Archiv: Samstag, 6. März 2010
IT-Gemeinschaftsstand gut angenommen
Hannover/Schwerin – Der Gemeinschaftsstand Mecklenburg-Vorpommerns auf der Computermesse CeBIT ist von Besuchern und Partnern gut angenommen worden. “Die 19 Aussteller auf dem Stand der IT-Initiative MV sind mit dem Messeverlauf zufrieden, das Interesse der Besucher war vor allem auf praktische Anwendungen und Softwarelösungen ausgerichtet”, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Samstag zum Messeabschluss. Insgesamt waren 23 Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern auf der weltgrößten Computermesse vertreten, deutlich mehr als in den Vorjahren.
Die Informations- und Kommunikationsbranche in Mecklenburg-Vorpommern hat sich insgesamt gut entwickelt. Mit über 14.500 meist hochqualifizierten Beschäftigten in über 600 Unternehmen ist die IuK-Branche ein Wachstumsbereich. “Viele der IT-Unternehmen in MV betreiben eigene Forschung und Entwicklung”, sagte Seidel. “Informationstechnologien sind ein Innovationsmotor der Wirtschaft, ein Drittel der Innovationsförderung in Mecklenburg-Vorpommern fließt in diesen Bereich. Die wirtschaftsnahe Verbundforschung mit der Schaffung von attraktiven wissensbasierten Arbeitsplätzen hat hier einen wichtigen Schwerpunkt.”
Neben dem Gemeinschaftsstand des Landes gab es auch einen Stand der Hochschulen und Universitäten, die unter dem Motto “Forschung für die Zukunft” Projekte und Leistungen präsentieren. Rund 1.000 Beschäftigte befassen sich in Lehre und Forschung in den Hochschulen des Landes mit der Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK).
Minister gratuliert Landesjagdverband zum 20-jährigen Bestehen
Der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz hat auf der heutigen Delegiertenversammlung des Landesjagdverbandes dem Verband zu seinem unmittelbar bevorstehenden 20-jährigen Bestehen gratuliert. “Von Anfang an brachte sich der Landesjagdverband in die Arbeit von Parlament und Landesregierung sachgerecht und fachlich fundiert mit ein, wofür er eine hohe Anerkennung erfuhr”, so der Minister. Der Verband habe in der Vergangenheit an wichtigen Entscheidungen im Jagdwesen mitgewirkt, so an der Erarbeitung der Landesjagdgesetze 1992 und 2000, der altersklassenweisen Wildbewirtschaftung, der Schaffung und Stärkung der Hegegemeinschaften, der Bildung und dem Erhalt der Wildschadensausgleichskassen oder der Abschaffung der Jagdsteuer. Dabei hob der Minister besonders das Engagement des Landesjagdverbandes bei der Bekämpfung der Schweinepest in den Jahren 1993 und 2000 hervor.
Die Schweinepest sei nach vor ein ernst zu nehmendes Thema. Der Minister dankte deshalb den Jägern ausdrücklich für die Schwarzwildstrecke im Jagdjahr 2008/2009. Mit 75.866 Stück Schwarzwild konnten die Ergebnisse der Vorjahre deutlich überboten werden. Gegenüber dem Jagdjahr 2007/2008 sei dies sogar eine Steigerung um 30 %. Auch bei anderen Wildarten sei ein höheres Jagdergebnis als im Vorjahr erzielt worden.
In diesem Zusammenhang erinnerte er an ein Maßnahmenpaket für die effektive Schwarzwildbejagung in Mecklenburg-Vorpommern, das Spitzenvertreter des Landesjagdverbandes, des Bauernverbandes, des Arbeitskreises der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden sowie der Landesforstanstalt und der obersten Jagdbehörde gemeinsam geschnürt haben. Auf dessen Umsetzung komme es jetzt besonders an.
Anerkennung zollte der Minister den Jägern auch für ihren Einsatz zum Schutz des Wildes in diesem harten Winter. “Als sich abzeichnete, dass das Wild, allem voran das Rehwild witterungsbedingte Futternot litt, haben die Landkreise in Abstimmung mit ihren jagdlichen Beratern sehr schnell gehandelt. Innerhalb weniger Tage hatten die Landkreise flächendeckend die Notzeit festgelegt. “Ich bedanke mich bei allen Jägerinnen und Jägern für ihren jeweiligen Einsatz zum Schutz des Wildes, die damit ihrer Pflicht nachgekommen sind. Denen, die die Wildschutzmaßnahmen für unnatürlich, unsinnig und kontraproduktiv halten, erteile ich hiermit eine klare Absage”, unterstrich der Minister.
In seiner Rede ging er auch auf die Auswirkungen der Landkreisneuordnung auf die Struktur der Wildschadensausgleichskassen ein. “Gemäß Landesjagdgesetz wird in jedem Landkreis nur eine Kasse gebildet. Dies hätte zur Folge, dass die bestehenden Kassen mit Zusammenlegung von Landkreisen ebenfalls Kraft Gesetzes fusionieren. Vor diesem Hintergrund habe ich vorgeschlagen, den Entwurf des Landkreisneuordnungsgesetzes noch einmal zu überarbeiten, was auch im Rahmen der Verbandsbeteiligung gefordert wurde. In Anlehnung an die Regelung zum Erhalt der bisherigen gemeinschaftlichen Jagdbezirke bei Gebietsänderungen schlage ich vor, dass auch die Wildschadensausgleichskassen in ihren bisherigen Gebieten bestehen bleiben und eigenständig über eine Fusion entscheiden,” so der Minister.
Abschließend dankte er nochmals den rund 10.000 Mitgliedern des Landesjagdverbandes, dem Präsidenten Dr. Volker Böhning und den weiteren Präsidiumsmitgliedern für die geleistete Arbeit im Interesse der Jagd und des Wildes.
Stralsund – Gewöhnlich sind die Videowagen der Polizei auf der “Jagd” nach Schnellfahrern. Am Vormittag des 05.03.2010 zogen die Beamten der Polizeidirektion jedoch einen Langsamfahrer aus dem Verkehr. Der 74-Jährige war gegen 11.00 Uhr mit seinem Seat Marbella auf der B 96, Ortsumgehung Stralsund, in Richtung Brandshagen unterwegs.
Diese Kraftfahrtstraße darf nur von Fahrzeugen mit einer bauartbestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 60 km/h befahren werden. Somit hätte der Rentner aus dem Landkreis diese Strecke mit seinem auf 25 km/h gedrosselten Fahrzeug großräumig umfahren müssen. Auf Unwissenheit kann der Mann sich nicht berufen, da er am 17.02.2010 das gleiche Husarenstück schon mal versucht hatte.
Schwerin – Ein älteres Holzhaus ist am Freitagmorgen in Spornitz (LK PCH) durch ein Feuer völlig zerstört worden. Die 60-jährige Bewohnerin ist durch Rauchgase leicht verletzt worden, sie wurde vor Ort medizinisch behandelt. Das Feuer brach am Freitagmorgen gegen 06:30 Uhr aus noch unbekannter Ursache aus, worauf insgesamt drei Feuerwehren zum Brandort eilten. Sie konnten allerdings nicht verhindern, dass das Wohnhaus sowie ein angrenzender Stall völlig niederbrannten. Ein Großteil der im Stall befindlichen Tiere konnte gerettet werden, allerdings verendeten 6 Ziegen und ein Schwein. Der Gesamtschaden wird derzeit auf etwa 20 T€ geschätzt. Die Kriminalpolizeiinspektion Schwerin ermittelt nun zur Brandursache, möglicherweise ist das Feuer im Bereich des Schornsteins ausgebrochen.
Insel Rügen – Rechtzeitig zur Saison werden Rügen, die dänische Insel Bornholm, die südschwedische Region Skane und die polnische Stadt Swinoujscie einen gemeinsamen digitalen Segelführer auf den Markt bringen. Die vier Mitglieder der internationalen Kooperation der „Vier Ecken“ wollen damit auf ihre touristisch attraktive Ostseeregion, die wunderbare Segelreviere und viele schöne Häfen hat, aufmerksam machen. Für Segler wird es dank der Informationen einfacher, sich in der Region zurecht zu finden und neue Ziele zu erkunden. Und natürlich hofft man so auch auf weitere Interessenten, die die Region kennen lernen wollen.

Der Segelführer wird ausführliche Informationen in Wort und Bild über die Häfen der „Vier Ecken“ enthalten. Darüber hinaus gibt es Hinweise zu Sehenswürdigkeiten in der Umgebung, Mitteilungen zum Wetter, zu Zollbestimmungen und vielem mehr. Mit dem Segelführer kann der Maritim-Urlauber seinen Aufenthalt in der jeweiligen Region bestens planen.
Insgesamt werden rund 40 Häfen vorgestellt, allein 17 davon in der Region Rügen.
Die entsprechenden Informationen können in deutsch, englisch, dänisch, schwedisch und polnisch aufgerufen werden. Über den Namen der Web-Seite, auf der der Segelführer zu finden ist, sind sich die Mitglieder der „Vier Ecken“ noch nicht einig. Sicher ist allerdings, dass es einen Link zur www.ruegen.de geben wird. Erstellt wird zudem eine Version für Smart-Phones, und auch eine Broschüre soll es geben.
Erarbeitet wird der Segelführer von dem Rügener Unternehmen Burwitz & Pocha GbR. Unterstützung gibt es dabei von den Hafenmeistern, Kommunen und dem Landkreis.

Der Segelführer, dessen Finanzierung aus dem europäischen Förderprogramm Interreg erfolgt, ist zur Zeit das wichtigste, aber nicht das einzige Projekt in der Zusammenarbeit der „Vier Ecken“ im maritimen Bereich. Die Mitglieder der Kooperation wollen gleichzeitig den Kontakt untereinander weiter auszubauen und Erfahrungen zu sammeln. Deshalb gehören auch Studienreisen in die Partnerregionen zum Programm. Im vergangenen Jahr haben sich Hafenmeister und Vertreter von Kommunen in der Region Skane getroffen, um sich Hafenanlagen anzuschauen und Gespräche zu führen. In diesem Jahr geht es nach Swinoujscie und Bornholm. 2011 wird Rügen Gastgeber für den Studienaufenthalt sein.
Bundesrat: MV fordert von Bundesregierung Maßnahmen gegen Finanzspekulationen
Berlin/Schwerin – Der Bundesrat befasste sich am 5.3. unter anderem mit einem Entschließungsantrag der Bundesländer Rheinland-Pfalz, Berlin, Brandenburg und Bremen, in dem Maßnahmen gegen Spekulationen auf den Finanzmärkten und ungerechtfertigte Banker-Bonuszahlungen vorgeschlagen werden. Mecklenburg-Vorpommern ist diesem Antrag als Mitantragsteller beigetreten.
Die Tatsache, dass mit Mecklenburg-Vorpommern auch ein Bundesland mit CDU-Regierungsbeteiligung diesen Antrag unterstützt, wertete Finanzministerin Heike Polzin heute als klares Signal an die schwarz-gelbe Bundesregierung, endlich wirksame Maßnahmen zur Eindämmung von Finanzmarktspekulationen zu ergreifen: “Man darf nicht zusehen, dass die verbesserte Lage auf den Finanzmärkten zu einer Rückkehr zu alten Verhaltensweisen führt. Die derzeit wieder erzielten Gewinne im Investmentbanking sind häufig nur aufgrund der Rettungsmaßnahmen der Steuerzahler möglich. Insofern müssen Banken und andere Finanzmarktakteure auch einen angemessenen Beitrag zur Bewältigung der Lasten beitragen”, so Polzin.
In dem gemeinsamen Entschließungsantrag fordern die fünf Bundesländer die Einführung einer internationalen Transaktionsteuer als Mittel gegen Spekulationen, eine konsequente Bekämpfung von Steueroasen und Steuerschlupflöchern und konkrete ordnungspolitische Regelungen zur Begrenzung von Bonuszahlungen. Der Antrag wurde zur Beratung in die Ausschüsse des Bundesrates überwiesen.




