht einen Vorschlag, der Landtag wählt den Vizepräsidenten mit qualifizierter Mehrheit. Mitwirkungsrechte des Präsidenten des Landesrechnungshofs sieht die Verfassung nicht vor”, so der Regierungssprecher. Selbstverständlich sei der Präsident aber jederzeit in angemessener Form über den Verfahrensstand informiert worden.
Landespolizei rechnet über die Osterfeiertage mit erhöhtem Verkehrsaufkommen – Innenminister Caffier ruft Verkehrsteilnehmer zu gegenseitiger Rücksichtnahme auf
Schwerin – Obwohl die Meteorologen für die bevorstehenden Osterfeiertage nur bedingt freundliches Wetter vorhersagen, erwartet die Polizei auf den Straßen unseres Landes einen erhöhten Fahrzeugverkehr. Mit einem stetigen Anstieg des Besucher- und Reiseverkehrs wird bereits ab Mittwoch insbesondere auf den Bundesautobahnen A19 und A20 in Richtung Ostseeküste und Landesgrenzen sowie auf den Bundesstraßen 96, 111 und 194 zu den Inseln Usedom und Rügen, gerechnet. Nach dem Überqueren der Rügenbrücke könnten sich in Fahrrichtung Insel aufgrund von reduzierter Fahrbahnbreite möglicherweise auch Staus mit längeren Wartezeiten ergeben.
Innenminister Lorenz Caffier ruft alle Verkehrsteilnehmer zu besonderer Vorsicht und Rücksichtnahme auf: “Berücksichtigen Sie bei Ihrem Osterausflug ein erhöhtes Fahrzeugaufkommen. Planen Sie einfach ein wenig mehr Zeit ein und fahren Sie rücksichtsvoll und vorausschauend. Ein sicheres und entspanntes Eintreffen am Fahrtziel verbietet Tempojagd und riskante Fahrweise. Besondere Aufmerksamkeit ist beim Abbiegen, Überholen sowie an Kreuzungen und Einmündungen mit Wartepflicht geboten.”
Der Innenminister appelliert gleichfalls zu besonderer Obacht gegenüber den Zweiradfahrern, die erfahrungsgemäß Ostern zu ihren ersten Ausfahrten starten. Den Bikern rät er, insbesondere während ihrer ersten Fahrkilometer mit deutlich verminderter Geschwindigkeit zu fahren, um die im Winter verloren gegangene Fahrpraxis nach und nach wieder zu erlangen. Alle Biker und ihre Mitfahrer sollten sich selbst auferlegen, Helm und praxistaugliche Schutzkleidung zu tragen. Allein im letzten Jahr verunglückten 17 motorisierte Zweiradfahrer bei Verkehrsunfällen tödlich.
Obwohl die Unfallbilanz bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden in Mecklenburg-Vorpommern erfreulicherweise rückläufig ist, ereigneten sich von Karfreitag bis Ostermontag des Vorjahres insgesamt 63 Unfälle, bei denen 17 Personen schwer und 58 leicht verletzt wurden. Die Landespolizei wird deshalb über Ostern verschärft den Verkehr überwachen, wobei den Fahrzeugführern auf den “Discostrecken” besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird.
Speziell an die jungen Fahrzeugführer gerichtet mahnt der Innenminister: “Falls Sie ein Osterfeuer oder eine Party besuchen wollen, bilden Sie Fahrgemeinschaften und legen vorher fest, wer auf das Osterwässerchen verzichtet und zurückfährt. Auch der Genuss von Betäubungsmitteln ist strafbar und das Lenken eines Kraftfahrzeuges unter Drogeneinfluss ist verboten. Übernehmen Sie durch Besonnenheit ganz einfach Verantwortung für Ihre Mitmenschen.”
“In diesem Sinne wünsche ich allen neben einem frohen und gesegnetem Osterfest vor allem eine unfallfreie Fahrt und ein sicheres Ankommen.”
Insel Rügen – Start frei zum Rügenbrückenlauf 2010! Ab sofort besteht die Möglichkeit, sich für dieses Sportereignis im Internet unter www.davengo.de bzw. www.ruegenmarathon.de anzumelden. Zur Auswahl stehen am 16. Oktober 2010 folgende Strecken: Marathon, Halbmarathon, 12-km-Lauf, 6-km-Lauf, 6 km Walking und ein Kinderlauf über 2 km. Wer jetzt schon weiß, dass er bei dem großen Sportevent des Landkreises Rügen und der Hansestadt Stralsund dabei sein will, sollte sich schnell anmelden. Je früher dies erfolgt, desto kostengünstiger wird es bei der Startgebühr!
Im vergangenen Jahr konnten die Veranstalter mehr als 2.800 Starter begrüßen. Mit ähnlich großer Resonanz wird auch in diesem Jahr gerechnet. Und das, obwohl die Bedingungen beim Lauf 2010 schwieriger sind als in den Jahren zuvor. Aufgrund von Baumaßnahmen am Rügendamm wird der gesamte Fahrzeugverkehr über die Rügenbrücke führen. Das bedeutet, dass sich die Läufer und Walker die Rügenbrücke mit den Autofahrern teilen müssen.
„Das ist nicht ideal, aber die einzige Lösung. Ich bin fest überzeugt, dass es uns trotz der schwierigen Verhältnisse auch in diesem Jahr gelingt, wieder eine hochkarätige Sportveranstaltung zu organisieren. Es werden Bedingungen geschaffen, die sichere und faire Wettbewerbe ermöglichen. Die Vorbereitungen laufen bereits“, so Landrätin Kerstin Kassner.
Der Rügenbrückenlauf ist bereits zu einer festen Größe im Terminkalender für die Veranstalter Landkreis Rügen und Hansestadt Stralsund und die vielen Teilnehmer geworden. Es ist die größte Sportveranstaltung in Vorpommern und der zweitgrößte Volkslauf unseres Bundeslandes.
Schwerin – Ministerpräsident Erwin Sellering hat heute in Schwerin vor den Vorschlägen der FDP-Bundestagsfraktion zur Vereinheitlichung des Rentenrechts gewarnt. “Da wird unter falscher Flagge gesegelt. Die FDP redet von Rentenangleichung und will tatsächlich die ostdeutschen Arbeitnehmer schlechter stellen. Wir brauchen eine Angleichung bei den Renten, aber eben als Gleichstellung zwischen Ost und West, nicht als Benachteiligung.”
Sellering erneuerte seine Forderung an die Bundesregierung, zügig einen Gesetzentwurf zur Angleichung in Ost und West vorzulegen: “Das ist ein kompliziertes Thema. Aber zwanzig Jahre nach der Deutschen Einheit müssen wir uns dieser Aufgabe endlich stellen. Es kann nicht sein, dass es auf Dauer eine Rente West und eine Rente Ost gibt.”
Notwendig sei ein Modell, das weder die Rentnerinnen und Rentner noch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Ostdeutschland benachteilige. Sellering warnte die Regierungsparteien in Berlin davor, Ost und West gegeneinander auszuspielen. “Das Thema ist denkbar ungeeignet dafür, weil es mit viel Emotionen verbunden ist. Deshalb ist es so wichtig, dass wir hier gemeinsam etwas hinbekommen.”
Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Heinrich Leonhard Kolb hatte in einem Interview mit der “Mitteldeutschen Zeitung” gefordert, die Höhergewichtung der ostdeutschen Rentenbeiträge abzuschaffen. Eine Angleichung des Rentenwertes Ost an den Rentenwert West lehnte er hingegen ab.
Rostock – “Die Anstrengungen der Standortinitiative zahlen sich aus: Seit Mitte der neunziger Jahre ist der Anteil des Verarbeitenden Gewerbes an der Wertschöpfung unseres Landes von acht auf dreizehn Prozent geklettert. Das reicht aber noch nicht. Wir brauchen noch mehr Industrie in unserem Land. Wir brauchen noch mehr Arbeitsplätze im Verarbeitenden Gewerbe”, erklärte Ministerpräsident Erwin Sellering auf der “Industriepolitischen Konferenz für Mecklenburg-Vorpommern” der Industrie- und Handelskammern des Landes in Rostock.
Die wichtigste Aufgabe aktuell sei es, das Land sicher durch die Krise zu bringen. Langfristig müsse man über die Zeit der Krise hinausdenken und Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Wirtschaft an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen kann. “Es ist ganz klar: Mecklenburg-Vorpommern muss noch weiter an Wirtschaftskraft gewinnen. Nur so werden wir unsere Zukunft aus eigener Kraft gestalten.”
Um Mecklenburg-Vorpommern als industriellen Standort weiter zu stärken, sei der weitere Ausbau der Infrastruktur notwendig, erklärte der Ministerpräsident. Darüber hinaus müsse das Land auf Branchen setzen, in denen Mecklenburg-Vorpommern besonders gute Chancen habe: Neben traditionellen Industriebranchen seien dies beispielsweise Medizintechnik und die Erneuerbaren Energien. “Hier entstehen die Arbeitsplätze der Zukunft und davon brauchen wir noch mehr”, so Sellering.
In diesem Zusammenhang ging der Ministerpräsident auf die notwendige Fachkräftesicherung ein. “Gefragt sind attraktive Ausbildungsplätze und gute Perspektiven danach. Das bietet die Wirtschaft längst auch hier bei uns im Land an. Das hat sich aber noch nicht bei allen herumgesprochen. Deshalb müssen wir gemeinsam bei jungen Menschen dafür werben, sich für eine Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern zu entscheiden”, sagte der Ministerpräsident zu den Vertretern der Wirtschaft.
Wichtig sei schließlich, Forschung und Entwicklung im Land zu stärken. “Wir können nicht darauf setzen, dass wir am billigsten produzieren. Diesen Wettbewerb würden wir verlieren. Es kommt darauf an, dass wir besser sind als andere, dass unsere Betriebe innovative und qualitativ hochwertige Produkte auf den Markt bringen. Deshalb ist es wichtig, dass bei uns neue Technologien entwickelt werden und dass wir über einen technologischen Vorsprung verfügen”, sagte der Ministerpräsident. Es sei gut, dass sich die Industriepolitische Konferenz in diesem Jahr diesem Thema widme. Forschung und Entwicklung seien der Schlüssel für weiteres wirtschaftliches Wachstum.
Schwerin – “Um direkt und schnell Unterrichtsausfall vorbeugen zu können, werden die Schulen in ihrer Selbstständigkeit gestärkt. Ab dem Schuljahr 2010/11 können sie eigenverantwortlich über 75 Prozent der Mittel verfügen, die im Landeshaushalt für Vertretungsunterricht bereit gestellt werden. Die verbleibenden 25 Prozent erhalten die Staatlichen Schulämter, um bei unvorhersehbarem Mehrbedarf regulierend unterstützen zu können”, so Bildungsstaatssekretär Udo Michallik bei der Vorstellung des Berichts der Landesregierung zum Stand der Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2008/09.
Das Land stellt seit mehreren Jahren trotz sinkender Schülerzahlen und damit sinkender Sollstunden konstant 7 Millionen Euro pro Schuljahr für die Absicherung des zur Vertretung anfallenden Unterrichts zur Verfügung.
“Der Stand der Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2008/09 und auch in den Jahren davor macht deutlich, dass eine größere Flexibilität bei der Organisation des Vertretungsunterrichts vor Ort in den Schulen notwendig ist”, so Staatssekretär Michallik. Außerdem werde an einem Schul-Informations- und Planungsprogramm (SIP) gearbeitet, das eine detailliertere Datenerfassung in kürzeren Intervallen und damit ein rascheres Handeln vor Ort ermöglichen soll.
Insgesamt konnte im Schuljahr 2008/09 der Unterricht an allgemein bildenden Schulen zu fast 98 % und an beruflichen Schulen zu 94 % erteilt werden.
Zur Vertretung standen an den allgemein bildenden Schulen 9,5 Prozent aller Unterrichtsstunden an, das waren 0,5 Prozent mehr als im Schuljahr 2007/08. Tatsächlich ausgefallen waren 2,3 Prozent aller Unterrichtsstunden, weil keine Vertretung organisiert werden konnte. Das waren 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
In den beruflichen Schulen standen 9,9 % aller Unterrichtsstunden zur Vertretung an (0,4 % mehr als im Vorjahr). 5,9 % der Unterrichtsstunden fielen tatsächlich aus, das sind 0,5 Prozent mehr als im Schuljahr zuvor.

Etwa jede dritte Unterrichtsstunde, die im Sekundarbereich zur Vertretung anfiel, ist tatsächlich ausgefallen. Im Grundschulbereich war es etwa jede neunte und im Förderschulbereich etwa jede fünfte zur Vertretung angefallene Unterrichtsstunde, die ausfiel.
Hauptursache für zur Vertretung angefallene Unterrichtsstunden war weiterhin die Erkrankung von Lehrkräften. Rund zwei Drittel aller zur Vertretung angefallenen Unterrichtsstunden hatten im Schuljahr 2008/09 die Erkrankung von Lehrkräften als Ursache. Weitere Gründe sind die Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften.
Staatssekretär Michallik: “Die Gesundheit der Lehrer muss noch stärker in den Focus gerückt werden. Mit Schulentwicklungsberatern für Lehrergesundheit, mit dem Lehrergesundheitstag und der betriebsärztlichen Versorgung wollen wir die Lehrerinnen und Lehrer unterstützen.”
Schwerin – Bis zum 31. Mai 2010 können Auszeichnungsvorschläge einschließlich Begründungen beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Werderstraße 124, 19055 Schwerin
Fax: 0385 588-7082
Email: poststelle@bm.mv-regierung.de
eingereicht werden.
Im vergangenen Jahr 2009 erhielt der Bodendenkmalpfleger Dr. Ulrich Schoknecht aus Waren den “Friedrich-Lisch-Denkmalpreis”. Der Preis für Kinder und Jugendlichen “Denk mal!” ging 2009 an die Initiative “Kinderdomführer in Greifswald”.
Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:
- vorbildliche Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen oder von archäologischen Denkmalen in Mecklenburg-Vorpommern
- die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
- hervorragende wissenschaftliche Leistungen zur Theorie und Praxis der Denkmalpflege
- die Nutzung traditioneller oder innovativer Handwerkstechniken oder
- langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der archäologischen Denkmalpflege.
Der Kinder- und Jugendpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern “Denk mal!” kann vergeben werden für:
- vorbildliche Initiativen von Kindern und Jugendlichen zur Rettung und zur Erhaltung von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern oder die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
- vorbildliche Initiativen für Kinder und Jugendliche zur Vermittlung des Verständnisses und der Einsicht für die Notwendigkeit der Bewahrung des kulturellen Erbes und die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Rettung und den Erhalt von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern.
Der Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern ist mit 4.500 EURO, der Kinder- und Jugendpreis mit 500 EURO dotiert.
Die Bewertung der eingehenden Bewerbungen oder Vorschläge erfolgt durch eine Fachkommission. Die Preisverleihung wird am 12.09.2010 anlässlich des Tages des offenen Denkmals erfolgen. Vorschlagsberechtigt sind Vereine, Verbände, Institutionen, staatliche und kommunale Verwaltungen sowie Einzelpersonen. Eigenbewerbungen sind unzulässig.
Kommunen sollen in Gespräche über die Nutzung ehemaliger Bahnliegenschaften einbezogen werden
Schwerin – Bei der Entwicklung von Nutzungskonzepten für nicht mehr benötigte Bahnhofsgebäude sprach sich eine von Verkehrsminister Volker Schlotmann initiierte Expertenrunde für die Entwicklung von am jeweiligen Einzelfall orientierten Lösungen aus. An dem Gespräch heute in Schwerin unter Leitung von Verkehrsstaatssekretär Sebastian Schröder hatten Vertreter des Städte- und Gemeindetages, der Deutschen Bahn AG sowie Landtagsabgeordnete teilgenommen.
Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass eine sinnvolle Weiter- und Wiedernutzung der Gebäude im Einvernehmen zwischen den betroffenen Kommunen und dem jeweiligen zukünftigen Eigentümer erfolgen soll. Der Dialog zwischen der Deutschen Bahn AG und den Kommunen soll intensiviert werden. Ziel ist eine aus städtebaulicher Sicht sinnvolle Nutzung nicht mehr benötigter Bahnhofsempfangsgebäude. Die Bahn will insgesamt 37 ehemalige Empfangsgebäude in Mecklenburg-Vorpommern abgeben.
Verkehrsminister Volker Schlotmann hatte die Expertenrunde initiiert, um alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und über die Auswahl geeigneter Förderinstrumente zu sprechen. Wenn mehrere Partner beteiligt sind, kann es gelingen, eine Lösung vor Ort zu finden. Beispielsweise soll die Gebäudesicherung des von der Stadt Teterow erworbenen Bahnhofsgebäudes mit Städtebauförderungsmitteln bezuschusst werden.
Rostock – Raketenstarts mitten in Rostock, Aliens an der Warnow und NASA-Astronauten in Bürogebäuden. Was klingt wie das Szenario eines Science-Fiction-Films ist die Rahmenhandlung eines reellen Tages rund um die Raumfahrt, der am 10. April in Rostock zu erleben ist.
„Yuri´s Night“ heißt die Veranstaltung, die sich an die ganze Familie richtet. „Yuri´s Night“ ist die weltweite Feier des bemannten Aufbruchs ins All und erinnert an den Erstflug des russischen Kosmonauten Juri Gagarin.
Sie findet dieses Jahr erstmals auch in Rostock statt. Treffpunkt aller Raumfahrtinteressierten ist von 13 bis 20 Uhr die „EWS – Europäische Wirtschafts- und Sprachenakademie“, Am Kabutzenhof 20a.
Ehrengäste zur „Yuri´s Night“ Rostock sind der europäische NASA-Botschafter und Ehren-Astronaut Hans-Joachim Roloff sowie Professor Dieter B. Herrmann, langjähriger Direktor der Archenhold-Sternwarte und des Zeiss-Großplanetariums Berlin nach Rostock. Letzterer ist zudem ehemaliger Moderator der Wissenschaftssendung „AHA“ des DDR-Fernsehens.
Sie und viele Wissenschaftler aus Rostock geben in Vorträgen Einblicke in die Raumfahrt zu Zeiten Juri Gagarins, in die der Gegenwart und in die Historie des Rostocker Flugzeugbaus. Rostocker Unternehmen demonstrieren, wie Entwicklungen im Satellitenbau das Leben auf der Erde erleichtern. Filme berichten über das „Interkosmos“-Programm, das mit Sigmund Jähn den ersten deutschen Raumfahrer hervorbrachte.
Und: in einem eigenen Kinderbereich können sich die Kleinsten mit Schminke in Aliens verwandeln und sich als Astronaut auf dem Mond fotografieren lassen. Zusätzlich werden Raketen gebastelt, die dann unter Aufsicht und in Abhängigkeit vom Wetter an der Warnow gestartet werden. Bis zu 70 Meter können diese in die Höhe fliegen.
Mehr schon jetzt unter: www.yurisnight-rostock.de




